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Laura Klaphake - erst 24 und schon am Start der Weltreiterspiele PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Koch/ DL   
Mittwoch, 05. September 2018 um 16:23

Mühlen. In wenigen Tagen beginnen in Tryon/ USA die 8. Weltreiterspiele seit 1990. Zum deutschen Springreiter-Team gehört neben Maurice Tebbel, Simone Blum und Marcus Ehning auch Laura Klaphake (24). Die WM ist für die deutsche Equipe auch gleichzeitig Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio – und dazu muss wenigstens der sechste Rang her…

 

Es scheint, als gäbe es nichts, was bei Laura Klaphake momentan schief geht. Im vergangenen Jahr ritt sie – nach dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften der Damen – erstmals mit der deutschen Mannschaft bei den Europameisterschaften in Göteborg. Und die Erfahrung, an der es der damals 23-Jährigen und ihrer Stute Catch me if you can vielleicht noch gemangelt hat, die scheint nun ebenfalls vorhanden zu sein. Denn in diesem Jahr zeigte sich das Paar noch besser und gefestigter und legte in Nationenpreisen Nullrunden in Serie hin. Man darf gespannt sein, wie sich beide bei den Weltreiterspielen schlagen...

„Catchi“ als Schlüssel zum Erfolg

Laura Klaphake liebt ihre Pferde, das bemerkt man bei jeder Äußerung der jungen Dame. Sollte ihre Stute Catch me if you can am Ende des Jahres tatsächlich verkauft werden, was für Besitzer Paul Schockemöhle zumindest eine lukrative Option scheint, wäre das sicher nicht einfach für sie. Aber Laura Klaphake wäre nicht Laura Klaphake, wenn sie nicht immer mit einem Lächeln auf den Lippen nach vorne schauen würde. „Wir arbeiten jetzt auf die WEG hin. Und danach sehen wir weiter. Paul hat mir zugesichert, dass ich Catchi bis Jahresende auf jeden Fall reiten werde. Dann sehen wir weiter.“

Züchterin Isabel Ibing verrät über die Super-Stute: „Catch me if you can war als Fohlen eher unauffällig und trotz der sogar zwölfmonatigen Tragezeit sehr klein. Nach den ersten Springtests war allerdings schnell klar, dass hier ein außergewöhnliches Talent vorlag und vor allem ein großer Willen und viel Freude am Springen! Unter dem Sattel setzte sich dieser Eindruck konsequent fort. Da die Stute aber auch vierjährig noch sehr schlank und klein war und mein großgewachsener Mann sie nicht selbst reiten wollte, entschieden wir uns, sie Ende vierjährig zu verkaufen.“

Mit Laura Klaphake verbindet die Züchterin eine intensive Freundschaft. „Wir versuchen natürlich, jede Runde von Catch me im Fernsehen oder bei ClipMyHorse zu verfolgen. Wir haben einen sehr freundschaftlichen Kontakt zu Laura Klaphake und besuchen beide regelmäßig auf Turnieren und im heimatlichen Stall in Mühlen. Wir sind unheimlich glücklich, dass die Stute nicht nur bei einer der besten, sondern mit Sicherheit auch bei der sympathischsten Reiterin Deutschlands unter dem Sattel ist!“

Laura Klaphake verrät, dass Catch me einfach immer gut drauf sei. „Zuhause ist meine Stute Catchiimmer ganz lieb. Oft hat sie richtig viel Energie, aber das ist ja auch schön zu sehen. Ich liebe es einfach, in ihren Sattel zu steigen.“

Pferde als Lebensinhalt

Laura Klaphake kommt aus einer Pferdefamilie. Schon vor 30 Jahren trafen Lauras Vater Joseph und Paul Schockemöhle zusammen. Seit vielen Jahren lebt die Familie bereits in Mühlen, Lauras Pferde stehen auf Schockemöhles Anlage und sind zum Großteil in seinem Besitz. Die Familie Klaphage selbst wohnt im früheren Haus von Exweltmeister Franke Sloothaak in Mühlen. Mit dem Exweltmeister und Team-Olympiasieger, den Paul Schockemöhle wieder engagiert hat, trainiert Laura auch seit mehr als einem Jahr .

