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Olympiasiegerin Charlotte Dujardin: "Junge Pferde und Reiten bestimmen weiter mein Leben..." PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Koch   
Montag, 11. März 2013 um 13:39

 

London. Charlotte Dujardin muss kaum noch vorgestellt werden, vor allem nicht nach dem doppelten Goldgewinn bei den Olympischen Sommerspielen im letzten Jahr in London. Doch wer ist diese Dressurreiterin wirklich, die voller Inbrunst hofft, den Wallach Valegro weiter reiten zu können…

 

Spätestens seit den Olympischen Reiterspielen im königlichen Park vor weniger als einem Jahr ist Charlotte Dujardin auch über die Grenzen des Vereinigten Königreiches hinweg bekannt. In London beeindruckte sie die gesamte Reiterwelt und das Publikum, als sie zu Dressur-Gold mit der Mannschaft und im Einzel ritt. Besonders spektakulär waren Art und Weise ihrer Vorstellungen im Viereck im Sattel des holländischen Wallachs Valegro, vor allem in der Kür, die so harmonisch und dennoch mit Höchstschwierigkeiten gespickt war. Als unvergesslich rühmten manche den Ritt, andere hatten Tränen in den Augen.

Doch wer ist Charlotte Dujardin? Die junge Reiterin wurde 1985 geboren und begeisterte sich von klein auf für Pferde, ritt Ponys und später sogenannte Großpferde. Jedoch hatte sie niemals damit gerechnet, einmal zu den Olympischen Spielen zu kommen…

Alles begann mit einer Unterrichtseinheit beim damals schon olympiaerprobten  Carl Hester. Danach bot er Charlotte an, im Stall für zehn Tage auszuhelfen… Sie ging nie wieder weg und wurde von Hester von da an gefördert und auf für sie passende Pferde gesetzt.

Dass eines Tages Valegro ihren Weg kreuzen würde und die beiden innerhalb kürzester Zeit so erfolgreich werden würden, war dennoch nicht abzusehen. Aber es ist dies der vielleicht schönste Teil des britischen Dressurwunders der letzten zwei Jahre.

Damit dieses Wunder jedoch eine Fortsetzung erfährt, ist es nötig, dass Charlotte und Valegro trotz der vielen Kaufangebote weiterhin zusammenbleiben können. Noch ist die Zukunft der beiden unklar, wie sie im Interview berichtete…

 

Wir alle wissen, dass Valegro zum Verkauf steht. Doch wir hören auch immer von Plänen, dass man Valegro für Sie halten möchte. Wie sieht die aktuelle Situation aus? Wie schwierig ist es für Sie, damit umzugehen?

Charlotte Dujardin: „Ich weiß wirklich nicht, wie es aussieht. Das Ganze liegt in den Händen der Besitzer. Ich würde ihn natürlich unendlich gerne behalten, da er einfach ein Pferd ist, das man nur einmal im Leben hat. Es ist hart, sich an den Gedanken zu gewöhnen, ihn nicht mehr reiten zu können, aber ich verstehe auch die Situation, in der die Eigentümer sind.“

 

Was ist an Valegro so speziell? Was macht ihn zu dem vollkommenen Pferd, das er ist?

Charlotte Dujardin: „Es gibt so viele Eigenschaften, die ihn besonders und zu solch einem speziellen Dressurpferd machen. Vor allem sind dies sein Kopf und Geist, die Eigenschaft, jedem gefallen zu wollen und sein Wille, immer das Beste geben zu wollen. Der Wallach scheint, wenn er in der Arena kommt, zu wissen, dass die Menschen ihn lieben und gerne beobachten. Deshalb zeigt er sich dann auch besonders gut!“

 

Sieben Monate ist es jetzt her, seit Sie Ihre Goldmedaillen erhielten. Wie lange dauerte es, bis Sie wirklich begriffen, dass Sie Olympiasiegerin sind?

Charlotte Dujardin: „Um ehrlich zu sein, es dauerte gar nicht so lange, da wir gleich und ständig mit der Presse zu tun hatten. Und dann gab es ja auch noch die schöne Party auf einem Boot auf der Themse in der Nacht nach dem Gewinn der Team-Goldmedaille. Alle unsere engen Freunde haben dort mit uns gefeiert!“

 

Könnten Sie vielleicht unseren Lesern erzählen, wie Sie die Tage in London erlebten? Haben Sie jemals daran gedacht, gleich zwei Goldmedaillen zu gewinnen?

