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Jeweils Gold für Mutter Ingrid Klimke und Tochter Greta PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ Uta Helkenberg/ DL   
Sonntag, 04. Oktober 2020 um 18:39

Wie Mutter Ingrid Klimke so Tochter Greta (Foto) in der Vielseitigkeit

(Foto: Kalle Frieler)

Luhmühlen. Ingrid Klimke ist zum fünften mal Deutsche Meisterin der Vielseitigkeitsreiter, und Tochter Greta sicherte sich in Luhmüheln den Titel bei den Junioren.

Zu den ersten Gratulanten der neuen Meisterin zählte der ehemalige Bundestrainer Horst Karsten (84), der bislang mit fünf Deutschen Meistertiteln in der Vielseitigkeit den Rekord hielt. Nun schloss Ingrid Klimke (52) zu ihm auf. Elf Jahre und sechs Vizemeistertitel lang musste die Reitmeisterin aus Münster auf dieses fünfte Gold warten, um es zeitgleich mit ihrer Tochter und frisch gebackenen Juniorenmeisterin Greta Busacker zu feiern – genau 60 Jahre nach ihrem Vater Dr. Reiner Klimke, der 1960 mit Fortunat in Münster Deutscher Meister in der Vielseitigkeit geworden war. „Die Zeit im Springen war sehr knapp bemessen und der Parcours schwer, das war schon spannend. Es ist natürlich ein viel besseres Gefühl, jetzt mit Asha hier einzureiten, als früher mit Braxxi und dabei immer wusste, es ist egal, ich kann machen, was ich will, die Chance null zu bleiben ist gering. Jetzt weiß ich, du darfst nur selbst keinen Fehler machen“, sagte Ingrid Klimke und ergänzte: „Ich bin sehr glücklich. Besonders aber freue ich mich für Greta. Ich habe heute Morgen noch gedacht, wenn es einer von uns werden darf, dann wünsche ich es Greta, weil sie nur noch einmal als Junior eine Chance hatte“, sagte sie.

Bundestrainer Hans Melzer sagte nach dem Triumph von Ingrid Klimke: „Dass SAP Asha P Deutsche Meisterin werden kann, war mir klar. Sie ist eine tolle Stute für die Zukunft, die alles kann: Die Dressur wird immer besser, im Gelände ist sie rattenschnell und sicher." Sein Lob galt auch Silbermedaillengewinnerin Sandra Auffarth (Ganderkesee): "Sandra und Viamant du Matz haben hier bestätigt, was wir in den letzten Jahren in ihm gesehen haben, da ist jetzt jede Aufgabe abrufbar", so der Bundestrainer. Als einziges deutsches Paar beendeten die EM-Elften von 2019 die DM mit ihrem Dressurergebnis. 

"Im Gelände sind deutlich mehr Fehler passiert, als wir es sonst in solchen Kurzprüfungen erleben. Der Kurs war anspruchsvoll gebaut, aber die Reiter wussten das. Am Ende fand ich es gut, dass das Gelände wieder seinen Stellenwert gefunden hat“, sagte Hans Melzer. Überrascht sei er allerdings von Michael Jungs Problem im Gelände gewesen. Dieser ritt nach einem Rumpler eine Volte und denselben Sprung erneut an, was ihn 20 Strafpunkte und die Medaillenhoffnungen kostete. 

Ein spannender Wettkampf ergab sich damit um die Bronzemedaille, den am Ende Anna Katharina Vogel aus dem bayerischen Biessenhofen mit Quintana P für sich entscheiden konnte. Sie blieb im Parcours bis auf 0,8 Zeitstrafpunkte fehlerfrei. „Mehr geht doch nicht! Damit habe ich niemals gerechnet. Aber es war alles perfekt. Nach der Dressur war ich noch ein bisschen enttäuscht über das Ergebnis, im Gelände war sie von Anfang bis Ende unglaublich. Ich bin überall direkt geritten. Die Stute war einfach genial, heute auch nochmals“, sagte die 23-Jährige, die im vergangenen Jahr in Luhmühlen ihr EM-Debüt gegeben hat und hofft, in diesem Jahr noch ihre erste Fünf-Sterne-Prüfung in Pau/ Südfrankreich reiten zu können.

Das Nachsehen hatte Sophie Leube aus Hamm, die mit Jadore Moi nach Dressur und Gelände noch den dritten Platz belegt hatte. Mit nur einem Abwurf rutschte sie auf Rang fünf der DM-Wertung zurück, noch hinter Anna Siemer aus Salzhausen, die dank einer Nullrunde im Parcours mit FRH Butts Avondale Platz vier in der Meisterschaft belegte.

