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Weltverband stößt Reining ab PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Freitag, 05. Februar 2021 um 17:56

Warendorf. Reining, Dressur im Westernreiten,  gehört ab dem nächsten Jahr nicht mehr zu den unter dem Dach versammelten Pferdesport-Disziplinen des Weltverbandes (FEI). Das wird vor allem Auswirkungen auch für die europäischen Reiner haben.

 

Bereits in diesem Jahr wird es keine internationalen Turniere und kein FEI-Championat im Reining mehr geben. Das hat auch Auswirkungen auf diese Sparte in Deutschland, die eine von acht Disziplinen unter dem Dach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist.

Es war abzusehen, denn die Reiner brachten sich zu wenig ein. Und dazu kam, dass sich die FEI und die NRHA USA (National Reining Horse Association), der größte Reining-Verband der Welt, zu oft uneinig waren über Inhalte der Kooperation und die damit verbundenen Zuständigkeiten. Ende 2019 verabschiedeten sie sich nochmals ein gemeinsames Abkommen, so dass die Disziplin im Weltverband verblieb. Dies stand damals schon bis zuletzt auf der Kippe, da die FEI die formalen Regularien nicht mehr gegeben sah, um die Disziplin noch weiter zu betreuen. Nach der Einigung beschloss die FEI-Generalversammlung mit großer Mehrheit, Reining als Disziplin zu halten. 2020 kam es erneut zu Unstimmigkeiten zwischen der FEI und der NRHA über die Inhalte des Abkommens. „Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass bei der in diesem Jahr anstehenden FEI-Generalversammlung im November der Ausschluss der Disziplin mit Wirkung ab 2022 beschlossen wird, weil es kein Abkommen mehr zwischen den beiden – also Weltverband FEI und quasi Weltverband NRHA – gibt“, erklärt Soenke Lauterbach, Generalsekretär der deutschen Rieterlichen Vereinigung (FN).

Der Beirat des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und der Vorstand Sport haben auf ihren Sitzungen im Dezember über die Konsequenzen dieser Beschlüsse für den Fortbestand der Disziplin Reining im DOKR gesprochen. Die Folgen: Für den neuen Wahlzyklus 2021 bis 2025 gibt es keinen Disziplinbeirat Reining mehr, keine Bundeskader, und auch Nico Hörmann ist seinen Job als Bundestrainer los. „Ich persönlich bedauere es sehr, dass wir diese Disziplin innerhalb des DOKR künftig nicht mehr betreuen werden. Reining, insbesondere der Jugendbereich, hat sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von Nico Hörmann toll weiterentwickelt. Die Arbeit wurde mit vielen Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften belohnt. Der Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen 2018 in den USA - im Mutterland des Westernreitsports - war aus DOKR-Sicht ein historischer Erfolg. Umso trauriger ist es, dass wir diesen Weg nicht weitergehen werden“, erklärt DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler. „Da das DOKR aber ausschließlich für die Betreuung von FEI-Disziplinen zuständig ist, müssen wir uns von der Reining-Sparte trennen, mit all den bitteren Konsequenzen. Wir freuen uns aber, dass Nico Hörmann dem DOKR als Koordinator für Distanzreiten und Para-Equestrian weiterhin erhalten bleibt“, so Peiler.

Betroffen von diesen Beschlüssen ist zunächst nur der Spitzensport. Für die Reiner in Deutschland bedeutet das, dass sie durch ihre verschiedenen Westernreitverbände weiterhin betreut sind und es auch weiter Reining-Turniere geben wird. Über den Fortbestand der Deutschen Meisterschaften Reining, die die FN in Zusammenarbeit mit den Westernreitverbänden veranstaltete,wurde noch nicht entschgieden.

 


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