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Nadine Capellmann wurde Mutter und steht vor einem großen Comeback im Dressurviereck PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Dienstag, 29. Januar 2013 um 22:11

 

Mutter Nadine Capellmann - Tochter heißt Celine...

(Foto: U.Ludwig)

 

Würselen. Von September bis Dezember machte Nadine Capellmann Pause, die Dressur-Exweltmeisterin wurde im November 2012 Mutter einer Tochter, nun war sie in Münster mit zwei Erfolgen wieder doppelt zurück im großen Sport…

 

 

Verheiratet war sie, aus der Ehe hat sie kein Kind, nun aber ist sie doch Mutter geworden. Bei Nadine Capellmann (47) lief immer alles anders ab als gewohnt. Auch im Sport. Wenn Isabell Werth (43) in einen Raum kommt, gibt sie Energie ab. Sie ist da, ohne etwas zu sagen. Bei Nadine Capellmann war das immer anders. Sie fiel immer anders auf, blond, mit einem Lächeln, zart und fast zerbrechlich, gut aussehend, zurückhaltend. Sie war da und stand doch oft wie hinter einer Milchglasscheibe. Nun ist sie seit November Mutter einer Tochter namens Celine. Nur ganz enge Vertraute waren eingeweiht. Die Volkswirtin mit Diplom adoptierte in Russland ein jetzt 20 Monate altes Mädchen, „doch groß darüber reden möchte ich nicht. Später mal, ich möchte einfach darüber wenig lesen“, sagt sie. Nadine Capellmann übernahm Verantwortung, Celine Capellmann wiederum hat mit Sicherheit die besten Voraussetzung für ein besseres Leben als dort, wo sie wohl herkommt und herstammt.

 

Im Sport durchlebte sie alles, die Höhen, die Tiefen, die Glücksgefühle und Enttäuschungen. Doch Unglücklichsein zeigte sie kaum. Sie offenbarte sich kaum nach außen. Sie war dabei und gehörte doch nie so ganz dazu in diesem Kreis, wo alles wichtig ist, um ganz nach oben zu kommen, neben dem Können und Geld vor allem auch Beziehungen. Nadine Capellmann hatte vor allem immer gute Trainer. Alles begann mit ihrem Vater Kurt Capelmann, knallharter Geschäftsmann, erfolgsorientiert auch im Sport. Der spätere Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), der 1995 starb, ritt Springen und später Dressur. Die beiden Töchter Gina und Nadine hatten keine großen Auswahlmöglichkeiten im Sport außer zu reiten. Gina Capellmann (52) wurde 1986 in Toronto Team-Weltmeisterin, da ritt Schwester Nadine noch auf Ponys. Gina Capellmann begann nach der Heirat ein neues Leben in Paderborn und fördert nun ihre talentierte Tochter Fabienne, Nadine blieb auf dem geerbten Gut Heidchen in Würselen unweit von Aachen. Auf dem über 100 Jahre alten Hof stehen ihre Pferde.

 

An Erfolgen hat Nadine Capellmann ihre Schwester Gina längst überholt. 1998 wurde sie in Rom Team-Weltmeisterin, deutsche Meisterin 1999 und Mannschafts-Erste bei der Europameisterschaft im gleichen Jahr, 2.000 kam in Sydney Olympia-Gold mit der Equipe auf Farbenfroh dazu, ein Jahr danach zweiter nationaler Titel, Team-Gold und Einzel-Bronze bei der Europameisterschaft auf Farbenfroh, 2002 dritte deutsche Meisterschaft und Doppelgold bei den Weltreiterspielen in Jerez de la Frontera auf dem ungemein gelenkigen Wallach Farbenfroh, 2006 folgte auf Elvis in Aachen im heimischen Stadion wieder Gold mit der Equipe bei den 5. Weltreiterspielen in der Geschichte, 2008 wurde Nadine Capellmann mit Elvis Dritte der deutschen Meisterschaft und in Hongkong Mannschafts-Olympiasiegerin.

 

Farbenfroh musste im Dezember 2004 eingeschläfert werden. Der westfälische Wallach war wegen einer Sehnenverletzung operiert worden. In der Aufwachphase sprang er plötzlich hoch und zog sich einen Bruch des Oberschenkels zu, er war nicht mehr zu retten. Ohne Pferd, ohne Leistungsnachweis – sie wurde in den B-Kader zurückgestuft, „diese Situation war mir nicht fremd, über zehn Jahre ritt ich ja auch nur mit, ohne irgendwann für eine Equipe und ein Championat nominiert zu werden.“

 

Nach Farbenfroh kam Elvis. Ein wahrlich nicht leicht zu nehmender Partner. Den Wallach hatte sie von Martin Schaudt, dem bisher einzigen Dressur-Olympiasieger aus Schwaben. Mit ihm verband sie mehr als die Reiterei. Er wurde auch zwischendurch mal ihr Coach. Aber über verschieden gelagerte Auffassungen des Trainings und von Reitweisen verkrachten sie sich und gingen auseinander. Von Schaudts Ehefrau  Jasmin erwarb sie 2010 die Stute Girasol, mit der sie am letzten Wochenende in Münster Grand Prix und Grand Prix Special gewann. „Ich glaube“, sagt sie, „jetzt sind wir auf dem richtigen Wege, alles hat sich gefestigt, Fehler wiederholen sich in Prüfungen längst mehr so oft wie früher.“ Ihre nächsten Turniere mit Girasol, der Halbschwester des weltbekannten Rapphengstes Totilas, sind Dortmund und s`Hertogenbosch.

 

Viele Jahre wurde sie von Klaus Balkenhol (73) trainiert. Sein Wort war wie ein Evangelium, „weil er auch alles gut erklären und vorreiten konnte.“ Nun trainiert sie alleine, „aber immer wieder schauen die Bundestrainer bei mir vorbei und unterstützen mich.“ Nadine Capellmann, die als Beruf „Profi-Reiterin“ angibt, seit vielen Jahren kein Fleisch isst, hält sich für ehrgeizig und diszipliniert („ich wollte immer nach oben“), nennt den früher großen Dressurreiter  Josef Neckermann „mein Vorbild, weil er Beruf, Familie und Sport großartig verbinden konnte“. Sie hat mit Girasol wieder beste Chancen, für ein anstehendes Championat nominiert zu werden…

 

 

 

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