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McLain Ward vor Olympiasieger Lamaze in Spruce Meadows PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 14. September 2009 um 20:06

Calgary. Der mit umgerechnet 655.000 Euro dotierte Große Preis zum Abschluss des CSIO von Kanada in Spruce Meadows brachte dem nicht gerade in der Vergangenheit als großer Horseman aufgefallene McLain Ward (USA) auf der belgischen Ausnahme-Stute Sapphire den Sieg und als Prämie rund 212.400 Euro. Von den deutschen Teilnehmern erreichte Janne-Friederike Meyer auf Lambrasco einen ausgezeichneten vierten Platz.

44 Teilnehmer im höchstdotierten Grand Prix der Welt auf der herrlichen Anlage Spruce Meadows am Rande der Millionenstadt Calgary – nur zwei im Stechen. In der Entscheidung gaben 28 Hundertstelsekunden den Ausschlag über das Gewinngeld für den zweimaligen Team-Olympiasieger McLain Ward (33) auf der belgischen Stute, 130.000 Euro blieben Kanadas Olympiasieger Eric Lamaze auf dem Hengst Hickstead als knapp geschlagenem. Über 80.000 weniger, so hart sind sonst auf keinem Turnierplatz der Welt die Verteilermodalitäten an Geld wie eben in Spruce Meadows, wo die Familie Southern das Gesetz ist und und nach wie vor sonst niemand. Es war gleichzeitig der achte Grand Prix, den Ward in diesem Jahr auf der 14 Jahre alten Sapphire gewinnen konnte.

Pech hatte der Brite Ben Maher, der auf Robin Hood wegen eines Zeitfehlerpunktes ein Stechen verpasste, aber immerhin als Dritter mit 32.680 Euro abflog.

26.145 Euro für JF Meyer

Wie schon in den letzten Wochen gab Janne-Friederike Meyer (28) auch in Kanada eine gute Figur ab. Auf dem Holsteiner Wallach Lambrasco belegte sie nach zwei Runden und fünf Fehlerpunkten einen mehr als ausgezeichneten vierten Rang, was ihr 26.145 Euro einbrachte.  Daniel Deußer, 28, Hesse aus Hünfelden und Bereiter beim niederländischen Mannschafts-Olympiasieger Jan Tops in Valkenswaard, platzierte sich auf dem Westfalen-Wallach Aboyeur als Achter (13 Fehlerpunkte/ 13.700 €).

Nur zwölf Reiter erreichten die zweite Runde mit dickem Preisgeld, die anderen kassierten egal auf welcher Position mit beendetem Parcours am Ende je 2.300 Euro, dazu gehörten u.a. Brasiliens dreimaliger Weltcupgewinner und Olympiasieger Rodrigo Pessoa auf Champ (4 Fehlerpunkte) als 13., der Lastruper Mario Stevens auf Mac Kinley (6) auf dem 19. Platz und Ex-Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) auf dem inzwischen 16 Jahre alten Hannoveraner Wallach Shutterfly, dem solch`  schwere Hindernisaufgaben wie in Spruce Meadows langsam und am Ende einer ziemlich einmaligen Karriere erspart werden müssten. Das Paar kam mit 24 Fehlerpunkten aus der ersten Runde zurück, das war die 41. Stelle.

Gar nichts bekam Belgiens Weltmeister Jos Lansink, der auf dem Schimmelhengst Cumano 2004 den Großen Preis für sich entschieden hatte. Weil er auf der Stute Valentina aufgab, wurde er auch von der Geldliste gestrichen.

Noch ein Wort zu McLain Ward...

1999 wurde McLain Ward wegen Tierquälerei auf Lebenszeit vom Turnierplatz Aachen verbannt. Der ausrichtende Aachen Laurensberger-Rennverein, ALRV, schickte ihn am zweiten Tag des Offiziellen Internationalen Turniers von Deutschland nach Hause, weil er seinem Pferd Bennetton spitze Plastikteilchen in die Gamaschen der Vorderbeine gewickelt hatte. Er war bei der Kontrolle direkt am Ausritt dem deutschen Chefsteward Johannes Wallmeier in die Hände gefallen. Wards Team-Gefährtin Anne Kursinki damals: „Großer Kopf – wenig Inhalt.“ ALRV-Präsident Klaus Pavel sagte, ebenfalls damals: „Wir stehen voll hinter der Entscheidung der Jury.“ Zur Erklärung: Beim Anschlagen der Beine durch präparierte Gamaschen wird an Hindernisstangen zusätzlicher Schmerz erzeugt. Was also auf dem Abreiteplatz bewusst getestet wird, bringt dem Reiter im Parcours möglicherweise den Vorteil einer fehlerlosen Runde. Das Pferd reißt nämlich über den Hürden vor Angst auf zusätzlichen Schmerz die Beine noch höher.

2004 ritt McLain Ward dennoch wieder beim CHIO von Deutschland in der Soers.  Heinz Schütte (Braunschweig), Präsident der Jury 1999: “Das überraschte mich. Meines Wissens wurde McLain Ward zusätzlich auch in den USA noch gesperrt. “ Schütte hatte damals alles mit FEI-Generalsekretär Bo Helander (Schweden) abgesprochen, „alles war fotografiert worden, weil wir ja nicht in einen Konflikt mit den amerikanischen Gerichten geraten wollten“ (Schütte). Doch nachdem sich Ward schriftlich entschduldigte, wurde ihm vom ALRV Absolution erteilt.

Bereits in Göteborg aufgefallen

Der Amerikaner war ja nicht das erste Mal aufgefallen. 1998 hätte er beim Weltcupfinale in Göteborg bereits nach Hause geschickt werden müssen, als er sich einer Gamaschenkontrolle entzog. Damals in der Scandinavium-Halle sollte er die Beinschoner des Pferdes abnehmen, doch er ritt frech davon in eine andere Ecke, verschwand in einem der vielen Ausgänge und behauptete danach frech, sein Pferd habe überhaupt keine Gamaschen getragen, was per Video widerlegt werden konnte. Strafe unterblieb. Das sprach auch nicht unbedingt für die Schweden, die sich das Tierschutzgesetz so grell auf die Fahne gepinselt haben und die immer und überall behaupten, sie hätten die härtesten Reglemente zum Schutze der Tiere.

Sein Vater Barnie Ward war ein ganz schlimmer Bursche. Er wurde wegen Versicherungsbetrugs um Tötung von versicherten Pferden für 33 Monate inhaftiert und darf auf Lebenszeit keinen Turnierplatz in den Staaten mehr besuchen.

 


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