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Jessica von Bredow-Werndl oder die permanente Freude am Reiten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Koch/ DL   
Dienstag, 03. Juli 2018 um 18:13

Aubenhausen. Zwei Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Moritz 2017 saß sie wieder im Sattel: Jessica von Bredow-Werndl. Nach dem Hengst Unee BB hat sie zwei weitere Spitzenpferde für den großen Sport im Stall – und Hoffnung auf eine Nominierung für die Weltreiterspiele im September in Tryon/ USA.

 

Manche Reiterin oder mancher Reiter feiert große Erfolge. Doch bei einigen bleibt der Verdacht unwidersprochen, dass ihnen der Reitberuf keinen Platz mehr lässt an der Freude am Reiten, am Pferd. Ganz anders bei Jessica von Bredow-Werndl aus dem bayerischen Aubenhausen. Seit die 32 Jahre alte Reiterin schon im Pony-, dann Junioren- und Junge-Reiter-Bereich erfolgreich unterwegs war, sich dann ins Senioren-Lager hocharbeitete, bei den Europameisterschaften an den Start ging und mehrmals Podiumsplätze vom Weltcup-Finale mit nach Hause brachte, blieben der Spaß und die Freude an diesem Sport immer treue Begleiter. Jessica von Bredow-Werndl lebt ihren Sport und genießt jede Minute mit den Pferden – auch seit sie im vergangenen Jahr Mutter geworden ist.

Dank Mutterglück zu neuem Erfolg

Es scheint fast so, als hätte das Mutterglück Jessica noch einmal mehr Richtung Erfolg gepusht. Sie selbst möchte das auch nicht verneinen, denn sie erlebt als Mutter ein ganz neues Gefühl in sich, dass sie schon so manches Mal extra motiviert hat. „Mein Sohn war bis jetzt auf jedem meiner Turniere dabei - und er hat immer Glück gebracht“, sagt sie und lacht. Moritz ist so etwas wie ihr neuer, persönlicher Glücksbringer. Auch beim Weltcup-Finale in Paris war er vor Ort, als Jessica von Bredow-Werndl noch einmal mit ihrem bewährten Unee, dem mittlerweile 17 Jahre alten Hengst, antrat. Und noch einmal gab es – nach 2015 und 2016 – erneut Bronze. „Das hat mich total überwältigt“, erinnert sie sich. „Wenn man schon einmal auf dem Podest war, hat man das natürlich im Hinterkopf, es wieder zu schaffen. Allerdings habe ich mir bei der Konkurrenz nicht zu große Hoffnungen gemacht. Aber wir hatten einfach eine super Kür, waren beide zu 100 Prozent fokussiert und haben es zusammen nochmals geschafft.“

Sie wird dabei fast ein wenig sentimental, denn jedem ist klar: Unee wird in absehbarer Zeit aus dem Sport verabschiedet werden. Jenes Pferd, dem sie so viel in ihrer Karriere verdankt. „Deshalb war das auch ein sehr emotionales Erlebnis mit Unee. Das erste Mal beim Weltcup-Finale war auch etwas ganz Besonderes, aber jetzt war es einfach nochmals so emotional. Unee hat es so weit gebracht, und ich bin ihm so dankbar. Und dass wir beide bei dieser Konkurrenz wieder zeigen konnten, was wir können, hat richtig Spaß gemacht“, so die sympathische Bayerin. Und da ist er wieder, der Spaß. Denn den wird Unee auch nach seiner Verabschiedung weiterhin haben. Auf der Galoppbahn in Aubenhausen, beim Ausreiten. Ebenso wie seine beiden weiblichen Stallkolleginnen, die nun in seine Fußstapfen galoppieren: Dalera BB und Zaire.

