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Trevor Coyle - für eine ganz kurze Zeit in einer Reihe der ganz Großen... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Freitag, 20. Januar 2012 um 13:42

Leipzig. Für eine ganz kurze Zeit gehörte der Irländer Trevor Coyle zu den ganz Großen seiner Zunft, dann zerrte ihn die Besitzerin aus dem Sattel des Ausnahmehengstes Cruising während einer Europameisterschaft - er war für alle Zeit danach draußen...

 

Angeblich hat jeder große Reiter in seinem Leben auch nur ein ganz großes Pferd, entsprechende Namen belegen nicht das Gegenteil, wie zum Beispiel im Springreiten Hans Günter Winkler und Halla, Nelson Pessoa mit Gran Geste, Fritz Thiedemann und Meteor, Alwin Schockemöhle auf Donald Rex, Hugo Simon auf E.T., John Whitaker und Milton,  Paul Schockemöhle und Deister, Hartwig Steenken und Simona, Ludger Beerbaum und Ratina oder Pierre Durand und Jappeloup und, und, und… In diese Reihe gehört zweifelsfrei auch der Nordire Trevor Coyle, er mit dem Schimmel Cruising. Wenn auch nur vier Jahre lang. Auf dem Hengst gewann der sympathische „Grünrock“ von der Insel auch den letztmals ausgeschriebenen  Goldenen Käfer 1996 in Wolfsburg – ein großer Sieger am Ende einer Ära  großer  Turniere in der VW-Stadt, wo nun der Fußball fast totalitär herrscht.

Trevor Coyle, inzwischen 53 und Trainer im belgischen Reitstall „Stephex Stables“, fand für den Schimmel Cruising den berühmten Dreh, um aus dem sensiblen Hengst auch ein Siegpferd zu formen. 1995 mit der Equipe in St. Gallen Bronzemedaillengewinner bei der Europameisterschaft, ein Jahr danach in Aachen, in Dublin, Modena und Calgary Mitglied der erfolgreichen Nationen-Preis-Mannschaften bei den entsprechenden Offiziellen Internationalen Springreiterturnieren (CSIO), 1996 Gewinner des Goldenen Käfers in Wolfsburg, 1997 Sieger in einem Weltcupspringen, 1998 Sieger im Grand Prix des CSIO der Schweiz in Luzern, 1998 Gewinner von zwei Weltcupprüfungen, 1999 im April Sieger im Großen Preis der Bundesrepublik in der Dortmunder Westfalenhalle, wenige Wochen vor der Europameisterschaft in Hickstead als zweiter Ire nach Eddie Macken Gewinner des Großen Preises von Aachen zum Abschluss des 84. CHIO von Deutschland – und dann das unglaublich abrupte, schon pöbelhafte  Ende der „Traumpaarung“ Coyle-Cruising. Als im Zeitspringen als Auftakt der EM im südenglischen Hickstead gleich dreimal die Stangen aus den Auflagen fliegen, bläffte die in Rage geratene Cruising-Besitzerin noch vor dem Ausritt aus dem  Parcours Trevor Coyle entgegen: „Du wirst dieses Pferd nie mehr reiten…“

Sie zog Cruising sofort aus dem laufen Wettbewerb der EM, die Equipe war geschwächt, der Verband sperrte den Schimmel für kommende mögliche Einsätze in einer irischen Equipe – und Trevor Coyle konnte sich einen neuen Job suchen. Zunächst kam er bei Paul Schockemöhle in Mühlen unter, ein Jahr später zog er weiter nach Hessen zu Ernst-Albert Holzapfel, Fabrikant von Reitsportartikeln, Mitglied im Präsidium des deutschen Verbandes, Pferdebesitzer. Coyle wurde fürstlich entlohnt, mit einem monatlichen Gehalt in Höhe von 10.000 DM, er hatte freies Wohnen und keine Kosten für einen PKW, Holzapfel kaufte zusätzlich noch für 350.000 DM einen Transporter. Doch nach einem Jahr verließ der begnadete Reiter auch  wieder Frieda bei Kassel, er wollte zurück in den großen Sport. Er ließ sich danach von allen möglichen Pferdebesitzern engagieren, tauchte immer wieder mit verschiedenen Pferden auch auf Turnieren in Prüfungen vorne auf, wie jetzt in Leipzig  – einen Hengst wie Cruising hatte er nie mehr unter dem Sattel.

 


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