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Heike Kemmer: "Höchste Zeit für Turnier in Berlin" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Mittwoch, 23. September 2009 um 13:34

 

Berlin. Für sie als Berlinerin ist seit langem klar: „Höchste Zeit, dass die Hauptstadt wieder ein Reitturnier erhält.“ Und sie, Heike Kemmer, sagt weiter: „Tempelhof als Austragungsstätte ist super, von dort flogen wir auch in meiner Jugend immer weg gen Westen.“ Tempelhof war auch jener Flughafen, wo die amerikanischen so genannten Rosinenbomber zwischen Juni 1948 und Mai 1949  landeten, um Westberlin am Leben zu erhalten, als die Sowjets mit einer Blockade die Stadt  von der Versorgung abschnitten. Nach sechs Jahren Pause wird nun im großen Stil wieder erstmals in Berlin geritten, an diesem Monatsende.

 

Der große Dr. Reiner Klimke sagte vor etwas mehr als 20 Jahren über die spätere Olympiasiegerin Nicole Uphoff, sie sei ein Glücksfall für die Dressur. Von Heike Kemmer sprach der erfolgreichste Reiter des letzten Jahrhunderts nicht. Die waschechte Berlinerin gehörte dazu, und auch wiederum nicht. In dieser vor allem in Deutschland von Beziehungen geflochtenen Welt fiel sie einfach nicht auf, sie löckte nicht gegen den Stachel, ihr mehr als nobler Vater Joachim polterte auch in keiner Sitzung los, und am Ende sagte sie selbst: „Man mochte mich, weil ich immer jeweils für eine Championat die Fünfte war. Deshalb hatten mich auch alle lieb.“ Zur Equipe gehörten aber nur vier Reiter.

 

In Hongkong passte alles ...

 

Sie konnte warten, sie wusste, dass sie einfach mal dran war. Auch wenn sie sicher etwas länger als andere warten musste. Schließlich war sie mit 20 schon bei den Jungen Reitern Vizeeuropameisterin, 1986 in ihrer Heimatstadt Berlin auf Lotus Zweite der Deutschen Meisterschaft hinter Gina Capellmann, doch erst mit 37 und dem Wallach Albano kam sie 2000 in den Championatskader für Olympia in Sydney. In Australien ritten Nadine Capellmann, Ulla Salzgeber, Alexandra Simons-de Ridder und Isabell Werth zu Gold, Heike Kemmer, inzwischen 47,  saß als Zuschauerin auf der Tribüne. Doch für alles entschädigte dann „Olympia der Reiter“ 2008 in Hongkong. Zusammen mit Isabell Werth auf Satchmo und Nadine Capellmann auf Elvis ritt die Betriebswirtin im Sattel von Bonaparte zu Teamgold und außerdem zu Einzelbronze. „In Hongkong passte alles, das Wohnen im Reiterdorf mit anderen, das Training unter Flutlicht, alles lief dort optimal“, sagt sie. Wie schon zwei Jahre davor bei den Weltreiterspielen in Aachen war auch in der ehemaligen britischen Kronkolonie ihr Ritt im Grand Prix auf  dem Hannoveraner Wallach entscheidend über Gold oder Silber mit der Equipe, über Sieg oder Niederlage gegen die Niederlande.

 

Mit ihrer Kür um eine Einzelmedaille lieferte zusätzlich Heike Kemmer  auf „Boni“ ein Meisterstück ab, sie ritt die Prüfung ihres Lebens, voller Konzentration, ohne Fehler zu einer originellen Musik, und der Wallach spielte voll mit, kraftvoll in den Verstärkungen, exakt in den Piaffen, sie wurde in der Kür Vierte, das reichte nach dem dritten Rang im Grand Prix Special zur bronzenen Plakette aus den der einzelnen Prüfungen.

 

„Wir mussten immer Portwein trinken...“

 

Vater Joachim Kemmer, ein nobler Herr mit hintergründigem Witz, ein scharfer Beobachter, immer mit genau gezogenem Scheitel rechts, Unternehmer (Hoch- und Tiefbau, Grundwassersanierung), war Pächter einer Jagd in der Lüneburger Heide unweit von Celle. Dort ließ Joachim Kemmer das Gestüt „Amselhof“ bauen, genannt nach der Stute Amsel, mit ihr hatte er auch zu züchten begonnen, mit bekannten Hengsten wie Raphael, Akzent II oder Calypso II.

 

Heike Kemmer war acht Jahre alt, als sie mit dem Reiten begann. Bei Wilfried Wels in der Reitschule Hundekehle in Berlin. Mit ihrem Vater und auf Haflingern ritt sie aus im Grunewald.  Ihr erstes Pferd hieß Portwein, „wir mussten deshalb auch immer Portwein trinken“. Ihren ersten Grand Prix ritt sie 1984 in Mannheim, „deshalb komme ich auch so gerne nach Mannheim“, sagt sie.

 

Ziel: „Weltreiterspiele in Kentucky“

 

Nach dem Tod ihres Vaters übernahm Heike Kemmer den „Amselhof“, 40 Pferde stehen in den einzelnen Boxen, ein Bereiter hilft ihr bei der Arbeit. Sie gehörte zum Aufgebot für die letzte Europameisterschaft vor Schloss Windsor bei London vor wenigen Wochen, doch Bonaparte hatte sich am Fesselkopf hinten links eine Verletzung zugezogen, sie musste absagen, „das tat mir sehr leid, denn ich wollte gerne die EM reiten“, meint sie. Doch mit dem jetzt 16-Jährigen Hannoveraner hat sie sich ein weiteres Ziel gesetzt: „Die Weltreiterspiele im nächsten Jahr in Kentucky.“

 

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