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Abschluss-Bericht der DOSB-Kommission PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Peiler   
Dienstag, 22. September 2009 um 18:05

Warendorf (fn-press). "Im deutschen Pferdesport gibt es keinen Flächenbrand, sondern nur einzelne Brandherde." So lautete eine der Kernaussagen einer unabhängigen Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die in den letzten Monaten Reiter und Funktionäre hinsichtlich ihrer Einstellung und ihres Verhaltens befragt und die Situation im Spitzensport analysiert hat. Grund waren die Manipulationsvorwürfe im Pferdespitzensport seit den Olympischen Spielen in Hongkong. Heute stellte die Kommission ihren Abschlussbericht im Rahmen einer Pressekonferenz  in Warendorf vor.

 

Der Vorsitzende der DOSB-Kommission, Professor Dr. Udo Steiner, begrüßte die bereits von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bei ihrer Präsidiumssitzung am 2. September definierten Maßnahmen für einen sauberen Sport. Dabei betonte er, dass der deutsche Reitsport im Kaderbereich nicht strukturell unredlich sei. Deshalb empfahl die Kommission in vier Fällen - Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Marco Kutscher (Riesenbeck), Daniel Deußer (Valkenswaard/NED) und Rene Tebbel (Emsbüren) - die Aufnahme der angehörten Personen in einen Kader mit Auflagen.

 

Im Fall Isabell Werth empfahl die Kommission eine einjährige Kadersperre beginnend ab ihrer Suspendierung am 23. Juni 2009. In der Begründung heißt es: "Für die Kommission war dabei ausschlaggebend, dass das Pferd von Frau Werth gedopt wurde, und dies mit einem Mittel, dessen Anwendung nach medizinischer Einschätzung des FEI-Tribunals für das Pferd mit gesundheitlichen Gefahren verbunden war. Die Empfehlung steht unter dem Vorbehalt, dass die Entscheidung des Tribunals der FEI bestandskräftig wird."

 

FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach kommentierte die Empfehlung wie folgt: "Wir haben gesagt, dass wir die Kaderempfehlung der Kommission beherzigen werden. Und das tun wir jetzt auch."

 

Die bereits vom FN-Präsidium definierten Maßnahmen wie

Einführung eines Anti-Doping-Codes-Pferd basierend auf dem NADA-Rechtssystem:

 

Verschärfung des Strafrahmens bei Dopingverstößen

 

Verschärfung der Kader- und Championatsbestimmungen


Einführung einer Schiedsvereinbarung für Spitzenreiter

 

Unterwerfung der Tierärzte unter Regelwerk und Rechtssystem

 

Automatische Sperre von Pferden bei Dopingverstößen

 

Einführung von Trainingskontrollen für Kaderpferde

 

Einführung eines Stallbuches für Kaderpferde

 

Verbesserung nationaler Wettkampfkontrollen durch Schaffung von Kontrollteams

 

Erhöhung der Zahl nationaler Wettkampfkontrollen

 

Ausbau des Schulungsprogramms zur Dopingprävention

 

Änderung der Zuständigkeit bei Kaderausschluss aus nichtsportlichen Gründen: Bisher DOKR-Disziplinarausschuss, zukünftig DOKR-Vorstand

 

ergänzte die Kommission vor allem um folgende Punkte:

 

Grundsätzlicher Erhalt der Null-Toleranz-Lösung, d.h. im Wettkampf muss das Pferd frei von Substanzen sein.

 

Einführung von Wirksamkeitsgrenzen für ausgesuchte Substanzen. Dies ist mit einem hohen Forschungsaufwand verbunden und deshalb nur schrittweise umzusetzen.

 

Möglichkeit zur Durchführung von turniernahen Schnelltests auf zu listende Stoffe in akkreditierten und zertifizierten Analyselaboratorien.

 

Einführung einer FN-Abteilung "Sicherheit und Ordnung", die neben den Trainingskontrollen auch die gesamte Ermittlungstätigkeit im Doping-, Manipulations- und Ordnungsbereich übernehmen soll.

 

 

FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau begrüßte, dass die eingeleiteten Maßnahmen des Verbandes und die Empfehlungen der DOSB-Kommission weitgehend übereinstimmen: "Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zu den zusätzlichen Empfehlungen sagte er: "Die vorgeschlagene Null-Tolleranz-Lösung kommt unserer Vorstellung von gesunden und unmanipulierten Pferden im Wettkampf entgegen. Nichtsdestotrotz ist unser Ziel eine Harmonisierung des nationalen und internationalen Regelwerks, aber nicht um jeden Preis."

 

Die FN wird daher zunächst die Vorschläge zum FEI-Regelwerk abwarten, bevor das eigene Regelwerk für 2010 endgültig verabschiedet wird. "Natürlich bieten wir der FEI weiterhin unsere volle Unterstützung bei der Erarbeitung der neuen Regeln an", so Soenke Lauterbach.

 

"Die Empfehlung zur Einführung einer FN-Abteilung 'Sicherheit und Ordnung' und die damit verbundenen strukturellen Änderungen bedürfen noch einer intensiven Beratung und Abstimmung innerhalb des Gesamtverbandes", kennzeichnete der FN-Präsident das weitere Vorgehen.

 

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