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Hoher Verbandsorden für Lars Nieberg zum Abschied PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN Offz/ DL   
Montag, 14. Januar 2019 um 16:03

 Der geehrte Lars Nieberg in der Mitte, links auf dem Foto Springausschussvorsitzender Peter Hofmann und dazu Bundestrainer Otto Becker

(Foto: Kalle Frieler)

 

Münster. Er war leise abgetreten, wie er sich auch immer davor im großen Sport bewegte. Nun wurde Lars Nieberg im Rahmen des Hallenturniers in Münster mit einem hohen Verbandsorden ausgezeichnet.

 

Im Rahmen des Hallenreitturniers in Münster wurde Springreiter Lars Nieberg (Wolbeck) mit dem Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer der deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet. Der 55-Jährige ritt 2018 zum 50. mal einen Preis der Ntaionen für Deutschland und beendete Ende letzten Jahres seine internationale Karriere.

Zu den größten Erfolgen des gebürtigen Niedersachsen gehören zwei olympische Team-Goldmedaillen sowie die Mannschaftstitel bei den Weltmeisterschaften 1998 und den Europameisterschaften 1997. Untrennbar mit seiner sportlichen Karriere verbunden sind die beiden Spitzenpferde For Pleasure und Esprit. Mit dem Hannoveraner „Jahrhunderthengst“ For Pleasure gewann Nieberg seine erste Olympia-Medaille – Team-Gold in Atlanta 1996. Ein Jahr zuvor hatten die beiden den Deutschen Meistertitel geholt und Platz zwei im Weltcup-Finale belegt. Mit Esprit knüpfte Nieberg an weitere Erfolge, nachdem For Plesaure in den Beritt von Marcus Ehning übergangen war. Erneut gewann er Team-Gold bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000, zudem belegte er mit Esprit Rang vier in der Einzelkonkurrenz. Für die beiden Olympia-Medaillen wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Lars Nieberg, der nach der Schule eine Bereiterlehre beim ehemaligen Bundestrainer Herbert Meyer absolvierte und vieles von Achaz von Buchwaldt lernte, gelang es immer wieder, Pferde bis zum höchsten sportlichen Niveau auszubilden, wie zuletzt etwa Foster, einen Ur-Enkel von For Pleasure. Mit ihm bestritt Nieberg im Mai im dänischen Uggerhalne seinen 50. Nationenpreis für Deutschland – diese Marke haben außer ihm nur zehn weitere Reiter erreicht. Eine weitere Besonderheit an diesem Erfolg: Mit Nieberg im Team war unter anderem dessen 26-jähriger Sohn Gerrit, der inzwischen selbst erfolgreich im Parcours unterwegs ist. Auch sein jüngerer Sohn Max reiten Springen. Gemeinsam mit Ehefrau und Mutter Gitta leben und arbeiten die Niebergs seit 2013 im Münsterland, wo sie Zucht und Ausbildung der Springpferde auf Gut Berl managen, das dem Mannschafts-Europameister von 1975 und Deutschen Exmeister sowie dem späteren Springausschussvorsitzenden Hendrik Snoek gehört. Zuvor hatte Lars Nieberg das Gestüt Wäldershausen in Homberg-Ohm mehr als 20 Jahre lang erfolgreich geleitet.

Bereits im vergangenen Jahr fasste er den Entschluss, seine spitzensportliche Karriere zu beenden und sich vermehrt auf die Ausbildung junger Pferde und seiner Söhne zu konzentrieren. „Ich habe keine sportlichen Ziele mehr“, sagt er. Höchstens wolle er noch talentierte Pferde in kleineren Prüfungen vorstellen. Nun sind Max und Gerrit an der Reihe, in die Fußstapfen ihres erfolgreichen Vaters zu treten.

In Münster hielt Peter Hofmann, Vorsitzender des Springausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei, die Laudatio auf Lars Nieberg, und Bundestrainer Otto Becker überreichte das Ehrenzeichen. Hofmann beschrieb den Geehrten als einen, der sich alles hart erarbeitet hat, mit unbändigem Fleiß, ohne Rücksicht auf sich selbst „Ich hatte das Privileg, Dich, Deine Arbeit, Deine Ausbildung für Pferd und Reiter aus der Nähe erleben zu dürfen, und ich bin heute noch davon beeindruckt, mit welcher Zielstrebigkeit, an der einen oder anderen Stelle auch mit, man kann schon sagen Sturheit, Du Deine Ziele verfolgt und zwar erfolgreich verfolgt und erreicht hast“, sagte Hofmann. „Du kannst nicht nur auf eine erfolgreiche Karriere, sondern auf einen erfolgreichen Lebensweg zurückschauen. Du hast aus den Dir angebotenen Chancen mit Fleiß, mit Zähigkeit und bisweilen auch Härte, das Beste gemacht. Darauf kannst Du stolz sein. Du bist ein Mann aus unserem Sport und für unseren Sport, wie es nur wenige gibt. Ein echter Horseman also.“ Auch Nieberg selbst ergriff im Anschluss das Wort und dankte in erster Linie seiner Frau Gitta, die den Betrieb zu Hause stets am Laufen hält, nicht nur, wenn ihre Männer auf Turnieren unterwegs sind.    

 

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