Charlotte Dujardin: „Während der Tage in London waren wir ziemlich beschäftigt, wir mussten die Pferde wie auf allen Turnieren üblich zwischen den Prüfungen arbeiten. Die Dressur erstreckte sich bekanntlich über zwei volle Wochen, so hatten wir zwischendurch auch Zeit, andere Sportarten anzusehen. Das war für uns eine tolle Sache. Ich hatte davon geträumt, eine Medaille zu gewinnen, und tief in mir drin habe ich gewusst, dass wir mit der Mannschaft eine gute Chance haben, aber dass ich auch noch Einzelgold gewinnen würde – das war einfach unglaublich!“

 

Das Mannschaft-Gold war ein historischer Triumph - was änderte es für die britische Dressur?

Charlotte Dujardin: „Die Dressur ist seitdem viel mehr im Fokus der Öffentlichkeit. Mehr Menschen wissen nun, was Dressur eigentlich bedeutet. Das hilft uns letzten Endes ebenfalls zusätzlich weiter.“

 

Was änderten die zwei Goldmedaillen in Ihrem Leben?

Charlotte Dujardin: „Mir persönlich öffneten sich ganz neue Möglichkeiten, so habe ich Mitglieder der königlichen Familie persönlich kennengelernt, ich wurde mit dem Orden des Britischen Empires ausgezeichnet, was wirklich eine große Ehre ist. Aber trotzdem werden das tägliche Training und die Ausbildung von jungen Pferden mei Leben auch in Zukunft bestimmen.“

 

Nach den Olympischen Spielen waren sich viele Experten einig, dass diese Spiele die besten aller Zeiten waren. Wie war es für Sie, diese Spiele in Ihrem eigenen Land zu erleben?

Charlotte Dujardin: „Es waren erstaunliche Olympische Spiele, und letztendlich bin ich überzeugt, dass ich nichts mehr annähernd Vergleichbares erleben werde  als einen solchen ein Event im eigenen Land. Das Jubeln der Mengen war geradezu unglaublich, 22.000 Menschen, die schreien und jubeln, das ist etwas, was man sich bei einem Dressur-Turnier eigentlich niemals vorstellen konnte.“

 

Wie jedoch hat es Charlotte zu diesen erstaunlichen Erfolgen geschafft? Was ist für sie am wichtigsten?

Charlotte Dujardin: „Harte Arbeit und das Verlangen danach, Erfolg zu haben, sind am Wichtigsten! Aber natürlich muss ich vor allem auch Carl Hester danken, denn ohne ihn hätte ich zunächst nie diese Möglichkeiten im Training gehabt und zum anderen hätte ich niemals ein Pferd wie Valegro unter den Sattel bekommen! Dafür werde ich für immer und ewig dankbar sein!“

 

Und wie hatte für Charlotte alles begonnen?

Charlotte Dujardin: „Ich habe angefangen zu reiten, als ich sehr jung war. Damals habe ich zusammen mit meiner Mutter Ponys vorgestellt. Ich wuchs damit auf und war auch ziemlich erfolgreich. Aber dennoch wusste ich irgendwann, dass es Zeit wäre, etwas anderes zu machen. Also bin ich auf dem Dressurpferd eines Freundes geritten. Ich habe einen Dressurtrainer getroffen und von da an ging es in dieser Richtung weiter! Carl Hester hat mich dann entdeckt, als ich bei einem Turnier für junge Pferde teilnahm.“

 

Wie die Geschichte weiterging ist bekannt… Doch was wissen wir über die private Charlotte? Wie verbringt sie beispielsweise ihren Tag, wenn sie mal nicht auf dem Pferderücken sitzt?

Charlotte Dujardin: „Ehrlich gesagt, habe ich nicht viel Zeit für weitere Hobbys, wie das bei den meisten Reitern der Fall ist. Aber wir haben unser Hobby ja auch zum Beruf gemacht. Ich genieße es, ab und zu shoppen zu gehen. Und ich versuche, ein paar Mal in der Woche ein Fitnessstudio zu besuchen…“

 

Und was ist an Pferden so faszinierend für Sie?

Charlotte Dujardin: „Ihre Kraft, ihre Eleganz und wie sie sich von uns führen lassen…“

 

Ihr Lebensmotto?

Charlotte Dujardin: „Genieße einfach jeden Moment, den Du genießen kannst – man weiß nie, wann der nächste kommt…“

 

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