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Willibert Mehlkopf - Herrscher über der Mauer... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Samstag, 04. Dezember 2021 um 20:20

 

Willibert Mehlkopf beim CHIO Aachen vor einigen Jahren

(Foto: U.Ludwig)

Aachen. Der Aachener Willibert Mehlkopf ist seit 36 Jahren Rekordhalter im Hochsprung zu Pferde in Aachen, vor 30 Jahren erfand er das inzwischen international bekannte Nachwuchs-Springturnier „Salut-Festival“, und nun wurde an diesem 6. Dezember 80 Jahre alt.

Der 6. Dezember 1941 war ein Samstag. An diesem Tag erklärte Großbritannien Finnland, Ungarn und Rumänien den Krieg, die deutsche Wehrmacht stand vor Moskau, die Feldpostpäckchen für die deutschen Frontsoldaten durften nicht mehr 100, sonder nur noch 50 Gramm wiegen, wie bei Wikipedia nachzulesen, der schreckliche Zweite Weltkrieg dauerte bereits über zwei Jahre. Und an diesem 6. Dezember vor 80 Jahren wurde in Aachen Willibert Mehlkopf geboren. Sohn eines Landwirt-Ehepaares. Sport war, wie damals üblich, Hobby. Willibert Mehlkopf arbeitete auf dem elterlichen Hof Weyeren, wo Schafe gezüchtet wurden, und ritt nebenbei. Ein halbes Jahres ließ er sich in Hoya bei Verden von Reitlehrer Otto Meyer anleiten, dort, wo auch der spätere Weltmeister Hartwig Steenken mal die ersten Sporen verdiente.

Willibert Mehlkopf lernte vor allem beim Zugucken und vom Abgucken bei anderen, bereits erfahreren Springreitern, oder auch in der Dressur. Sein erstes Erfolgspferd hieß Goldfalk, kein „Kracher“, wie man in der Branche sagt, aber zuverlässig. Er ging beharrlich seinen Weg, nicht auf mittelmäßigen Turnieren, nein, nach oben. Mit 17 verschrieb er sich ganz der Springreiterei. 1969 erregte er beim Internationalen Offiziellen Turnier (CHIO) von Deutschland im Großen Preis von Aachen mehr als Aufsehen, als er erst im vierten Stechen auf Fidelus gegen die gemeinsamen Gewinner Alwin Schockemöhle auf Wimpel und Hans Günter Winkler auf Enigk Dritter wurde. 1977 auf der USA-Reise mit einer deutschen Equipe kam er zu fünf ersten Plätzen. Sein absolutes Spitzenpferd war später Salut, daher auch der Name für das von ihm kreierte Nachwuchs-Turnier alle Jahre im Dezember in Aachen für Nachwuchs-Springreiter. Mit Salut wurde Williberet Mehlkopf, der insgesamt 27 Nationen-Preise für Deutschland ritt, 1985 Zweiter im Großen Preis von Madrid und Erster im Grand Prix zum Abschluss des damals international bekannten Turniers in Legelshurst bei Kehl/ Rhein.

In die Geschichtsbücher des Reitsports hielt der Aachener jedoch am 15. Juni 1985 während des CHIO von Deutschland in Aachen Einzug. Um 19.05 Uhr überflog er mit dem Holsteiner Wallach Wabbs die auf 2,30 m Höhe gebaute Mauer, die Nachmessung ergab gar 2,32. Noch während Willibert Mehlkopf von den Tausenden von Zuschauern gefeiert wurde, zog der Schweizer Willi Melliger sechs Minuten später auf Beethoven nach...Nie mehr wurde in Deutschland bei einem Turnier diese Höhe gemeistert.

Und wie feiert Willibert M. seinen 80.? Antwort:  "Nicht besonders, wegen Corona geht ja nichts. Wer kommt, der kommt und erhält was zu trinken..."

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Offiziell geführte Weltrekorde auf Pferden in speziellen Versuchen:

Weitsprung: 8,40 m aufgestellt über einen Wassergraben am 26. April 1975 durch Something unter Andre Ferreira (Südafrika) in Johannesburg

Hochsprung: 2,47 m am 5. Februar 1949 in Santiago de Chile vom Vollblüter Huaso unter Alberto Larraguibel Morales (Chile)

Weltrekord im Hochsprung im Rahmen von offiziellen Turnieren (Mächtigkeitsspringen):

Halle: Je 2,35 m Markus Fuchs/ CH auf Puschkin am 26. Juni 1988

und Franke Sloothaak/ GER auf Leonardo am 1. Dezember 1990 jeweils in Paris

Freiluftturnier: 2,40 m Franke Sloothaak/ GER auf Leonardo am 8. Juni 1991 in Chaudfontaine/ BEL.

Auf Schnee: 2,27 m auf Schnee im Februar 1998 in Kössen/ Österreich Rene Tebbel/ GER auf Renometto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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