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Das letzte Gold der Olympischen Spiele von Moskau vor 40 Jahren holte ein Pole PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 03. August 2020 um 17:07

Moskau. Am 03. August 1980, also vor genau 40 Jahren, endeten in Moskau die XXII. Olympischen Sommerspiele, und das letzte Gold gewann vor 80.000 johlenden Zuschauern im Leninstadion nicht wie gewünscht ein Springreiter der Sowjetunion…

 

Die Springreiter setzten vor der Abschlussfeier den Schlusspunkt unter die XXII. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit in Moskau. 80.000 Zuschauer im voll besetzten Leninstadion – die Überzahl in Erwartung auf Gold für einen Sowjetrussen. Und deren Pferde wussten, was im Parcours stand, sie kannten die Linienführung und auch den Aufbau der Hindernisse, ihnen musste nur noch die Richtung gezeigt werden. Die russischen Pferde gaben Tempo vor und Distanzen, alles schien lange genug vorher exerziert, sie mussten wie in einer Hunterprüfung geritten werden, sie bestimmten für das Kennerauge von sich aus die Geschwindigkeit und den Absprung. Der russische Parcoursbauer Wiatscheslaw Kartawski hatte bewusst Schwierigkeiten vermieden.

Am Start waren insgesamt nur 16 Reiter, jeweils drei aus der UdSSR, Polen, Mexiko, Bulgarien und zwei aus Ungarn sowie je einer aus Finnland (Christopher Wegelius) und Guatamala (Oswaldo Mendez Herbruger). Der erste Umlauf führte über 13 Hindernisse zwischen 1,45 und 1,60 m (Mauer) Höhe  sowie sieben Oxer mit einer Breite bis 1,80 m, Parcours B hatte noch zehn Hürden zwischen 1,45 und 1,70 m Höhe und eine Tripplebarre als Schlusssprung mit 2,00 m Tiefe, zweimal war in jedem Umlauf der Wasserrgraben von 4,60 m Breite zu nehmen.

Mit jeweils einem Abwurf  lagen nach dem ersten Durchgang der Pole Jan Kowalczyk auf Artemor, sein Team-Gefährte Wieslaw Hartman auf Norton und die beiden Sowjets Nikolai Korolkow auf Espadron und Viktor Poganowski mit Topky an der Spitze. Und als dann am Ende des zweiten Umlaufs der auch in Deutschland bekannte Kowalczyk mit dem schnellen Wallach Artemor am Wassergraben ein Fußbad nahm, hatte Korolkow die Hand an der Goldmedaille, doch ihm versagten die Nerven. Mit einem Abwurf hätte er ein Stechen gegen den Polen erreicht, doch er drehte nach einem Patzer auch noch am Steilsprung als drittletzter Hürde  eine Volte mit Espadron – und wurde hinter Kowalczyk Zweiter. Und während die Zuschauer wohl aus Unkenntnis die vermeintliche Goldmedaille für Korolkow feierten, sangen die wenigen polnischen Zuschauer bereits die Nationalhymne für den hageren Olympiasieger Jan Kowalczyk.

Der bekam vom Ende des Springens gar nichts mit. Er stand draußen vor dem Stadion und rauchte eine Zigarette. Und drinnen in der Arena stachen derweil der Mexikaner Joaquin Perez de las Heras auf Alymony und Oswaldo Mendez Herbruger auf  Pampaps um Bronze, beide hatten nach zwei Umläufen je zwölf Strafpunkte, so dass sie nochmals antreten mussten. Im Stechen hatte jeder am Ende vier Strafpunkte, so entschied die bessere Zeit - 36 Hundertstelsekunden fixer als der Kollege bescherten dem Mexikaner die Bronzemedaille.

Das erste große Lob für den Polen sprach der für Österreich seit 1972 reitende Pfälzer Hugo Simon aus. Er sagte damals: „Wer wie Jan in Aachen beim deutschen CHIO in einer Woche nicht weniger als sieben Springen gewinnt – der ist ein würdiger Olympiasieger.“ Jan Kowalczyk, Polens bisher einziger Olympiasieger im Reitsport, starb im Alter von 78 Jahren am 24. Februar in Warschau. An der Beisetzung wie für einen großen Staatsmann Anfang März nahmen über 1.000 Gäste teil.

 


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