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Gold und Silber in der Moskauer Military für Federico Euro Roman PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 26. Juli 2020 um 17:08

Wassenberg. Vor auf den Tag genau 40 Jahren wurden bei den Olympischen Boykottspielen in Moskau 1980 die ersten Medaillen im Reitsport vergeben, in der Vielseitigkeit, die damals noch Military hieß – Gold an Sowjets und einen Italiener, am Abend vor dem Geländeritt kam es dabei zu einem Eklat...

 

Die Vielseitigkeit hieß damals noch Military, und Championate oder Olympische Herausforderungen führten über Strecken von knapp 30 km. Der Olympia-Kurs im Waldgebiet von Bitsa, eine Autostunde südlich von Moskau, war über genau 29.080 m angelegt, davon entfielen 5.500 m auf die erste Wegestrecke, 3.750 m auf die Steeplechase, 12.100 m auf die zweite Wegeroute und 7.685 m auf den Cross mit 33 Hindernissen. 

Nach der zweitägigen Dressur kam es am Abend vor dem Cross zum Eklat. Der Schweizer Anton Bühler. ein Kenner des Gewerbes, in Rom 1960 Einzeldritter und mit dem Team Silbermedaillengewinner, legte sein Amt als technischer Delegierter des Weltverbandes (FEI) nieder. Er könne, sagte er, die Verantwortung für die meisten Starter nicht übernehmen. FEI-Generalsekretär Fritz Widmer (Schweiz) und FEI-Vizepräsident Gustaf Nybläus, bekannter als ehemaliger Dressurrichter, übernehmen das Amt für Anton Bühler.

28 Teilnehmer hatten sich gemeldet und waren auch zugelassen worden, obwohl dem Großteil jede Reife für eine Olympische Konkurrenz fehlte. Die „armen“ Ungarn, politisch unter der Fuchtel des großen Bruders UdSSR, waren zum Beispiel von den Sowjets einfach nach Olympia befohlen worden, „obwohl wir bis dahin nur eine leichte Prüfung überhaupt bestritten hatten“, wie einer damals sagte. Dann ritten dort Inder, denen die FEI den Start abgeraten hatte, die lediglich in ihren malerischen Uniformen auffielen, aber sonst als absolute Reitschüler durchgingen. Doch von ihnen wäre fast einer gar durchs Gelände gekommen, einer mit Namen Singh, wie fast alle Inder irgendwie heißen. Aber sein Pferd Bobby hatte irgendwann die Nase voll und blieb am drittletzten Hindernis einfach stehen. Ein Turbanträger beendete den Geländeritt auf einer Sanitätstrage, und zwei mussten ihre Pferde nach der zweiten Wegestrecke absatteln, weil Tierärzte einen Kollaps der Tiere in der feuchten Tropenhitze befürchteten. Anton Bühler zu den Hindernissen: „Auch wenn die versammelte Weltklasse angetreten wäre, der Kurs hätte nicht anders ausgesehen…“

Drei Reiter überstanden den Cross ohne einen Steher oder Sturz, der nach dem damaligen Reglement noch nicht zum Ausschluss geführt hätte, wenn auch mit Zeitstrafen: Federico Euro Roman auf dem irischen Schimmel Rossinan und die beiden sowjetischen Teilnehmer Alexander Blinow auf Galzun und Juri Salnikow auf Pintset, zuhause in der Branche seit Jahren. Der Römer hätte sich im Springparcours drei Abwürfe leisten können, und wäre dennoch Olympiasieger geworden. Er nahm nur einmal ein Holz mit und holte Gold vor Blinow und Salnikow. Der Team-Olympiasieg ging überlegen wie erwartet an die Mannschaft der UdSSR vor Italien und Mexiko.

Das Heimrecht hatten die sowjetischen Teilnehmer gnadenlos ausgenutzt. Wie ein polnischer Springreiter beobachtete und sagte, hätten die Sowjets bis kurz vor Beginn der Konkurrenz mit ihren Pferden den Geländekurs trainiert, den anderen Reitern waren dagegen sogar das Abgehen der Strecke und Besichtigung der Hindernisse bis unmittelbar vor dem offiziellen Start untersagt worden.

Die Hürden waren olympisch, die meisten Teilnehmer nicht. Von 28 Teilnehmern erreichten 17 das Ziel, kein Pferd stürzte zu Tode. Federico Euro Roman sagte nach dem Goldmedaillengewinn in der Einzelkonkurrenz: „Ich war der Beste in diesem Wettbewerb. So ist es, nicht anders.“ Vier Jahre davor bei den Olympischen Spielen in Montreal war er in Bromont Neunter geworden. Dass er und die Mannschaft nach Moskau trotz des Boykottaufrufs vieler westlicher Nationen reisen konnten, erklärte er damit: „Das Nationale Olympische Komitee Italiens hatte uns den Start freigestellt.“  

Die Italiener hatten davor letztmals bei Olympia mit Medaillen geglänzt 1964 bei den Spielen in Tokio, wo Mauro Checcoli auf Surbean neben Einzelgold auch den Mannschaftssieg holte.

 

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