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"Zeitzeugen"-Interview mit Evelyn Haim-Swarovski PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 01. Juli 2019 um 12:06

Innsbruck. Am heutigen 1. Juli 2019 ließ sich erstmals in der Sendung von ORF Tirol „Zeitzeugen“ ein Mitglied der Swarovski-Dynastie direkt befragen zum Unternehmen, über Familie und Dressur-Sport: Evelyn Haim-Swarovski, Urenkelin des Firmengründers der Schmucksteinindustrie. Sie unterhielt sich mit dem ebenfalls aus Tirol stammenden weltbekannten Schriftsteller und Fotografen Bernhard Aichinger (47).

Beim 25. Jubiläums-Dressurturnier in Gedenken an Hilde und Manfred Swarovski am letzten Wochenende konnte Evelyn Haim-Swarovski (64) selbst nicht starten, ihr für die große Tour vorgesehenes Pferd hatte sich verletzt. Sie war mit Ehemann Klaus Haim auf der wundervollen Anlage „Am Schindlhof“ hoch über den Dächern von Fritzens bei Innsbruck dennoch wie gewohnt und bekannt eine liebevolle Gastgeberin. Den richtigen großen Auftritt hatte die Dressurreiterin und Teilnehmerin an Europa- und Weltmeisterschaften dafür an diesem Montagnachmittag, beim TV-Sender ORF Tirol. Erstmals stellte sich in einer Plauderstunde ein Familienmitglied der Kristall-Dynastie unbekannten Fragen, und die kamen in der beliebten Sendung „Zeitzeugen“ im „Haus der Musik“ in Innsbruck – siebte Ausstrahlung seit 2012 - von Starautor Bernhard Aichinger. Das Gespräch wie auch Geschichten von vier weiteren Zeitzeugen des Jahres 2019 werden von einem Redakteur der Tiroler Tageszeitung in einem Buch zusammengefasst.  

 

 

Fred Steinacher, Innsbrucker und Tiroler bis ins Mark, in allen Sätteln gerecht

(Foto: privat)

Miterfinder der Sendung „Zeitzeugen“ mit gezieltem Blick auf Tirol und Tiroler Persönlichkeiten war Fred Steinacher (72). Der gelernte Koch wurde später Sportredakteur bei der Tiroler Tageszeitung (TT), dort Sportchef als Nachfolger von Toni Thiel und wirkte zuletzt als Marketingleiter, nun wirbelt er in erster Linie als ehrlicher Makler zwischen Sponsoren und Veranstaltungen in seiner engeren Heimat.Verheiratet ist er mit Heidi Koch, Österreichs erster Schwimmerin, die die 100 m unter einer Minute kraulte, in Moskau 1980 Olympiastarterin, heute auch Triathlon-Trainerin.

Swarovski-Familien-Historie

Die Familie Swarovski stammt aus Georgenthal in Böhmen. Dort erfindet Daniel Swarovski 1891 eine Maschine, um Kristallsteine industriell zu schleifen. 1895 zieht die Familie nach Wattens in Tirol, das damalige Zentrum der Schmucksteinproduktion. 1911 wird die Firma gegründet, ein in sich hermetisch abgeriegeltes Imperium gleichzeitig. Was dem Schliff des Kristalls dient, wird selbst hergestellt. Japaner versuchten, verschiedenes abzukupfern, der „Spionagetrupp“ schickte der Firmenleitung dann irgendwann einen Brief, ein Glückwunschschreiben, dass man in die Geheimnisse dieser eigenen Kristallwelt nicht hätte eindringen können. Allein schon der Klebstoff, mit dem Kristalle in speziellen Fällen unsichtbar zusammengeleimt werden, ist eine Sensation. Das Unternehmen ist marktführend bei Kristallschmucksteinen und Kristallkomponenten, bei Schleif- und Abrichtwerkzeugen und nimmt einen Spitzenplatz bei optischen Geräten wie Ferngläser und Teleskope ein. Mit über 100.000 Form- und Farbvariationen deckt Swarovski fast den kompletten Weltbedarf an Schmucksteinen ab. Und jeder Autofahrer hat Swarovski als ständigen Begleiter an seinem Fahrzeug, die „Katzenaugen“ sind nämlich auch eine Erfindung aus Tirol. Swarovski beschäftigt über 10.400 Mitarbeiter, produziert wird in  neun Ländern, darunter in den USA, der Jahresumsatz beläuft sich auf über eine Milliarde Euro, in den von dem österreichischen Multikünstler Andre Heller 1995 geschaffenen Kristallwelten in Wattens – jährlich eine Million Besucher – liegt der größte (Durchmesser 40 Zentimeter, 62 Kilogramm schwer) und der kleinste (Durchmesser 0,8 Millimeter) Kristallschmuckstein der Welt. 120 Artikel umfasst das Angebot an kleinen Tierfiguren, die in 13.000 Fachgeschäften offeriert werden. Das Logo des Unternehmens ist seit Jahren der Schwan, dessen „Senkrechte“ vom Schnabel über die Brust genau auf den Buchstaben „A“ von Swarovski zuläuft.  Kronleuchter aus Wattens hängen u.a. in der Metropolitan Opera von New York, im Schloss Versailles und im Moskauer Kreml -  einer auch in der Reithalle vom Schindlhof.

Evelyn Haim-Swarovski (65) wurde früher von der Grande Dame dieser Sportart in Deutschland, Maria Günther, trainiert, von Georg Wahl, der die Schweizerin Christine Stückelberger zu Olympiagold und Weltmeistertitel geleitet hatte, später von Heidi Bemelmans und nun von Team-Olympiasiegerin Dorothee Schneider. Mit Pferden wuchs sie praktisch auf. Nach dem Studium als Dolmetscherin in München 1981 ritt sie unter anderem bei Jürgen Koschel (Hamburg), dem späteren Coach der Schweden, Schweizer und Spanier. Ehemann Klaus Haim reitet nicht, er hatte Spaß am Fahren und wurde Tiroler Meister. Er ist gelernter Landwirt und Tischler, darin sogar mit 20 Jahren schon Meister, war Skirennläufer, holte das Abitur nach und studierte Politik und Betriebswirtschaft. Evelyn und Klaus lernten sich vor 40 Jahren beim Fasching, also beim Karneval, kennen. Heirat war dann nicht ausgeschlossen. Klaus Haim hat immer viele gute Ideen, beispielsweise, so meinte er mal, sollte der Weltverband Lizenzen für Veranstaltungsorte vergeben, um die Flut von Turnieren etwas einzudämmen, aber auch, "um die guten zu schützen". Damit wären beispielsweise schon mal immer häufigere  Terminüberschneidungen passe. Dann regte er auch mal an, im Skispringer-Stadion am Berg Isel ein Turnier aufzuziehen, was nicht an der Stadt Innsbruck scheiterte, „sondern daran, dass die Reitfläche etwas zu klein war.“

Evelyn Haim-Swarovski regte nun auch an, eine Altersklasse wie im Tennis, Golf, Turnen oder Springreiten ebenfalls in der Dressur einzuführen, eine Kategorie „Ü60“. Ohne Preisgelder, reiten nur um Schleifen, „so viele reiten doch noch täglich der älteren Jahrgänge, wollen aber nicht mehr bei Turnieren gegen die Profis antreten“. So könnte man sich doch immer wieder auch mal treffen zum „Spaßhaben und zum Gerdankenaustausch“. Man verliere sich in der heutigen Zeit immer mehr so rasch aus den Augen…

 

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