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"Knesi" Berndt von dem Knesebeck hat sich für immer verabschiedet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Freitag, 25. Januar 2019 um 12:21

Berndt von dem Knesebeck gestorben

(Foto: Antje Erpenbeck)

Warendorf. Im Alter von 80 Jahren starb in Warendorf der auch international sehr bekannte Turnieransager Berndt von dem Knesebeck, ein Sprachtalent, der in der Vielseitigkeit auf höchstem Level geritten hatte.

 

Die Reihen lichten sich. Wieder verschwand ein bekanntes Gesicht und gleichzeitig damit eine dazu gehörende Stimme aus dem nationalen und internationalen Turniersport. Berndt von dem Knesebeck ist tot. Er starb in Warendorf, er war in den letzten Jahren nicht mehr jener „Knesi“, wie man ihn unter Freunden nannte.

Anlässlich des 20. Bundeschampionats 2013 in Warendorf war seine seit 1994 bekannte Stimme letztmals am Mikrofon zu hören. Offiziell verabschiedet wurde er danach beim Championatsball in Warendorf, den er von Anfang als Mitgestalter und Mitmacher mitgestaltete. Man gab ihm einen Blumenstrauß. Dann griff er letztmals zum Mikro.

„Knesi“ wird den meisten als angenehmer Plauderer mit viel Sachverstand in Erinnerung bleiben. Er verstand etwas vom Pferd und war auch im Sattel selbst gewandt. Der gebürtige Berliner bestritt 1975 in Bielefeld zum Beispiel die Qualifikation für die Teilnahme an der Vielseitigkeits-Europameisterschaft gegen damals so große Medaillengewinner mit Ruf wie Helmut Rethemeier, Karl Schultz, Horst Karsten, Harry Klugmann, Herbert Blöcker und Otto Ammermann. Seine Liebe galt immer der Vielseitigkeit, er hat sich auch stets dazu bekannt.

Von Beruf war er Industriekaufmann. Zwölf Jahre werkelte er in seinem Job,  er verkaufte Zuckerrüben-Saatgut fast in die ganze Welt, nach Marokko, Algerien, Chile, Uruguay, Italien, Belgien, das damalige Jugoslawien oder nach Argentinien. Sprachlich stand er nie vor Barrieren. Er parlierte – neben deutsch - in englisch, französisch, italienisch, spanisch „und über andere Leute“ (O-Ton).

Der Sohn eines früheren Offiziers war verheiratet mit Eva, die er bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Wartendorf kennen lernte.  Entdeckt als Ansager hatte ihn der frühere deutsche Equipe-Chef Helmut Krah. Erstmals ran durfte er beim CHI in Wolfsburg 1975. 1977 saß er probehalber erstmals am Mikro des Internationalen Offiziellen Reitturniers (CHIO) von Deutschland in Aachen. ein Jahr danach war er fester Bestand des Ansager-Teams in der Aachener Soers. Man holte ihn danach zusätzlich nach Wolfsburg, Wiesbaden, Münster, Donaueschingen, Mannheim und Bremen, zur Vielseitigkeit nach Achselschwang und Luhmühlen, zu den Olympischen Spielen 1988 nach Seoul und nach Barcelona vier Jahre danach. Und er sagte an und unterhielt die Besucher beim damals höchstdotierten Internationalen Springturnier im mexikanischen Monterrey. Und bei „eurosport“ war er auch zugange. In Warendorf brauchte man ihn zusätzlich bei der Ansage des sogenannten Heldengedenktages, wo alljährlich so in zeitlicher Nähe zu Weihnachten Orden und Ehrenzeichen beim Championatsball an erfolgreiche Aktive, Pferdebesitzer, Gönner, Funktionäre und andere des jeweiligen Jahres verteilt werden. Er selbst wurde  2003 mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber, dem zweithöchsten Verbandsorden, ausgezeichnet.

In Aachen beim „Dschio“, wie der Aachener sagt, kündigte Berndt von dem Knesebeck seit 1978 nicht weniger als 34 Jahre lang („einmal war ich krank“) Starter in Springen, Dressur und Fahren an. Bis 2005. Zu den Weltreiterspielen 2006 wäre er gerne gekommen und bat auch um eine Einladung. Doch der damalige Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, Konsul Klaus Pavel, ließ ihm ausrichten, er könne sich ja eine Eintrittskarte kaufen…

 

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