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Friedensreiter-Preis an Peter Hofmann PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hartmut Binder/ Offz/ DL   
Mittwoch, 31. August 2022 um 12:26

Peter Hofmann mit dem Friedensreiter-Preis (links) und Laudator Hendrik Snoek

(Foto: Stefan Lafrentz)

Münster. Anlässlich des „Turnier der Sieger“ in Münster am letzten Wochenende wurde Turnierveranstalter Peter Hofmann mit dem „Friedensreiterpreis“ geehrt. Die Reden der beiden als Anhang. als

Der Mannheimer Peter Hofmann ist Träger des Friedensreiterpreises 2022. Seit 1986 wird jedes Jahr beim Turnier der Sieger in Münster der Friedensreiterpreis an herausragende Persönlichkeiten des Pferdesports vergeben. Die Preisträger sind Menschen, die durch ihr Engagement den Reitsport beeinflusst haben oder sich durch besondere Fairness gegenüber dem Pferd auszeichnen. Der Preis
geht zurück auf den Überbringer der Botschaft des Friedensschlusses von Münster, der 1648 den 30-jährigen Krieg beendete. Die Nachbildung einer historischen Statue wurde bisher insgesamt 33 Mal an Olympiasieger, Weltmeister, Trainer oder Funktionäre aller pferdesportlichen Disziplinen verliehen, lediglich 2020 und 2021 gab es wegen der Pandemie keine Auszeichnungen.

Hendrik Snoek (74), der Präsident des Westfälischen Reitervereins und 1975 unter anderem in München zusammen mit Alwin Shcockemöhle, Hartwig Steenken und Sönkse Sönksen Mannschafts-Europameister der Springreiter, unterstrich in seiner Laudatio die Bedeutung von verlässlichen Strukturen, großer Erfahrung bei der Organisation des Sports sowie Durchhaltevermögen und Engagement, um auch in schwierigen und widrigen Situationen das Umfeld für den Sport zu gewährleisten. „Das alles wurde gerade in den letzten Corona-Jahren immer klarer und wichtiger, und deshalb ehren wir mit Peter Hofmann einen Mann, der diese Herkulesaufgabe schon mehr als 40 Jahre höchst erfolgreich bewältigt!“

Der Kurpfälzer Hofmann ist seit 40 Jahren Präsident vom Reiter-Verein Mannheim und in dieser Funktion auch Chef der traditionellen Maimarkt-Turniere zum Auftakt der „grünen Saison“ in der Quadratestadt. Außerdem ist der 72-Jährige Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sowie im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und seit 2004 Vorsitzender des Springausschusses, der die deutsche Equipe jeweils für Championate nominiert und zur Nominierung für Olympische Spiele vorschlägt. „Die außergewöhnliche Konstellation – einerseits Inspirator und Macher des Maimarkt-Turniers, andererseits hochengagierter Vertreter von Sport und Fairness in Verbänden und Gremien – hat uns bewogen, Peter Hofmann mit dem Friedensreiterpreis 2022 auszuzeichnen“, erklärte Hendrik Snoek, „als Anerkennung und Dank – und auch als Aufforderung, weiterzumachen!“

In seiner Dankesrede „für diese Riesenüberraschung“ erklärte Peter Hofmann, „ich nehme diese außergewöhnliche und bedeutende Auszeichnung gerne an, auch stellvertretend für alle, die mich auf meinem bisherigen Weg begleitet haben“. Die Motivation für sein Engagement habe er immer darin
gesehen, für das Pferd und den Reitsport zu werben und zu kämpfen, das Pferd den Menschen nahezubringen und die Menschen zum Pferd zu bringen, ob an der Basis oder im Spitzensport. „Wir alle hüten ein Kulturgut: das Pferd und die Reitkunst. Wir müssen das Pferd in der Mitte der Gesellschaft wieder mehr verankern, wir müssen dafür werben, dass einer der ältesten Weggefährten des Menschen, der die ganze Geschichte der Menschheit wesentlich beeinflusst hat, dass dieser Begleiter auch heute noch seine Bedeutung für die Menschen hat. Dafür leben wir, dafür kämpfen wir.“

Der Friedensreiter sei gerade in dieser Zeit ein besonderes Symbol. „Wer hätte gedacht, dass wir 2022 in Europa einen organisierten Krieg erleben, der uns alle bedroht? Der uns von außen bedroht, der aber auch den inneren Frieden bedroht.“ Peter Hofmann abschließend: „Friede, dafür stehen wir Sportler, für den friedlichen Wettkampf aller Nationen, für Respekt und gegenseitige Achtung, dafür stehen wir, die Pferdefreunde und Reiter weltweit!“

Mit dem Friedensreiterpreis wurden in der Vergangenheit unter anderem ausgezeichnet: Hans Günter Winkler, Isabell Werth, Otto Becker, Dr. Reiner Klimke, Franke Sloothaak, Ludger Beerbaum, Michael Jung, Ingrid Klimke, Nicole Uphoff, Monica Theodorescu, Madeleine Winter-Schulze, Fritz Ligges, Simone Blum, Herbert Meyer, Sönke Sönksen oder Freiherr von Heeremann.

