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Michael Jung an der Spitze um deutschen Titel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Helkenberg/ FN/ DL   
Freitag, 17. Juni 2022 um 18:47

Luhmühlen. Bei den Deutschen Vielseitigkeitsmeisterschaften im Rahmen der Luhmühlen Horse Trials hat es am zweiten Dressurtag einen Führungswechsel gegeben. Als deutsche Nummer eins startet Titelverteidiger Michael Jung am Samstag in die Geländeprüfung, in diesem Jahr mit Nachwuchspferd Highlighter. In der offenen Wertung der als internationale Vier-Sterne-Prüfung ausgeschriebenen Prüfung musste Jung in der ersten Teilprüfung allerdings dem US-Amerikaner William Coleman mit Chin Tonic HS den Vortritt lassen.

Als einer der letzten Starter des zweiten Dressurtages wurde Michael Jung (Horb) seiner Favoritenrolle mit einem Ergebnis von nur 25,6 Minuspunkten gerecht. „Es war nicht die beste Dressur, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, weil er insgesamt immer besser wird. Er lässt sich immer besser arbeiten, wird lockerer und geschmeidiger“, sagte er über Highlighter und ergänzte lachend: „Ich habe mir 25 Punkte vorgenommen, die habe wir gerade noch so erreicht.“ Mit dem elfjährigen Wallach konnte Jung in diesem Jahr bereits die Vier-Sterne-Prüfung in Marbach gewinnen, für den Start bei den kommenden Weltmeisterschaften im September in Pratoni kommt Highlighter allerdings nicht in Frage, da die formelle Qualifikation fehlt. Sein weiteres Ziel wird vermutlich der Start in Boekelo sein.

An zweiter Stelle hinter Jung – und an dritter Stelle der internationalen Wertung – rangiert nach der Dressur ein weiterer Schwabe: Dirk Schrade mit dem Holsteiner Schimmel Casino. Auch er war weitgehend zufrieden. „Ich kann das im Training noch korrekter reiten“, sagte der 43-Jährige, der seit Längerem in Heidmühlen in Schleswig-Holstein einen Dressur- und Ausbildungsstall betreibt. „Am Ende habe ich gemerkt, dass Casino doch mehr Anteil nimmt an der Atmosphäre, als man ihm zutraut. Normalerweise ist er immer einer, den man in der Dressur etwas bitten muss“, sagte er. Sein ursprüngliches Ziel für Luhmühlen 2022 war die Fünf-Sterne-Prüfung gewesen. Diesen Plan hatte er jedoch wieder verworfen. „Wir waren eigentlich top in der Vorbereitung. Casino hatte drei tolle Turniere Anfang des Jahres. In Marbach war er schon gut, wurde mit einer flotten Runde Vierter, doch dann wollten wir es ganz gut machen – und wenn man es ganz gut machen will, passieren solche Sachen“, sagte Schrade. In dem eigentlich als lockere Zwischenprüfung gedachten Drei-Sterne-Test in Baborowko landeten Pferd und Reiter im Wasser und Casino musste eine kurze Trainingspause einlegen. „Für seine erste Fünf-Sterne-Prüfung war das natürlich nicht die perfekte Vorbereitung, daher bin ich umgeschwenkt“, sagte Schrade.

Aufstrebender Nachwuchs

Jung vor Schrade und Dibowski – diese Reihenfolge bei einer Deutschen Meisterschaft klingt eigentlich nicht ungewöhnlich. Allerdings ist es in diesem Jahr nicht Andreas Dibowski, der in der Deutschen Meisterschaft um Medaillen reitet, sondern dessen Tochter Alina. Im Sattel von Barbados beendete die noch 21-Jährige die Dressur ihrer ersten „Senioren“-Meisterschaft auf Platz drei (international Platz vier). „Meine erste DM als Juniorin habe ich vor sechs Jahren auch hier geritten, daher ist das was ganz Besonderes“, sagte sie. Bereits bei ersten Grußaufstellung deutete sich das gute Ergebnis an, das am Ende mit 73,2 Prozent, umgerechnet 26,8 Minuspunkte, belohnt wurde. „Beim Reinreiten musste ich schon grinsen, weil ich merkte, er ist gut drauf, und vor dieser Kulisse zu reiten, hat schon Spaß gemacht“, sagte sie. „Mit dem Dressurergebnis werde ich auf jeden Fall kämpfen, ich will am Ende eine Null auf dem Zettel haben“, kündigte sie für die Geländeprüfung am Samstag an. „Die Zeit hat aber nicht die Prioriät, es geht um das sichere Nach-Hause-Reiten.“

