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Dorothee Schneider - mit einem Charmeur in die Stadt der Liebe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver Wehner/ "Die Rheinpfalz"/ DL   
Mittwoch, 11. April 2018 um 15:02

Framersheim/Paris. Dorothee Schneider war bereits zweimal bei Olympia, war bei der Europameisterschaft – doch beim Dressur-Weltcupfinale an diesem Wochenende in Paris ist sie erstmals am Start.

 

Sie hat bereits zwei olympische Medaillen, eine leuchtet gar golden, ist amtierende Europameisterin mit der deutschen Dressurequipe. Und doch betritt Dorothee Schneider aus dem rheinhessischen Framersheim in diesem Jahr Neuland: Schon ihr Start beim Weltcup-Finale am Wochenende in Paris ist eine Premiere – und dann locken da ja noch im September die Weltreiterspiele in den USA. Es wäre Schneiders erste WM-Teilnahme.

 

Aber erstmal geht’s vom schmucken Weindorf Framersheim nahe Alzey aus in die Stadt der Liebe – und gerade da sollte der vierbeinige Charmeur, den Dorothee Schneider in der AccorHotels Arena in Paris-Bercy vorstellen wird, doch wirklich gut ankommen. „Sammy weiß, dass er schön ist“, sagt die 49-Jährige über ihren selbstbewussten Rappwallach schmunzelnd, „er darf dann auch mal hier und da ein Böckchen machen“. In den Prüfungen – Freitag Grand Prix, Samstag die entscheidende Kür – natürlich besser nicht, aber der zwölfjährige Sammy Davis jr. hat ja inzwischen jede Menge Erfahrung auf höchstem Turnier- und Championatsniveau sammeln können. Auf den Weltcup-Qualifikationsstationen gewann er in Salzburg, wurde Zweiter in Stuttgart und Neumünster, Vierter in Lyon. Und mit dem Sohn des San Remo holte Dorothee Schneider ja vergangenes Jahr in Göteborg Teamgold bei den Europameisterschaften. „Sammy ist gut drauf“, versichert Schneider vor der inoffiziellen Hallen-WM, „wenn ich möglich fehlerfrei bleibe und es  ein Platz unter den ersten Fünf wird, dann gibt’s eine Party.“

 

In ihrem Sammy hat sie fraglos den passenden Partylöwen. „Seit Göteborg hat er sich erheblich stabilisiert und ist noch kräftiger geworden“, findet Dorothee Schneider. Gearbeitet hat das Paar im Winter an den Galopppirouetten, in der Piaffe-Passage-Tour mitsamt geschmeidiger Übergänge ist der charmante Rappe sowieso immer für Höchstnoten gut.

 

Ein solches Pferd im Beritt zu haben und international vorstellen zu dürfen, ist an sich schon ein Traum. Aber mit Blick auf die WM in Tryon hat Schneider sogar zwei Optionen: Showtime, ihr Olympia-Pferd von Rio de Janeiro, meldete sich Ende letzten Jahres nach längerer Verletzungspause mit zwei blitzsauberen Runden in München siegreich zurück. Den Sichtungsweg Richtung Weltreiterspiele wird Schneider mit beiden Ausnahmepferden bestreiten. „Showtime ist mit mir zusammen groß geworden“, sagt die ehrgeizige Ausbilderin, „er kann mit Zehnern aus der Prüfung gehen“. Und seine ursprüngliche Schüchternheit hat „Showi“ längst überwunden, macht jetzt seinem Namen alle Ehre: „Er hat gemerkt, dass er auch ein Prinz im Viereck sein kann.“

 

Vertieft hat Dorothee Schneider ihre Zusammenarbeit mit dem Haßlocher Gestüt Fohlenhof: Die Stute Rock’n Rose und den jungen Wallach Faustus will sie auf dem Mannheimer Maimarkt vorstellen, wo beide Fohlenhof-Cracks dann quasi ein Heimspiel hätten. Kaum eine Dressurreiterin aus dem deutschen Championatskader verfügt über so viele Grand-Prix-Pferde, als Ausbilderin vierbeiniger Talente ist Dorothee Schneider mit ihrem nie versiegenden Fleiß so gefragt wie nie. Und für die Harmonie zwischen ihr und ihren Sportpartnern ist sie zum zweiten Mal mit dem Titel „Champion of Honour“ ausgezeichnet worden. Eine Jury schaut dafür auf den Turnieren genau hin, wie die Pferde abgeritten und vorgestellt werden. „Aber ich möchte es auch zu Hause so machen“, betont  Schneider, die jedem Pferd Rückmeldung gibt, viel lobt: „Das sieht man von mir, hoffe ich, auch in den Prüfungen.“

 

Empathie für die  vierbeinigen Sportpartner – Dorothee Schneider hat es sich trotz oder gerade wegen aller großer Erfolge bewahrt. Und so schießen ihr auch Tränen in die Augen, als sie über den Verlust ihres „Lehrmeisters“ Van Deyk redet. Der Trakehner Hengst ging Anfang des Jahres im biblischen Pferdealter von 34 Jahren ein. Auf Gestüt St. Stephan in Framersheim hieß er „der Chef“, genoss ein Rentner-Wellnessprogramm, sah bis ins hohe Alter gut aus. Trotzdem, seine Zeit war gekommen. „Er hat uns gesagt: Mir reicht es jetzt“, sagt Schneider und wischt sich die Tränen aus den Augen: „Das möchte ich mir erhalten, dass man eine so enge Bindung zu den Pferden hat.“ Auch wenn es  irgendwann sehr weh tut.

 

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