Auffarth und Klimke mit zwei Pferden in der offenen CCI4*-S-Wertung top
In der offenen Wertung des CCI4*-S belegten die beiden „Annas“ die Plätze sechs und sieben, denn noch davor konnten sich noch der Australier Andrew Hoy mit Vassily de Lassos, Sandra Auffarth mit Let’s Dance und Ingrid Klimke mit Equistros Siena just do it auf den Plätzen drei bis fünf platzieren. „Ich bin natürlich total happy, zwei so gleichwertige Pferde zu haben. Ich bin dankbar, dass Let’s Dance noch dazu gekommen ist. Die haben ihr Bestes gegeben am Wochenende. Ich hatte das Gefühl, die hatten Spaß und Freude daran. Und da sage ich immer, das Schönste am Reiten ist es, wenn man merkt, die genießen es genauso wie man selber“, sagte Sandra Auffarth.

Meisterschafts-Krimi bei Junoren

Mit einer Nullrunde im Parcours besiegelten Greta Busacker und Scrabble ihren Sieg in Luhmühlen und des Deutschen Meistertitels bei den Junioren. Auf den weiteren Medaillenplätzen lsndeten zwei Reiter aus Schleswig-Holstein: Ben Philipp Knaak mit Let’s Go und Kaya Thomsen mit Da bin ich C.

Der Geländeritt der Zwei-Sterne-Prüfung hatte bereits die Rangierung aus der Dressur kräftig durcheinandergewirbelt, das abschließende Springen erwies sich noch einmal als selektiv. Gerade einmal sechs Paaren gelang eine Nullrunde, darunter Greta Busacker und der neunjährige Oldenburger Scrabble (v. Straviaty), die als Führende und Letzte in den Parcours starteten. „Das ist Wahnsinn. Es war eine tolle Runde. Auf dem Vorbereitungsplatz war schon alles top, er sprang phänomenal und dann bin ich mit einem super Gefühl ins Stadion reingeritten. Es hat einfach alles gepasst heute“, sagte sie strahlend. Und das nicht nur am letzten Tag, denn bereits nach der Dressur hatte die 18-jährige Münsteranerin mit nur 24,4 Minuspunkten die Nase vorn und kam fehlerfrei durch den anspruchsvollen Geländekurs.

Vor dem abschließenden Springen lag das Feld allerdings dicht beieinander. Vor der späteren Meisterin hatten bereits die beiden Schleswig-Holsteiner Ben Philipp Knaak und Kaya Thomsen den Parcours Nullrunden vorgelegt und damit den Druck erhöht. „Ich bin überglücklich. Es hat alles funktioniert, er sprang echt super“, sagte der 18-jährige Norderstedter Ben Philipp Knaak, der die DM mit 27,6 Minuspunkte beendete und dafür mit der Silbermedaille belohnt wurde. Seinen zehnjährigen Fuchswallach Let’s Go hat er, seit dieser fünf Jahre alt ist und hat ihn auch selbst ausgebildet. „Anfangs konnte er noch nicht mal auf dem Zirkel traben, er steckte noch voll im Wachstum“, berichtete er. In diesem Jahr war das Paar bereits auf Drei-Sterne-Niveau erfolgreich, was sich in Nullrunden im Gelände und Springen widerspiegelte.

Als „Pfadfinder“ waren Kaya Thomsen und der zehnjährige Da bin ich C (v. Diarado) in der Zwei-Sterne-Prüfung in Dressur und Gelände an den Start gegangen. „Unglaublich, damit habe ich nicht mit gerecht, vor allem nicht mit ihm“, sagte die 17-Jährige, die außerdem mit dem ehemaligen Olympiapferd ihres Vater Peter Thomsen, Horseware’s Barny, am Start war. „Ich dachte, wenn es klappt, habe ich mit Da bin ich C noch ein Ass mit ihm im Ärmel – und es hat ja auch funktioniert!“ Zwar steht der Holsteiner Wallach schon länger im Stall Thomsen, so richtig Vielseitigkeit reitet sie allerdings erst seit eineinhalb Jahren mit ihm. „Das ist seine erste lange Zwei-Sterne-Prüfung“, sagte sie. In der Dressur wurden sie mit 28,1 Minuspunkten Fünfte, im Gelände gelang ihr eine Punktlandung. „Das Gelände war wie immer in Luhmühlen schön zu reiten. Es war auf jeden Fall anspruchsvoll genug, hatte überall so seine Tücken, vor allem zum Schluss, da musste man sich nochmals sehr konzentrieren. Ich konnte aber alles so reiten, wie ich wollte. Er hat alles ganz toll gemacht, ich bin sehr stolz auf ihn“, sagte sie. Dass es für sie mit 28,1 Minuspunkte zur Bronzemedaille reichte, verdankte sie auch dem Pech der westfälischen Reiterin Victoria Weyers (Rhede) mit Lariostea H, die mit einem Abwurf vom zweiten auf den vierten Rang der DM-Wertung zurückfiel (31,0 Minuspunkte).

