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Simone Blum - den WM-Triumph lange nicht realisiert... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexandra Koch/ DL   
Donnerstag, 20. Dezember 2018 um 16:36

 

Zolling. Vor den Weltreiterspielen in Tryon im letzten September war Franke Sloothaak der letzte deutsche Springreiter-Weltmeister 1994 - nun  kam Simone Blum aus dem bayerischen Zolling…

 

Im Vorfeld hatte damit wohl kaum einer gerechnet, doch Simone Blum aus Zolling bei Freising wurde am 23. September 2018 in souveräner Manier Weltmeisterin. Damit ist sie die zweite Frau nach Gail Greenough 1986 und die erste Reiterin, die diesen Titel im Rahmen von Weltreiterspielen (ausgetragen seit 1990) trägt. Wie sie die turbulenten Tage in Tryon und danach erlebte, berichtet die 29 Jahre alte Reiterin im Interview.

Rückblick Tryon – Wurde es Ihnen nicht auch schon fast etwas unheimlich zumute, als eine Nullrunde nach der anderen gelang?

Simone Blum: „Oh ja, eine Null nach der anderen, das war ein wirklich unglaubliches Gefühl. So etwas zu erleben, das kann man nur schwer in Worte fassen. Wirklich realisieren konnte ich es während der Veranstaltung auch überhaupt nicht. Es hat sich surreal angefühlt, und so habe ich natürlich schon nach jeder Nullrunde im Parcours gejubelt und Alice intensiv gedankt. Aber wirklich angekommen ist es nie bei mir. Ich glaube, dass ich erst am Tag nach den Weltreiterspielen wirklich darüber nachgedacht habe, was da passiert ist.“

Also waren Sie immer wieder neu fokussiert und haben gar nicht darüber nachgedacht, dass Sie gerade Geschichte schreiben könnten?

S.B.: „Ich habe immer versucht, mich neu zu fokussieren, konzentriert zu bleiben. Jeder Tag brachte einen neuen Parcours, den ich konzentriert angehen musste. Ich habe das große Ganze ein wenig ausgeblendet und wirklich darauf geachtet, dass ich mich nur auf dasjenige konzentrierte, was am jeweiligen Tag anstand.“

Bei all` dem Weltmeister-Taumel wird in den Medien ja fast manchmal Mannschafts-Bronze vergessen...

S.B.: „Ich habe mich unheimlich über Bronze mit dieser tollen Mannschaft gefreut. Diese Medaille hat mir auch ein wenig den Druck vor dem Einzel genommen. Drei wunderschöne Nullrunden waren uns zu diesem Zeitpunkt ja schon gelungen. Damit so zur Mannschaftsmedaille beigetragen zu haben, war ein Traum. Ich hatte diesen Erfolg einfach genossen und mir gedacht, was jetzt im Einzel noch kommt, ist nur das i-Tüpfelchen.“

Haben Sie denn zu diesem Zeitpunkt schon an eine Einzelmedaille gedacht?

S.B.: „Puh, an eine Einzelmedaille zu glauben, das fällt sicherlich schwer. Für mich war es eine Wahnsinnsleistung, überhaupt ins Finale zu kommen, und mein Ziel war es, dort noch einmal gute Runden zu zeigen. Dass es dann so... wie soll ich sagen... immens toll gelingen würde mit zwei Nullrunden, das lag außerhalb des Vorstellbaren. Ich meine, ich wusste schon, dass Alice das kann. Ich wusste auch, dass ich Null reiten konnte in so einer Situation. Aber dass die Nerven dann tatsächlich hielten und wir genau das zeigen konnten, war natürlich unglaublich toll.“

Wie sind Sie denn mit dem Druck, der auf einem lastet, wenn man als Letzter in den Parcours geht, umgegangen?

S.B.: „Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich mir diesen Druck gar nicht gemacht habe. Beziehungsweise habe ich ihn nicht an mich rankommen lassen. Für mich war die Medaille ein Ziel, und das hatten wir schon mit der Mannschaft geschafft.

Zwischen den zwei Umläufen habe ich mich etwas abseits hingesetzt und wollte einfach für mich sein. Das tut mir immer sehr gut. Ich habe nochmals über den Parcours und die Nullrunde nachgedacht und bin in Gedanken den finalen Umlauf durchgegangen. So verging die Zeit eigentlich sehr gut und schnell.

Aber klar, die Freude war nicht zu beschreiben danach. Überwältigend, so etwas zu erleben. Als ich aus dem Parcours kam, war auch diese Anteilnahme von allen ein unglaubliches Gefühl. Auch die vielen Botschaften per Whatsapp, Facebook und Co., für die ich mich gar nicht genug bedanken kann, waren sehr speziell für mich. Das ganze Team, all` die Reiterkollegen, auch aus anderen Nationen, die mir alle gratuliert haben, so etwas erlebt man eben nur in diesem Rahmen.

Ihre Stute Alice gilt ja nicht nur als hochtalentiert, sondern auch als sehr intelligent. Denken Sie, dass Alice realisiert hat, dass Sie etwas Großartiges vollbracht hat?

S.B.: „Ich denke, dass sie bemerkt hat, dass sie etwas ganz Besonderes geschafft hat und dass an diesem Tag eine besondere Atmosphäre herrschte, anders als auf anderen Turnieren. Sie hat sich dann auch ganz stolz unter mir bewegt. Sie hat nach der WM zehn Mangos verspeist und ist dabei sehr genüsslich vorgegangen und hat Stück für Stück verschlungen. Wir hatten ihr zehn bei einer Medaille versprochen und diese dann auch vor Ort besorgt. Sie hat aber auch noch viele Mangos geschenkt bekommen. Die meisten müssen aber noch reifen, denn Alice mag sie am liebsten richtig vollreif. Diese wird sie nun nach und nach auch verspeisen.“

Wie geht es eigentlich Ihrem Oldie, dem Hannoveraner Flying Boy, mit dem Sie Ihre ersten großen Erfolge, unter anderen in Nürnberg, feierten?

S.B.: „Flying Boy geht es ganz wunderbar. Er ist nach wie vor auf unserem Hof, wird täglich von uns dressurmäßig geritten, weil er so topfit ist. Er hat seine Kumpels, mit denen er jeden Tag auf die Koppel geht. Ihm geht´s wirklich fantastisch, und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.“

Im Oktober gab es noch einen besonderen Termin, Ihre Hochzeit mit Hansi Goskowitz, jetzt Hansi Blum...

S.B.: „Ja, Hansi und ich haben Ende Oktober geheiratet. Jetzt ist er Hansi Blum, ihm gefällt mein Nachname sehr... Die Hochzeit war in unserem gemeinsamen Jahr nochmals ein Highlight. Und natürlich nicht nur im Jahr, sondern im ganzen Leben. Einer der schönsten Momente, die man erleben darf. Von den vielen unglaublich schönen Momenten 2018 zehre ich nun, da ich leider gerade eine Zwangspause über mich ergehen lassen muss. Aber im nächsten Jahr starten wir wieder durch...“

 

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