Vater Joseph Klaphake, genannt „Klapi“, ist sozusagen die rechte Hand von Paul Schockemöhle, verantwortlich für das Management der Reitanlage, den Verkauf und die Dressurpferdezucht. Er ritt einst selbst erfolgreich bis Klasse S Dressur und Springen und war als Auktionsreiter bei den Oldenburgern in Vechta mit von der Partie.

Lauras Mutter Gaby Klaphake wuchs ebenfalls mit Pferden auf. Auch ihr Vater war bereits im Springsattel unterwegs. Sie selbst räumte bei Ponyeuropameisterschaften kräftig ab.

Laura Klaphake hat zwei Brüder: Felix, der mit Pferden etwas weniger anfangen konnte und heute in Amsterdam studiert, sowie Enno, 18 Jahre, der ebenfalls an Pony-Europameisterschaften mit goldenem Lohn teilnahm und mittlerweile erfolgreich auf Großpferde umgestiegen ist.

„Ich reite wohl schon länger als ich laufen kann“, beschreib die sympathische junge Sportlerin. „Mein erstes Pony war Uno, an meinen ersten Turnierstart kann ich mich nicht einmal mehr erinnern. Meine Familie hat mir das Reiten praktisch in die Wiege gelegt. Die vielen Championate als Jugendliche brachten mir durchaus viel Erfahrung, was sich heute positiv auswirkt. Meine sechs EM-Medaillen waren ganz besondere Erfolge, ebenso meine drei Siege bei den Deutschen Meisterschaften. Ich war praktisch nahezu jedes Jahr auf der EM unterwegs. Das hat mich als Jugendliche sehr geprägt und mir sicher auch geholfen, als es mit dem großen Sport losging. Man entwickelt eine gewisse Routine.“

Reiten war lange Zeit nicht Lauras einziger Sport: „Lange Zeit spielte ich Handball in der Landesliga. 14 Jahre lang war das neben dem Reiten mein zweiter Sport. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste ich davon Abschied nehmen, da es sich zeitlich einfach nicht mehr hätte vereinbaren lassen.“

Studentin und Reiterin

Neben dem Reiten, das aktuell kurz vor den Weltreiterspielen natürlich die Hauptrolle einnimmt, studiert Laura Klaphake Immobilienmanagement. „Meinen Master in Immobilienmanagement mache ich als Fernstudium an der Uni Bochum. Das bedeutet, dass ich nur einige Male pro Jahr dorthin muss. Allerdings heißt es auch, viel in Eigenregie zu arbeiten. Viele Inhalte werden online angeboten, auch Vorlesungen. Es ist viel Arbeit und erfordert Disziplin. Doch ich sehe es positiv, weil ich so das Studium sehr gut mit dem Reiten verbinden kann.“

Besonders in Erinnerung bleiben ihr von den vergangenen Jahren einige Auslandsreisen, die sie deutlich geprägt haben. „Mein Auslandssemester in Argentinien war wirklich ganz toll und eine herausragende Erfahrung. Allerdings saß ich sechs Monate auf keinem Pferd, was sich erstmal richtig komisch anfühlte. Ich habe das Reiten schon vermisst, aber wusste zum Glück, dass meine Pferde gut versorgt waren und nicht verkauft würden. Meine Mutter ritt sie weiterhin“, beschreibt sie. Außerdem ging es über die „Young Riders Academy“ zu einigen Top-Trainern. „Über die Young Riders Academy bin ich an das Training mit Franke Sloothaak gekommen und konnte zudem einige Zeit mit dem früheren Team-Olympiasieger und Exweltmeister Jos Lansink trainieren. Außerdem hat mir die Academy die Möglichkeit geboten, an zahlreichen internationalen bekannten Turnieren teilzunehmen.“

Viel Zeit für Entspannung bleibt Laura Klaphake aktuell wahrlich nicht. In wenigen Tagen geht es Richtung Tryon. Aber wenn sie wieder zurück ist, dann gibt es vielleicht eine Auszeit. Vielleicht auch nicht, denn man weiß ja nie, was bei Weltreiterspielen so passiert. Aber irgendwann wird sie es wieder schaffen, etwas mit Freunden oder der Familie zu unternehmen. „Ich gehe außerdem gerne joggen und halte mich mit 7-Minuten-Fitness-Apps fit. Und zum Entspannen fahre ich mit meiner Mama zum Shoppen“, sagt sie und lacht.

Ihr großer Traum bleibt trotz Weltmeisterschaft in diesem Jahr der Start bei Olympia…

 

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