Die Reden im Wortlaut:

Peter Hofmann:

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe,
liebe Friedensreiter-Preisträger,
lieber Hendrik Snoek, lieber Michael Klimke,
liebe Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal danke ich Ihnen sehr herzlich für diese außergewöhnliche und bedeutende Auszeichnung. Ich habe mich nach einem ersten Schreck sehr darüber gefreut und ich nehme diese Auszeichnung gerne an, auch stellvertretend für alle, die mich auf meinem bisherigen Weg begleitet haben.

Es war eine Riesen-Überraschung, als Hendrik (Hendrik Snoek, d.Red) mich anrief und mir mitteilte, dass ich der nächste Friedensreiter-Preisträger sein solle. Ich konnte es erst nicht glauben und dachte Hendrik macht einen Scherz.

Der Friedensreiter-Preis war und ist für mich immer eine so bedeutende Auszeichnung, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich mich in den erlauchten Kreis der Preisträger einreihen dürfe. Umso größer ist natürlich die Freude, dass die Wahl auf mich gefallen ist.

Aber was habe ich eigentlich Besonderes getan? Ich habe das getan, was wir, die wir hier versammelt sind als Pferdefreunde, jeder an seinem Platz, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, alle tun:

- Für das Pferd und den Reitsport werben,

- für das Pferd und den Reitsport kämpfen.

- Das Pferd den Menschen nahebringen

- und die Menschen zum Pferd bringen, ob an der Basis oder im Spitzensport.

Wir alle hüten ein Kulturgut: das Pferd und die Reitkunst.

Dafür leben wir, dafür kämpfen wir.

Wir müssen das Pferd in der Mitte der Gesellschaft wieder mehr verankern, wir müssen dafür werben, dass einer der ältesten Weggefährten des Menschen, der die ganze Geschichte der Menschheit wesentlich beeinflusst hat, dass dieser Begleiter auch heute noch seine Bedeutung für die Menschen hat.

Im Breitensport, 1n der Therapie, natürlich auch beim Wettstreit im Spitzensport, und hier muss man sagen, auch wenn andere den Spitzensport als Spektakel abtun, wir erfreuen uns an der Leistung der Pferde, der Pferdezucht und der reiterlichen Kunst.

Und das sichert dem Pferd nach wie vor seinen Platz in der Gesellschaft, in unserem Leben. Das Pferd wird bleiben!“

Hendrik Snoek:

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich noch ein Wort zum Friedensreiter sagen: Der Friedensreiter ist gerade in dieser Zeit ein besonderes Symbol. Wer hätte gedacht, dass wir 2022 in Europa einen organisierten Krieg erleben, der uns alle bedroht. Der uns von außen bedroht, der aber auch den inneren Frieden bedroht.

Friede, dafür stehen wir Sportler, für den friedlichen Wettkampf aller Nationen, für Respekt und gegenseitige Achtung, dafür stehen wir, die Pferdefreunde und Reiter-

Kommen wir nun zur Verleihung des Friedensreiterpreises 2022.

1986 wurde dieser Preis aus der Taufe gehoben, um Persönlichkeiten zu ehren, die Außergewöhnliches geleistet haben und die damit das Ansehen des Reitsports, des Pferdes und des fairen Wettbewerbs in der Öffentlichkeit mehren. Sportliche Erfolge, Engagement für die Reiterei und den Sport und praktizierte Fairness - in welcher Konstellation auch immer - sollte die Grundlage für die Preiswürdigkeit sein - Eigenschaften, die in England, dem Mutterland des Sportes, in allen gesellschaftlichen Bereichen mit Horsemanship bezeichnet werden - welch eine geglückte Wortfindung.

Wir suchen also jeweils den Horseman, den Pferdemann oder die Pferdefrau des Jahres.

Als Preis gibt es die Nachbildung einer historischen Statue, die Darstellung eines Friedensreiters, die 1648 die Überbringer der Botschaft des Friedensschlusses von Münster waren. Diese Friedensverhandlungen hatten den 30jährigen Krieg beendet, der über mehr als eine Generation Europa und ganz besonders Deutschland verwüstet und unvorstellbare Not und Elend über die Bevölkerung gebracht hatte. In Münster und Osnabrück wurde viele Jahre verhandelt und zum ersten Mal wurde ein Krieg durch einen verhandelten Friedensschluss beendet, der dann wegweisend bis heute geblieben ist für das Zusammenleben der Völker. Glaubensfreiheit und Toleranz wurden festgelegt, die Niederlanden wurden hier in Münster als freier, eigenständiger Staat begründet, und die Eigenständigkeit der Schweiz wurde hier gefestigt und manifestiert. Der Friedensreiter ist also ein wunderbares Symbol für unsere Preisträger, die sich für unseren so schönen Sport und das Zusammenleben von Mensch und Pferden ein­setzen.

