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Wie die "Alten" so die "Jungen" - EM-Gold in Teamwertung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: fn-press/ DL   
Donnerstag, 09. September 2021 um 08:52

Hagen aT.W. Wie das Seniorenteam sicherte sich auch die Nachwuchs-Equipe in der Alterklasse U25 bei den Dressur-Europameisterschaften in Hagen die Goldmedaille.

 

Nachdem Ellen Richter (Bad Essen) und Raphael Netz (Aubenhausen) am Vortag bereits die Mannschaft in Führung gebracht hatten, zeigten auch Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) und Ann-Kathrin Lindner (Ilsfeld) gute Prüfungen, so dass das Team mit ordentlichem Vorsprung die Niederländer auf den Silberrang verweisen konnte. Zu Bronze ritt die Equipe aus Schweden.

 

2019 Gold in Italien, 2020 Silber in Ungarn und nun erneut Gold – das deutsche U25-Team hat sich auf dem Hagener Viereck prächtig präsentiert und sich verdient den Titel gesichert. Bundestrainer Sebastian Heinze war voll des Lobes: „Alle Paare konnten die Leistungen abrufen, die sie während der ganzen Saison gezeigt haben.“ Um die Mannschaftsmedaillen wurde wie bei der Senioren-Meisterschaft an zwei Tagen gekämpft. Die U25-Paare reiten ihre erste Prüfung noch nicht auf Grand Prix-Niveau, sondern müssen sich in der Dressuraufgabe Intermediaire II bewähren. Erst bei den Einzelentscheidungen ist die Königsklasse gefragt.

 

Den Grundstein für die Goldmedaille hatten am Vortag Ellen Richter mit ihrem zehnjährigen westfälischen Vitalis-Sohn Vinay NRW (72,088 Prozent) und Raphael Netz mit dem niederländischen Hengst Elastico v. Johnson (75,206) gelegt und das deutsche Team in Führung gebracht. Heinze lobte Vinays sehr gute Trabtour und den guten Schritt. „Aber man merkte, dass das Pferd von der Atmosphäre im Stadion sehr beeindruckt war.“

 

Am zweiten Tag der Mannschaftsentscheidung ging als erste deutsche Reiterin die 22-jährige Semmieke Rothenberger mit ihrer niederländischen Stute Flanell aufs Viereck. Sie hat die meiste Championatserfahrung und bestreitet bereits ihre zehnte Europameisterschaft. Zur Reitanlage der Familie Kasselmann hat sie eine ganz besondere Beziehung: „Hagen ist für meine Familie ein heiliges Pflaster.“ Sie selbst hatte hier ihre ersten großen Erfolge mit Ponys, ihre Schwester Sannecke gewann drei Goldmedaillen und ihr Bruder Sönke drehte auf den Hagener Vierecken auch schon tolle Runden. „Und ich durfte hier einige Weltrekorde aufstellen“, erzählt Semmieke Rothenberger stolz. Mit ihrer Apache-Tochter Flanell ist sie erst zum vierten Mal auf einem Turnier. Sebastian Heinze hatte das Paar natürlich genau beobachtet und sagt: „Semmieke hat die Saison über mit Flanell viel Routine gewonnen. Sie ist sehr konzentriert und fokussiert geritten.“ Das machte sich auf dem Notenbogen bemerkbar: Mit 77,059 Prozent erzielte sie das beste Ergebnis im deutschen Team.

 

Nicht ganz so zufrieden war Ann-Katrin Lindner, die im vergangenen Jahr die Goldmedaille in der Einzelwertung geholt hatte. Ihr baden-württembergischer Wallach FBW Sunfire (v. San Amour) patzte in den Einerwechseln. „Die Zweierwechsel waren rihtig gut, die sind auch seine Stärken, aber leider waren die Einerwechsel kaputt, das können wir besser.“ Im letzten Jahr ihrer U25-Zeit freut sich die gelernte Physiotherapeutin, noch mal bei einer EM dabei zu sein.

 

Mit insgesamt 225,206 Prozentsumme rangierte das deutsche Quartett klar an der Spitze. Die Silbermedaillengewinner aus den Niederlanden erzielten 218,0, die Schweden auf dem Bronzerang folgten mit 207,264. Am Freitag- und Samstagvormittag treten die U25-Paare zum Grand Prix an, in dem die ersten Einzelmedaillen vergeben werden, am Sonntag folgt die Kür mit dem zweiten Einzelmedaillensatz.  

 

 

 

 


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