Zwei Stuten für Tryon

Mit diesen beiden Ladies, Dalera BB, eine elfjährige Trakehner-Stute, und Zaire, eine 14 Jahre alte KWPN-Dame, hat Jessica von Bredow-Werndl ein echtes Luxusproblem, so scheint es. Denn beide Pferde kommen auch nach den Deutschen Meisterschaften nach wie vor für die Weltreiterspiele in Tryon/USA in Frage. Um es noch klarer auszudrücken: Sie haben Bundestrainerin Monica Theodorescu vollkommen überzeugt! Aktuell hat Dalera BB aufgrund der Bronzemedaille in der Kür bei der letzten Deutschen Meisterschaft leichte Vorteile gegenüber der älteren Stallgenossin, aber beide Pferde stehen ganz oben auf der Longlist für die WM. „Die beiden Mädels sind sehr ehrgeizig und sensibel. Zaire war früher eher schüchtern und ängstlich, was sich in letzter Zeit ziemlich geändert hat. Ich bin sehr stolz auf Zaire, dass sie über den Winter deutlich souveräner geworden ist. Vielleicht hat sie sich viel mit Dalera unterhalten, die beiden stehen im Stall nebeneinander... Dalera hat es von Anfang an genossen, sich zu präsentieren und im Mittelpunkt zu stehen. Sie wiederum ist ein Pferd mit allen Möglichkeiten, einfach unglaublich toll! Allerdings ist 2018 ihre erste richtige Grand Prix Saison, die Erfahrung fehlt ihr eben noch. Da darf ich uns keinen Druck machen, sondern möchte einfach schauen, ob sie sich in diesem Feld so schnell sicher genug fühlt. Am Turnier sind beide ein tolles Gespann, wach und aufmerksam, aber gleichzeitig unglaublich lieb und verschmust. Ich bin sehr glücklich, so tolle Pferde zu haben“, erklärt Jessica von Bredow-Werndl sichtlich begeistert.

Neben den beiden „Damen“ trabt auch Ferdinand BB, ein neun Jahre alter Hannoveraner-Wallach, jüngst Doppelsieger der Serie „Stars von Morgen“, immer mehr in den Vordergrund. „Ihn habe ich dank meiner wundervollen Schweizer Pferdebesitzerin Beatrice Bürchler-Keller seit seinem dritten Lebensjahr. Ich kann ihr für das Vertrauen gar nicht genug danken“, sagt von Bredow-Werndl.

Unees Abschiedstournee

Aber auch auf einige Auftritte von Unee darf sich das dressurbegeisterte Publikum voraussichtlich noch freuen. Nachdem das Paar jüngst bei der Flutlicht-Kür beim Pfingstturnier in Wiesbaden begeisterte, geht es jetzt spontan weiter: „Mal sehen, worauf wir Lust haben! Unee ist nach wie vor sehr motiviert, ich werde ihm also noch einige Auftritte gönnen. Er hat einfach Spaß daran, sich zu zeigen.“

Im vergangenen Jahr veränderte sich Jessicas Leben aufgrund der Geburt des Sohnes Moritz. Allerdings seien die Auswirkungen gar nicht so stark spürbar, wie sie verrät. „Natürlich hat sich der Tagesablauf dadurch stark verändert“, erklärt sie. „Dass ich trotzdem so viel Zeit zum Reiten habe, verdanke ich vor allem der tollen Unterstützung meiner Eltern und meines Mannes und Karin, die mir mit Moritz und im Haushalt hilft und eine echte Bereicherung ist. Natürlich ist es, wie für die meisten Mütter, manchmal eine Herausforderung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Aber sowohl die Pferde als auch die Zeit mit meiner Familie beflügeln mich - da steckt man die ein oder andere kurze Nacht dann auch gut weg.“

Hauptsache positiv bleiben, empfiehlt die Reiterin, und auch ihr Ausgleichsport durch Fitnesstraining und die mentale Stärke durch Yoga haben ihr sehr geholfen. „Selbst während der Schwangerschaft bin ich lange weiter geritten und habe mit Yoga und anderen Sportarten so gut es ging weiter gemacht. Die tatsächliche Pause war relativ kurz, ich glaube, zwei Wochen nach der Geburt saß ich wieder im Sattel. Es war, als wäre ich nie abgestiegen. Natürlich hatte ich noch keine ganz „stabile Mitte“, aber ich war selbst überrascht, wie schnell es wieder so gut ging“, erinnert sie sich.

Und jetzt ist sie mehr als glücklich, dass jeder ihrer Turnierausflüge zu einem kleinen Familienfest wird. „Natürlich haben mein Bruder und ich zum Teil unterschiedliche Turnierpläne, aber wir versuchen immer, so viel wie möglich, beim anderen dabei zu sein. Und je mehr Familienmitglieder uns begleiten, desto lustiger ist es. Auch meine Pferdebesitzerin kommt oft mit. Wir alle sind wie eine große Familie und sehr glücklich!“

 

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