33 Mal haben wir seitdem Persönlichkeiten geehrt, hocherfolgreiche Reiterinnen und Reiter und Trainer aus allen Disziplinen mit beispielhaften Erfolgen, wie z.B. in der Vielseitigkeit Claus Ehrhom, Hinrich Romeike, Bettina Hoy mit der Olympiamannschaft 2004, Michael Jung und Ingrid Klimke, in der Dressur Dr. Reiner Klimke, Nicole Uphoff, Klaus Balkenhol, lsabell Werth und Monica Theodorescu, im Springen Karsten Huck, Hans Günter Winkler, Herbert Meyer, Franke Sloothaak, Ludger Beerbaum, Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning, Otto Becker, Paul Schockemöhle und Simone Blum.

Mäzene und Förderer und Funktionäre, wie Dieter Graf Landsberg-Velen, Breido Graf zu Rantzau, Liselott Schindling-Rheinberger, Madeleine Winter-Schulze, Lutz Goessing, Fritz Ligges, Sönke Sönksen, Pit Krautwig und Freiherr von Heeremann,
Turnierveranstalter und Parcourbauer, wie Ullrich Kasselmann, Ulrich Meyer zu Bexten und Olaf Petersen und Multiplikatoren wie Hans Heinrich lsenbart und den WDR.

Die herausragenden Reiterinnen und Reiter sind natürlich wegen der deutlich höheren Außenwirkung immer die am schnellsten ins Auge fallenden Kandidaten für diesen Preis. Wir, das Auswahlgremium, der Vorstand des Westfälischen Reitervereins und der Präsident der FN, haben auch in diesem Jahr wieder eine große Zahl von hocherfolgreichen, mit Championats- und Olympiagold dekorierte Reiterinnen und Reiter ins Auge gefasst.

Was uns aber bei der Auswahldiskussion um den Preisträger 2022 sehr schnell bewusst geworden ist, war, dass gerade in den letzten Corona­-Jahren eines immer klarer und wichtiger geworden ist: Die Bedeutung von verlässlichen Strukturen, große Erfahrung der Organisation des Sportes und Durchhaltevermögen und Engagement, um auch in schwierigen und widrigen Situationen das Umfeld für den Sport zu gewährleisten. Deshalb ehren wir heute einen Mann, der diese Herkulesaufgabe mehr als 40 Jahre höchst erfolgreich praktiziert.

Als Verantwortlicher und Präsident eines baden-württembergischen Reitervereins hat er über viele Jahre eine Veranstaltung auf höchstem sportlichem Niveau geschaffen und es ist ihm immer gelungen, finanzielle Mittel in gewaltiger Höhe bei Stadt und Land zu akquirieren, um damit immer wieder verbesserte, am Ende jetzt ideale Möglichkeiten zu schaffen.

Buchstäblich von Kindesbeinen an hat er 1964 als Führer eines Schleifenponys die ersten Kontakte zur Reiterei und zum Turniersport geknüpft, bis er dann 1982 als Präsident des Veranstaltervereins das Regiment übernommen hat. Seitdem wurden fünf Deutsche Meisterschaften in Dressur- und Springreiten, zwei Europameisterschaften im Springen, zwei Nationen-Preisturniere, Parawettbewerbe und eine Weltmeisterschaft im Voltigieren mit immer perfekten Bedingungen und fantastischer Resonanz organisiert. Diese Veranstaltungen zeichneten sich immer durch ein außergewöhnliches Ambiente und beste Stimmung aus und sie waren stets auf höchstem sportlichem Niveau. Dadurch und darüber hinaus, bedingt durch die große Organisationserfahrung und die großen Kenntnisse von Zusammenhängen der sportlichen Möglichkeiten und Notwendigkeiten, ist unser Preisträger immer tiefer und weiter in die Verbandstätigkeit eingebunden worden. Er ist Mitglied im Springausschuss des DOKR, seit 2004 dessen Vorsitzender. Er hat Sitz und Stimme im Präsidium und Vorstand von FN und DOKR - Ämter, die großes Engagement und Fachwissen erfordern und bei unserem Preisträger in großem Maße vorhanden sind.

Diese Fähigkeiten sind umso wichtiger, um immer wieder sicherzustellen, dass das private, ehrenamtliche Engagement ein entscheidendes Gegengewicht zu einer funktionierenden Verbandsgeschäftsführung darstellt.

Diese außergewöhnliche Konstellation - einerseits Inspirator und Macher des Mannheimer Maimarkt-Turniers, seit über 50 Jahren die Eröffnung der Grünen Saison, andererseits der hochengagierte Vertreter von Sport und Fairness in Verbänden und Gremien, hat uns bewogen, diesen Mann mit dem Friedensreiterpreis 2022 auszuzeichnen, als Anerkennung und Dank und auch als Aufforderung, weiterzumachen. Der Preisträger 2022 ist - Peter Hofmann.“

 

 

 

 


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