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Dritter deutscher Titel für Michael Jung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Helkenberg/ FN/ DL   
Sonntag, 19. Juni 2022 um 18:44

 

Michael Jung - in allen Sätteln der drei Olympischen Disziplinen heimisch, nun in Luhmühlen zum dritten Mal Deutscher Titelträger in der Vielseitigkeit

(Foto: Stefan Lafrentz)

Luhmühlen. Mission Titelverteidigung geglückt. Bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Longines Luhmühlen Horse Trials hat Michael Jung (Horb) erneut die Goldmedaille gewonnen. Im Sattel des elfjährigen Iren Highlighter belegte Jung nicht nur Platz eins in der internationalen Wertung der Vier-Sterne-Prüfung (CCI4*-S), sondern sicherte sich als bester Deutscher auch seinen insgesamt dritten Meistertitel. Die Sieger der Fünf-Sterne-Prüfung bei den Longines Luhmühlen Horse Trials heißen Felix Vogg und Colero.

Auf den Rängen rund um den Springplatz in Luhmühlen herrschte Hochspannung. Denn die letzten Paare lagen nach Dressur und Geländeritt so dicht beieinander, dass selbst Zeitfehler im letzten Springen entscheidend sein konnten. Und die Zeit war knapp bemessen. „Das war schon ein bisschen Nervenkitzel heute“, sagte Jung. Etwas leichter machte dem "Multi-Champion" aus Horb ein Fehler von Jérôme Robiné, der direkt vor ihm startete. „Das hat ein bisschen Leichtigkeit mit in den Parcours gebracht. Ich wusste, dass ich mir nun einen Abwurf leisten kann, war mir aber nicht ganz sicher mit der Zeit. Aber schneller kann ich ihn im Parcours nicht reiten. Daher bin ich jetzt super happy“, sagte der neue und alte Deutsche Meister, der am Ende 25,6 Minuspunkte auf dem Konto hatte. 

Robiné dagegen war verständlicherweise etwas enttäuscht. „Es ist schön, dass wir schon so weit sind, dass wir bei den Großen mitmischen können. Vielleicht haben wir an einem anderen Tag etwas mehr Glück und dann sieht es wieder anders aus. Aber erstmal bin ich froh, dass ich so ein klasse Pferd im Stall stehen habe“, sagte der 24-jährige Sportsoldat, der in Luhmühlen bei seiner zweiten Deutschen Meisterschaft eine Medaille zum Greifen nahe hatte (33,0 Minuspunkte). Auch Dirk Schrade wäre in Luhmühlen gerne Meister geworden, vor allem aber sollte sein Holsteiner Schimmel Casino nach Pech in Baborowko in Luhmühlen eine gute Vorstellung abliefern. „Das hat er fantastisch gemacht. Ich bin richtig stolz“, sagte er. Zu weiteren Plänen wollte er sich noch nicht äußern. „Jetzt fahren wir nach Hause und genießen erst einmal unsere Silbermedaille und über alles Weitere spreche ich dann mit dem Bundestrainer“, sagte er. Am Ende trennten ihn genau vier Punkte von der Goldmedaille: 29,6 Minuspunkte.

Hoch zufrieden war auch Sandra Auffarth – mit ihren beiden Pferden. Mit ihrem Olympiapferd Viamant du Matz drehte wie mit den Trainern verabredet eine ruhige Runde, mit Nachwuchspferd Rosveel arbeitete sie sich im Verlauf der Prüfung von Rang sieben auf den Bronzerang vor (29,8 Minuspunkte). „In der Dressur waren noch ein paar Kleinigkeiten, aber er hat sich so viel verbessert von letzten zu diesem Jahr“, zog sie Bilanz des Wochenendes. „Im Gelände ist er ein wirkliches Verlasspferd, jede Geländeprüfung hat er bisher super cool abgespult. Und im Springen war ich selbst gespannt, weil ich vorher noch nie so schnell im Gelände geritten bin. Aber schon in der Verfassungsprüfung habe ich gemerkt, dass er lustig drauf ist und das Gelände super weggesteckt hat. Das hat er im Parcours dann auch bewiesen, hat bis zum letzten Sprung mitgekämpft, war vorsichtig, aufmerksam und wollte es richtig gut machen. Man konnte am Ende merken, dass er bisschen stolz ist“, sagte sie.

