Sie befinden sich hier: Home Sport Zweites Gold für Jessica von Bredow-Werndl - Silber für Isabell Werth

Wer ist Online

Wir haben 887 Gäste online

Suche

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeigenschaltung

Google Translate

German Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Czech Danish Dutch English French Galician Greek Hungarian Italian Japanese Norwegian Polish Portuguese Romanian Russian Spanish Swedish Turkish Ukrainian

Zugriffe seit 16.09.2009

Anmeldung



Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Fotoanfragen über KHFrieler@aol.com

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner
Anzeige



Zweites Gold für Jessica von Bredow-Werndl - Silber für Isabell Werth PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Freitag, 10. September 2021 um 13:28

Die Medaillengewinnerinnen des Grand Prix Special der 30. Europameisterschaften seit 1963 (von lks) Silbermedaillengewinnerin Isabell Werth, Titelträgerin Jessica von Bredow-Werndl und als Dritte Cathrine Dufour

(Foto: Anke Gardemann)

Hagen a.T.W. Jessica von Bredow-Werndl reitet zur Zeit im Frack der Unbesiegbarkeit. Nie zuvor in der Geschichte dieser Zunft aus Selbstdisziplin, Beharrlichkeit und Ordnung hat eine Reiterin oder ein Reiter diese Erfolge in so wenigen Monaten erreicht wie sie.

 

Wunder mag es geben, doch nicht in der Dressur, wo Talent gegeben sein muss, doch um ganz nach oben zu kommen, braucht man noch etwas mehr. Jessica von Bredow-Werndl (35) aus dem bayerischen Aubenhausen scheint alles zu haben. Sie gewann im Juni erstmals die deutschen Titel in Grand Prix Special und Kür, nachdem sie auch im Grand Prix mit der Stute Dalera BB bereits Erste war. Dann reiste sie mir der Equipe zu den Olympischen Spielen nach Tokio, von wo sie mit Teamgold und als Einzel-Olympiasiegerin wieder abreise, nun zwei Wochen danach hört das Gewinnen immer noch nicht auf. Von drei möglichen Goldmedaillen der Europameisterschaften auf dem Kasselmannhof in Hagen am Teutoburger Wald hatte sie bereits zwei am Halse hängen. Und den Schlusspunkt dürfte sie wohl mit der Trakehnerstute am Samstag in der Kür setzen. Sie ist das führende Model einer neuen Linie der Dressur.

Die Dressur hatte immer bestimmte Perioden. Vor dem Zweiten Weltkrieg und auch noch danach galt das korrekte deutsche Reiten erfolgbringend, danach triumphierten die ehemaligen sowjetischen Reiterinnen und Reiter mit ihren eher zirsensischen Vorstellungen, bis die Dänin Anne Grete Jensen mit dem leichtfüßigen Marzog kam, begeisterte und eine neue Aera einläutete. Der Wallach Granat mit der Schweizerin Christine Stückelberger hatte seine Zeit, vor allem auch durch den sportpolitisch ausgebufften Coach Georg Wahl, und dann war auch noch Dr. Reiner Klimke, der Reiten konnte, aber auch wusste, reiten alleine genügt nicht, man muss auch Marketing betreiben. Er war im Sattel von Ahlerich 1984 in Los Angeles der letzte männliche Olympiasieger im abgesteckten Sandviereck, danach dominierte nur noch das weibliche Geschlecht, das in der Dressur schon vorher die Hosen anhatte. Zu nennen sind dabei Nicole Uphoff mit Rembrandt, Anky van Grunsven mit Bonfire, Isabell Werth mit Gigolo und Charlotte Dujardin mit Valegro. Und nun also Jessica von Bredow-Werndl, jung, blond, hübsch, ständig freundlich, ständig lächelnd. Sie kommt an, beim Publikum, in der Öffentlichkeit und bei den Richtern, denn die machen die Sieger letzten Endes. Und keine wie sie hat auch eine so beispiellose PR-Maschinerie aufgebaut. Man wird gleichzeitig erinnert an Jürgen Uphoff, der als Erster der Szene seine Tochter Nicole wahrlich glorreich vermarktete.

Ich hab es noch nicht so ganz realisiert”, sagt Jessica von Bredow-Werndl, sie meint die Erfolge, die sie regelrecht wie eine Flutwelle überschwemmten. Im Grand Prix der Teamentscheidung in Hagen bei den 30. Europameisterschaften seit 1963 war sie mit Dalera BB bereits vorne, und fast logisch nun auch im Grand Prix Special, wo die ersten Einzelmedaillen verteilt wurden. Wiederum setzten sie alle sieben Richter auf den ersten Platz und ließen insgesamt 84,271 Prozentpunkte notieren, Zweite wurde Titelverteidigerin Isabell Werth auf Weihegold OLD (81,702), den dritten Platz belegte wie vor zwei Jahren in Rotterdam die Dänin Cathrine Dufour auf Bomehian (81,079).

Für Isabell Werth (52), die in Rotterdam alles gewann, und die am Tage vorher noch wegen ihrer schlechten Benotung im Grand Prix durch die französische Richterin ordentlich gemotzt hatte, war diesmal mehr als friedlich, aus einem anderen Grund: Ihr Erfolgspferd der letzten Jahre Bella Rose war wegen einer Kolik notoperiert worden – und befindet sich auf dem Wege der Besserung. An die beabsichtigte Verabschiedung der Stute während des CHIO in Aachen in der nächsten Woche ist jedoch nicht zu denken. Isabell Werth über Weihegold: “Wir hatten heute erst mal keinen Fehler, aber ich muss sagen, sie hat mich mitgenommen. Im Grand Prix sind wir kontrolliertes Risiko gegangen, denn es ging um das Team. Heute konnten wir das Maximum versuchen und waren beide sehr konzentriert. Ich bin sehr glücklich wie sie das gemacht hat.” Und weiter sagte sie: „Am glücklichsten bin ich, dass es Bella besser geht…“

Karl-Theodor zu Guttenberg, Ehrenpräsident der EM auf dem Hof Kasselmann, gab seiner Begeisterung deutlichen Ausdruck: “Ich bin sehr stolz auf die Organisatoren der Veranstaltung, die das alles möglich gemacht haben. Das Gefühl, gemeinsam einen fantastischen Abend zu erleben, hat alle erfasst.“

Weitere Entscheidungen auf dem Kasselmannhof sind u.a. die Einzelentscheidungern der EM für Dressurreiter Unter 25 Jahren („U25“), in der Kür der Senioren am Samstagnachmittag und der Große Preis der Springreiter als fünfte Etappe der diesjährigen BEMER Riders Tour.

Zu den Resultaten

 

 

 


Anzeige

Um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu verbessern, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie hier weitere Informationen. Weitere Informationen >>> Cookie-Hinweis.

Hinweis >>>