Alina Dibowski ist aber nicht die einzige Nachwuchsreiterin, die zum Auftakt der Meisterschaft eine gute Figur auf dem Viereck machte. Auf Platz vier der DM-Wertung rangiert nach Dressur die ehemalige U21-Doppeleuropameisterin Hanna Knüppel (Elsfleth), die den ersten Dressurtag als „Overnight leader“ beendet hatte, mit Geke Equigrip’s Levinio als Vierte. Wie sie sammelten auch der Warendorfer Sportsoldat Jerôme Robiné und Black Ice nur exakt 27 Minuspunkte. „In den letzten Monaten ist schon so ein positiver Trend abzusehen, daher habe ich gehofft, dass wir das jetzt wieder so hinkriegen“, sagte Robiné. „Aber wenn man da ins Viereck reinreitet und auf sich alleine gestellt ist, ist das nicht immer so hundertprozentig abrufbar. Deswegen war ich sehr froh, dass es so geklappt hat.“ Für den Gewinner des U25-Förderpreises Vielseitigkeit 2021 ist es bereits die zweite Deutsche Meisterschaft in Luhmühlen.

Mit seinen Ergebnissen ließ das junge Trio unter anderem Mannschafts-Olympiasiegerin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Rosveel und den zweimaligen EM-Teilnehmer Christoph Wahler (Bad Bevensen) mit D‘Accord hinter sich. Diese rangieren mit 27,4 beziehungsweise 28,0 Minuspunkten auf den Plätzen sechs und sieben der DM-Wertung.

Bestes Ergebnis für William Coleman

Das beste Ergebnis in der mit 51 Startern – darunter 19 Bewerber um den deutschen Titel – besetzten internationalen Vier-Sterne-Prüfung erzielte in der Dressur der US-Amerikaner William Coleman mit nur 24,6 Minuspunkten. Für den 39-Jährigen ist es der vierte Start in Luhmühlen. So war er bereits 2005 bei der Fünf-Sterne-Premiere (damals noch CCI4*) mit dem zuvor von Edith Schless gerittenen Westfalen A Second Hope am Start, der mittlerweile 30-jährig seinen Ruhestand bei Coleman in Florida verbringt. Seinen bislang größten Erfolg in Luhmühlen – Platz fünf – feierte Coleman 2009 mit dem ebenfalls aus deutschen Beritt stammenden Twizzel (Simone Böckmann). Mit ihm gehörte er 2012 auch zum amerikanischen Team bei den Olympischen Spielen in London. Auch in diesem Jahr sitzt Coleman wieder im Sattel eines in Deutschland gezogenen Pferdes: Chin Tonic HS, ein zehnjähriger Holsteiner von Chin Camp aus der Zucht von Inken Gräfin von Platen-Hallermund, unter ihrem Mädchennamen Inken Johannsen 2001 selbst Vizeeuropameisterin in der Vielseitigkeit. Und er hat noch ein weiteres Eisen im Feuer. Mit Off the Record erzielte er 28,2 Minuspunkte.

CCI5*-L: Sophie Leube auf Platz sechs

Am Ende ist es nur noch ein deutsches Paar, das in der Fünf-Sterne-Prüfung die deutsche Fahne hochhält. Mit 30,6 Minuspunkten belegen Sophie Leube (Hamm) und Jadore Moi den vorläufigen siebten Platz. Ein versprungener Galoppwechsel hatte das Paar ein paar Punkte gekostet. „Das ist bisschen schade“, sage sie, „das ist eigentlich unsere Stärke. Die Wechsel gehen sonst viel besser.“ Generell sei die Stute aber sehr entspannt gewesen. „Diese Fünf-Sterne-Aufgabe ist schon noch mal schwerer in der Trabtour“, erklärte sie. Für die EM-Reservistin, die Ende vergangenen Jahres das Traditionsturnier in Boekelo gewinnen konnte, ist es der erste Start auf allerhöchstem internationalen Niveau: „Das ist nochmal so ein nächster Schritt. Es ist aufregend und spannend, ein großes Ziel, das man immer erreichen wollte. Und ein bisschen unglaublich auch, das jetzt erreicht zu haben.“

Die Führung nach Dressur hat wie schon nach Tag eins die Britin Bubby Upton mit Cannavaro mit 24,9 Minuspunkten inne vor der US-Amerikanerin Lauren Nicholson mit Vermiculus (26,7). Den vorläufig dritten Platz belegt der ehemalige Luhmühlensieger Tim Price aus Neuseeland mit Vitali (27,1), und der Schweizer Felix Vogg konnte sich mit seinem Olympiapferd Colero eine gute Ausgangsposition verschaffen (29,0 Minuspunkte).

Die Luhmühlen Horse Trials werden am Samstag ab 9.15 Uhr mit der CCI5*-L-Geländeprüfung fortgesetzt. Der erste Teilnehmer in der Vier-Sterne-Prüfung bzw. der Deutschen Meisterschaft startet um 12.50 Uhr ins Gelände.

 

 

 

 

 


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