„Zunächst einmal finde ich es toll, dass trotz der widrigen Bedingungen hier die Deutsche Meisterschaft stattfinden konnte. Gerade für die Nachwuchsreiter ist es wichtig, etwas zu haben, worauf sie hinarbeiten können, ein Ziel ist immer auch eine Motivation. Besonders freut es mich für Greta und Ben, dass sie ihr letztes Junioren-Jahr hier mit einer Medaille abschließen konnten“, so das Fazit von Junioren-Bundestrainer Julia Krajewski. „Der ein oder andere hat sich vielleicht mehr erhofft, aber insgesamt haben wir guten Sport gesehen, gleichzeitig hat man auch gesehen, woran noch gearbeitet werden muss.“

 

Titel Junge Reitern an Anna Lena Schaaf

 

Anna Lena Schaaf (Voerde) und Debby heißen die Deutschen Meister bei den Jungen Reitern. Mit einer Nullrunde im Parcours bestätigten sie ihr Ergebnis aus Dressur und Gelände und blieben damit an der Spitze vor Joelle Celina Selenkowitsch und Libussa Lübbeke. Alle drei starteten in Luhmühlen erstmals bei den Jungen Reitern.

„Ziemlich viele“, antwortete Anna Lena Schaaf auf die Frage, wie viele Steine ihr nach der Nullrunde vom Herzen gefallen seien. „Ich habe vorher schon ausgerechnet, wo ich mit einem oder mit zwei Fehlern lande“, sagte sie lachend. „Das habe ich früher schon bei meinem Pony gemacht, das war auch immer mal für einen Fehler bekannt.“ In Luhmühlen ließ die neunjährige Stute mit der „Dressurabstammung Danone mal Fidertanz“ ihre Reiterin aber nicht im Stich. Lediglich zwei Strafpunkte für Zeitüberschreitung kamen für das Paar zum Dressurergebnis hinzu. Für die beiden war Luhmühlen erst die dritte Drei-Sterne-Prüfung. Mit ihrem Sieg knüpft Anna Lena Schaaf direkt an ihre Erfolge im Juniorenlager an. Im vergangenen Jahr gewann sie mit Debbys Mutter Fairytale sowohl Doppel-Gold bei den Europameisterschaften als auch den nationalen Titel bei den Junioren.

Mit im EM-Team 2019 war auch Joelle Celina Selenkowitsch aus Achim, die ihren Vorjahreserfolg nun ebenfalls in der höheren Klasse bestätigte. „Ich bin super zufrieden, vor allem, weil das Gelände und das Springen sehr anspruchsvoll waren. Vor allem der Geländekurs war sehr technisch gebaut und mit vielen dicken Sprüngen, aber er ließ sich am Ende gut reiten und ich bin happy, dass ich in der vorgegebenen Zeit bleiben konnte. Ich freue mich unglaublich über den tollen Erfolg, vor allem, dass ich mein Dressurergebnis halten konnte“, sagte die 19-Jährige nach dem Gewinn der Silbermedaille. Mit ihrer 13-jährigen Holsteiner Stute Akeby’s zum Glück (v. Hunter) ist sie gemeinsam in den internationalen Sport hineingewachsen. „Das macht den Erfolg umso schöner. An sich ist sie sehr temperamentvoll und etwas frech im Umgang, aber unter dem Sattel kämpft sie immer für einen“, sagte sie.

Keinen Fehler im Springen leisteten sich auch Libussa Lübbeke aus Wingst und die neunjährige Holsteiner Stute Darcy F (v. Larimar) – was Bronze in der  Meisterschaft bedeutete. „Im Springen musste ich am Anfang etwas mehr reiten als sonst, aber es wurde im Verlauf der Prüfung immer besser“, sagte die ebenfalls 19-jährige Reiterin, die mit Caramia zusätzlich den zehnten Platz in der offenen CCI3*-L belegte.

Über den Sieg in der offenen CCI3*-L durfte sich übrigens kein Geringerer als Michael Jung (Horb) mit Star Connection FRH freuen – ein kleiner Trost für die entgangene Medaille bei „Senioren“-Meisterschaft. Er war der Einzige, der in der Prüfung besser war als die neue U21-Meisterin Anna Lena Schaaf.

Luhmühlen in Zahlen

 


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