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Andre Thieme neuer Europameister der Springreiter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 05. September 2021 um 18:08

So freut sich der neue Champion Andre Thieme im Sattel der elfjährigen Brandenburger Stute DSP Chakaria - und erstmals hat Deutschland nach 2007 und Mannheim mit Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly wieder einen Sieger

(Foto: reitsportportal.com) 

Riesenbeck. Der 15. deutsche Springreiter-Europameister seit 1957 ist erstmals ein Ostdeutscher: Andre Thieme. Doch das wahre Märchen dieses 36. Championats des Alten Kontinents in Riesenbeck hätte fast eine Griechin geschrieben, die Nummer 345 der Weltrangliste…

 

Alles hat gepasst: Sonne pur, ein großartiger Gastgeber Ludger Beerbaum, Frank Rothenberger als Könner des Parcoursbaus und am Ende auch noch der Deutsche Andre Thieme mit der Stute Chakaria als Sieger der 36. Springreiter-Europameisterschaft seit 1957in Rotterdam. Mehr ging eigentlich nicht. Und so frohlockte auch Bundestrainer Otto Becker: „Nach der Enttäuschung bei Olympia in Tokio war das mehr als eine Wiedergutmachung. Ich bin einfach nur happy.“ Verständlich nach dem neunten und damit vorletzten Platz in der Teamentscheidung um Gold bei den Olympischen Sommerspielen vor wenigen Wochen in der japanischen Metropole. Und Sieger Andre Thieme (46), der dabei war in Tokio, fühlte sich natürlich auch mehr als glücklich. Der dreimalige Derbygewinner in Hamburg, der als 19-jähriger mit dem Goldenen Reitabzeichen in der Dressur seine reiterliche Laufbahn begann und sie nun zunächst mit dem Europatitel in Riesenbeck krönte, sagte danach: „Ich habe zunächst immer davon geträumt, einmal für Deutschland bei einem Championat starten zu können, nun auch noch nach Team-Silber als Dreingabe Einzel-Europameister zu werden, das ist mehr als ich mir gewünscht habe. Ich danke auch meinem Pferd, das mich nicht zweifeln ließ nach Tokio.“ Und Becker fügte hinzu: „Andre hatte für die Stute viele Kauf-Angebote, er hat sie nicht angenommen, dafür muss ich ihm auch danken.“

Von insgesamt 65 Teilnehmern zu Beginn der Europameisterschaft hatten sich nach drei Durchgängen 24 für das Einzelfinale qualifiziert, zwölf davon gingen in den letzten Umlauf mit einer Länge von 410 m mit zehn Hürden bis zu einer Höhe von 1,60 m. Keiner kam mehr schadlos durch. Auch für einige Pferde, die bereits in Tokio gingen und nochmals gesattelt wurden, sollte nach solchen Strapazen wie im Boxen eine Zwangspause über einen gewissen Zeitraum durch den Weltverband eingeführt werden, soll der Tierschutzgedanke ernsthaft sein.

Vor der letzten Reise hatten im Grunde genommen nur noch sechs Teilnehmer die Hand an den Medaillen, darunter die beiden Deutschen Thieme (Plau am See) und David Will, dazu Titelverteidiger Martin Fuchs und der Olympiazweite Peder Fredricson aus Schweden. David Will (Dagobertshausen) hatte auf dem Abreiteplatz mit seinem Holsteiner Wallach C Vier einen leichten Sturz, kam aus dem Rhythmus und kehrte danach mit acht Strafpunkten aus der Rasenarena zurück. Die Griechin Ioli Mytilineou, deren Eltern in Belgien bei Mechelen eine Anlage kauften und die von dem jungen US-Amerikaner Sean Crooks trainiert wird, konnte das Märchen nicht zu Ende schreiben. Bis genau zur Hälfte der Strecke ritt die 24-jährige, die im Winter in Wellington/ Florida trainiert, mit dem belgischen Hengst Elvis de Muze durchaus in den Glanz der ersten Medaille bei einem Championat für ihr Heimatland, doch vor dem Einsprung in die Dreifache Kombination gingen die spielerische Leichtigkeit und der Fluss des Galopps verloren, Elvis verpasste den richtigen Absprung, rutschte in die Stangen, die Reiterin gab fair zum Schutze des Pferdes auf.

Danach ging es nur noch um die Farbe der Medaillen. London-Olympiasieger und Team-Europameister Steve Guerdat (Schweiz) wurde mit Albführen`s Maddox abgeläutet, der Belgier Pieter Devos mit Jade vd Bisschop Steve nahm sich mit einem Abwurf die Chance, Peder Fredricson und Catch Me Not brachte es auf einen Abwurf und einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung, er hatte Bronze sicher. Am Ende lag die Entscheidung nur noch zwischen Martin Fuchs auf dem Schimmel-Wallach Leone Lei und dem Mecklenburger Andre Thieme auf DSP Chakaria. Fuchs „legte“ als vorletzter Starter einen Abwurf vor, Thieme konnte sich ebenfalls vier Strafpunkte leisten - so war es auch. Am Ende trennten beide lediglich 2,47 Punkte, Martin Fuchs hatte einen würdigen Nachfolger, und der durfte sich auch noch über insgesamt rund 55.000 Euro Preisgeld freuen…

Zu den Resultaten

 


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