Sie befinden sich hier: Home Porträts Tot ziens, Kempi...

Wer ist Online

Wir haben 1186 Gäste online

Suche

Anzeige

Anzeigenschaltung

Google Translate

German Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Czech Danish Dutch English French Galician Greek Hungarian Italian Japanese Norwegian Polish Portuguese Romanian Russian Spanish Swedish Turkish Ukrainian

Zugriffe seit 16.09.2009

Anmeldung



Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Fotoanfragen über KHFrieler@aol.com

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner
Anzeige



Tot ziens, Kempi... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Niels Knippertz/ DL   
Mittwoch, 28. September 2022 um 14:08

Frank Kemperman

(Foto: Kalle Frieler)

Aachen. Nach 29 Jahren sagt Aachens bekanntester Niederländer „Tschüss!“. An diesem Freitag, 30. September 2022, ist für Frank Kemperman der letzte Arbeitstag als Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins und als Turnierleiter des CHIO Aachen.


Als Pferdepfleger hat Frank Kemperman mal angefangen, sich unter anderem in den Aachener Stallungen um die edlen Vierbeiner gekümmert. Schon als Kind zog es ihn zu den Pferden – durchaus gegen den elterlichen Willen, sein Vater sah ihn eher auf dem Fußballplatz. Doch Klein-Frank setzte sich durch und ging seinen Weg. Später hat er in Pressestellen von Reitsportveranstaltungen gearbeitet, war Manager eines Fußballvereins, hat Olympische Spiele in verantwortlicher Position mitorganisiert und sein Geschäft auf diese Weise, das kann man wirklich so sagen, von der Pike auf gelernt. Sein Fachwissen ist riesig. Nicht nur, was den Sport angeht. Auch in technischen Fragen kennt er sich blendend aus, Glasfaser und Doppeloxer – Kemperman weiß über beides Bescheid. Er, der aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Nimwegen stammt, ist zudem international hervorragend vernetzt. Aber seine vielleicht wichtigste Eigenschaft ist eine andere: Er nimmt das Leben nicht zu ernst, vor allem sich selber nicht. Was denn nun der neue Vorstand am dringlichsten lernen müsse, wurde Frank Kemperman dieser Tage gefragt. Die Antwort war typisch „Kempi“: „Es sind halt Deutsche – sie können lange nicht so gut Fahrrad fahren wie ich.“ Mit Humor durchs Leben zu gehen, so das Kempermansche Credo, ist immer hilfreich.

„Tot ziens en welkom!“, Tschüss und Willkommen, ruft ALRV-Präsidentin Stefanie Peters dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden in seiner Landessprache zu. Denn aus dem Vorstandsvorsitzenden Frank Kemperman wird nun der Aufsichtsrat Frank Kemperman. „So ganz lassen wir ihn nicht gehen, wir wollen seine Erfahrung und Expertise nicht missen“, erläutert Peters. Kemperman wird als Vizepräsident ihr Stellvertreter in dem Gremium werden. Insbesondere das aktuelle Projekt der Flächenerweiterung inklusive des so dringend benötigten Hallen-Neubaus trage seine Handschrift. „Unser Ziel ist es, dieses Projekt gemeinsam umzusetzen“, so Peters.

Mit großen Baumaßnahmen kennt Kemperman sich aus. Im Vorfeld der Weltreitertage in Aachen 2006 wurde die Turnieranlage in der Soers modernisiert. Und, na klar, es sind auch diese Weltmeisterschaften Aachen 2006, die er bei der Frage nach seinem persönlichen Highlight in fast drei Jahrzehnten nennt. Diese Begeisterung, diese Atmosphäre, diese völlig euphorisierten Menschenmassen, die aus einer WM ein schier unglaubliches Fest gemacht hätten, das sei einmalig gewesen. In diesen Tagen im Sommer 2006, so Frank Kemperman, habe das Aachener Team der Geschichte des Pferdesports ein außergewöhnliches Kapitel hinzufügen dürfen.

Viele Kapitel waren es, die Frank Kemperman mitgeschrieben hat in den letzten Jahrzehnten. Der Ausbau des Turniergeländes, die digitale Transformation, die Entwicklung des Turniers von einem Reitturnier zu einem internationalen Event, all das trägt auch und vor allem Kempermans Handschrift. An den alles entscheidenden Anruf erinnert er sich noch gut. „Irgendwo in den Ardennen“ sei er unterwegs gewesen, als der damalige ALRV-Präsident Kurt Capellmann ihn angerufen habe und ihm den Job beim renommierten Aachen-Laurensberger Rennverein antrug. „Erst habe ich noch gestaunt, dass die Deutschen einen Niederländer als Geschäftsführer wollen“, schmunzelt er, aber dann habe er voller Überzeugung zugesagt und im September 1993 seinen Job begonnen.

Wenn Frank Kemperman von seinem Schreibtisch aus nach rechts schaut, sieht er den letzten Vorbereitungsplatz der Springreiter. Von hier aus reiten die Besten der Welt in die legendäre Aachener Arena ein. Schaut er – während des CHIOs – nach vorne, sieht er die Kaffeebar, die insbesondere von den Sportlern gerne genutzt wird. Ganz nah dran am Sport, mittendrin sein, immer ein Ohr für die Aktiven und insbesondere auch für die Grooms, die Pferdepfleger – das war und ist ihm ein großes Anliegen. Ebenso wie die Förderung der Jugend, ein Engagement, das der CHIO Aachen in den letzten Jahren stetig ausgebaut und vorangetrieben hat. „Als junger Opa finde ich das doppelt gut“, sagt Kemperman.

„Frank hat eine Ära geprägt“, sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, man habe immer vertrauensvoll und inspirierend zusammengearbeitet. „Deswegen freue ich mich besonders darüber, diese Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat Frank Kemperman fortsetzen zu dürfen“, so Mronz. Und fast noch schöner sei doch der neue Hauptjob als „Opa Frank“, so Mronz schmunzelnd.

 

 

 


Anzeige

Um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu verbessern, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie hier weitere Informationen. Weitere Informationen >>> Cookie-Hinweis.

Hinweis >>>