Mit einem fünften Platz in der DM-Wertung (35,6 Minuspunkte) trat Alina Dibowski, mit 21 Jahren zweitjüngste deutsche Bewerberin um den Titel, in die Fußstapfen ihres erfolgreichen Vaters Andreas Dibowski. „Meine Erwartungen wurden übertroffen“, sagte sie und fasste ihre erste "Senioren"-Meisterschaft so zusammen: "Über die Dressur kann man nicht meckern, im Gelände ist Barbados ein ganz ganz schnelles Pferd und im Springen war die Null erst einmal das Wichtigste. Die Zeit war hier knapp und ich habe einmal die Kurve nicht gekriegt, wie wir das besprochen haben, und deswegen hatte ich Zeitfehler."

„Es war ein mega spannender Wettkampf bis zum letzten Sprung“, zog Bundestrainer Peter Thomsen sein Fazit des DM-Wochenendes. „Die alten Hasen haben sich durchgesetzt. Ich habe mich besonders gefreut, dass alle drei ihre Pferde selbst ausbilden und eben deswegen so lange da oben sind, weil sie immer wieder neue Pferde finden und bis hin in die Weltspitze entwickeln und ihnen dabei Zeit lassen. Das sollte auch Vorbild sein für andere, damit die Spitze wieder breiter wird und wir möglichst viele Pferde auf diesem Niveau haben. Mein Spruch ist, der längere Weg ist am Ende immer der kürzere“, sagte Thomsen. „Hervorragend war auch die Leistung der jüngeren Reiter. Das ist es, was wir brauchen. Wir haben ganz viele, die an der Tür klopfen in Richtung Championat und Longlist, und so eine Meisterschaft soll auch motivieren.“

Sieger 5-Sterne-Prüfung: Felix Vogg

Die Gewinner der 5-Sterne-Konkurrenz heißen Felix Vogg und Colero. Der am Bodensee beheimatete Schweizer Reiter, jahrelanger Trainingspartner von Michael Jung und Dirk Schrade, der nun in Überlingen einen eigenen Stall betreibt, machte sich mit seinem Sieg selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Gleichzeitig bescherte er der Schweiz den ersten Sieg nach Hans Schwarzenbach, der vor 71 Jahren mit Vae Victis in Badminton an erster Stelle stand.

Der jetzt 32-jährige Felix Vogg und Colero hatten die Prüfung mit 29,0 Minuspunkten auf Platz vier begonnen, setzen sich mit einer Nullrunde im Gelände an die Spitze und blieben am Ende auch im Parcours fehlerfrei. Voggs erster Gedanke nach dem Sieg war: „Endlich! Endlich nach schwierigen Jahren, endlich läuft es für eine längere Weile als nur für ein Turnier. Colero hat die Saison ja schon gut begonnen, in diesem Jahr zum dritten Mal vorne - besser geht es nicht.“ Den nicht ganz einfachen Westfalen (v. Captain Fire) bekam Felix Vogg siebenjährig in den Stall. Entdeckt wurde er dreijährig von der westfälischen Landestrainerin Jutta Briel, die ihn noch ungeritten erwarb und für seine Grundausbildung sorgte. Sie erkannte das Besondere in ihm, wenngleich Colero etwas „speziell“ war. „Ich bin noch nie so oft vom einem Pferd gefallen wie von ihm“, erzählte sie lachend. Sie empfahl das Pferd zunächst Dirk Schrade und über diesen kam Colero zu Felix Vogg, der ihn mit viel Geduld langsam für größere Aufgaben aufbaute. 2021 feierten die beiden bei den Olympischen Spielen ihren bis dahin größten Erfolg (Platz 19).

Bei der Siegerehrung bedankte sich Vogg nicht nur beim Veranstalter, sondern auch beim Publikum für die Unterstützung für ihn als in Deutschland lebenden Schweizer. „Ich weiß nicht, ob sie es wussten, aber es ist ja auch ein deutsches Pferd und der ein oder andere kennt mich ja auch. Und das Publikum ist hier ja immer sehr positiv“, sagte Vogg. Ein bisschen lag es aber wohl auch daran, dass die einzige deutsche Teilnehmerin – Sophie Leube (Hamm) mit Jadore Moi – nach einem frühen Fehler im Gelände aufs Weiterreiten verzichtet hatte.

So bestand das Trio an der Spitze neben Felix Vogg und Colero aus der Britin Kirsty Chabert und ihrer Stute Classic VI (31,1 Minuspunkte) und der vormaligen Luhmühlen-Siegerin Jonelle Price aus Neuseeland mit Faerie Dianimo (32,0 Minuspunkte). Beide Reiterinnen blieben im Parcours ohne Abwurf und profitierten von den Fehlern des Briten Oliver Townend und Jonelles Ehemann Tim Price, die zuvor auf „Medaillenkurs“ gelegen hatten und auf die Plätze acht beziehungsweise zehn zurückfielen.

 

 

 

 

 


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