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Neues aus Warendorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Pressestelle   
Mittwoch, 30. Juni 2010 um 19:01

Warendorf (fn-press). Neues aus Warendorf...

 

FN bezuschusst Turnierpferde-Eintragung und Besitzwechsel von Schulpferden

 

Warendorf (fn-press). Mit einer finanziellen Unterstützung will die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) den Einsatz von Schulpferden auf Turnieren fördern. Deshalb bezuschusst sie zum einen ab dem 1. Juli die Eintragung von im Vereinsbesitz befindlichen Schulpferden als Turnierpferde mit 50 Prozent. Zum anderen gibt es 50 Prozent Zuschuss für den Besitzwechsel eines Turnierpferdes, das aus Privatbesitz in Vereinsbesitz übergeht. Die Maßnahme ist Teil der Verbands-Initiative „Vorreiter Deutschland“, in deren Rahmen FN und Landespferdesportverbände auch die Schulpferdearbeit in Vereinen stärken wollen. Sie ist befristet und gilt bis einschließlich 2012.

 

Das Zuschussverfahren läuft wie folgt: Der Verein lässt das Schulpferd/die Schulpferde bei der FN auf den Verein eintragen oder beantragt den Besitzwechsel. Mit Rücksendung der Originalpapiere und der Rechnung erhält der Verein ein entsprechendes Antragsformular, mit dem er nach Bezahlung der Rechnung einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Gebühren beantragen kann. Konkret heißt das, die Eintragung in Liste 1 und Liste 2 (deutsche Pferde mit vollständigem oder nicht vollständigem Abstammungsnachweis) kostet je Pferd effektiv 29,50 Euro statt 59 Euro; die Eintragung in Liste 3 (ausländische Pferde oder Pferde ohne Abstammungsnachweis) kostet effektiv 74 statt 148 Euro. Muss noch ein Equidenpass erstellt werden kommen 12 Euro je Pass hinzu.

 

Der Besitzwechsel kostet durch den Zuschuss 14 Euro statt 28 Euro. Die Anzahl der Eintragungs- und Besitzwechsel-Anträge pro Verein ist beliebig. „Mit dem Zuschuss wollen wir Vereinen erleichtern, Schulpferde gehobenen Standards auch in LPO-Prüfungen zu nennen,“ erklärt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine, Betriebe bei der FN.

 

Die Zuschussanträge sind an die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Abteilung Breitensport/Vereine/Betriebe, Annette von Hartmann, 44229 Warendorf zu schicken. Annette von Hartmann erteilt auch Auskunft zu der Maßnahme: Tel. 02581/6362-282, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Weitere Informationen gibt es auch auf www.vorreiter-deutschland.de.             Bo

 

 

 

Neu im FNverlag

Pferdekauf heute

 

Warendorf (fn-press). Kauf und Verkauf, Beurteilung, Gesundheit und Recht – das sind die Themen der dritten, komplett überarbeiteten Neuauflage des Buchs „Pferdekauf heute“ aus dem FNverlag. Die Autoren Dr. Sascha Brückner und Dr. Antje Rahn beantworten die wichtigsten rechtlichen und hippologischen Fragen rund um den Pferdekauf und machen das Werk damit zum Ratgeber für alle, die ein Pferd erwerben oder verkaufen möchten oder im Pferdehandel vermittelnd oder (rechts)beratend tätig sind.

 

Der erste Teil des Buches widmet sich der Besichtigung, Auswahl und Beurteilung von Pferden. Komplett neu ist der zweite Teil, in dem es um den juristischen Part beim Pferdekauf geht. Hier findet der juristische Laie ebenso wie der hippologisch interessierte Jurist wertvolle fachliche Hinweise zum Kaufrecht, erstmals auch mit sämtlichen Fundstellen von weit über hundert zitierten und teilweise ausführlich diskutierten gerichtlichen Entscheidungen. Dazu gibt es Praxistipps zum Abschluss von Kaufverträgen. Tabellarische Übersichten runden das Werk ab und tragen dazu bei, den Pferdekauf in seinen vielen Facetten verständlich zu machen und „populäre (Rechts-) Irrtümer“ aufzudecken.

 

Dr. jur. Sascha Brückner ist Rechtsanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Hippologische Rechtsfragen und Versicherungsrecht, Lehrbeauftragter an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Vizepräsident des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg, Erster Vorsitzender und Leiter der Sparte „Pferde“ des Sachverständigen-Kuratoriums für Landwirtschaft (SVK), Ausbilder im Reitsport und Turnierrichter bis einschließlich Klasse M. Die Tierärztin Dr. Antje Rahn ist ÖBV-Sachverständige für Zucht, Haltung und Bewertung von Pferden, Grand-Prix-Reiterin, Trägerin des Goldenen Reitabzeichens, erfolgreiche Züchterin und Inhaberin eines Ausbildungs- und Verkaufsstalles für Dressurpferde.

 

Das Buch „Pferdekauf heute“ kostet 29,80 Euro und ist erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag in Warendorf, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder Internet www.fnverlag.de.         Hb

 


Zucht

 

Weltmeisterschaften Junge Dressurpferde

Teilnehmer sind nominiert

 

Warendorf (fn-press). Wer die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde vom 4. bis 8. August in Verden vertreten wird, steht jetzt fest. Wie bereits im vergangenen Jahr gab es nur eine bundesweite Sichtung. 38 fünfjährige und 34 sechsjährige Nachwuchspferde wurden am Bundesleistungszentrum in Warendorf unter dem Sattel präsentiert. Im Anschluss nominierte das Sichtunsgremium, bestehend aus den Richtern Jonny Hilberath (Scheeßel), Christoph Hess (Warendorf) und Bundestrainer Holger Schmezer (Verden), folgende Pferde:

 

Fünfjährige Dressurpferde (alphabetisch):

Florestine, Rheinländer Stute v. Florestan I – Rohdiamant (Züchter: ZG W. und B. Ameln, Reiter: Holga Finken)

Henglein’s Licosto, Westfalen Hengst v. Licotus – Rosenkavalier (Züchter: Alfons Baumann, Reiter: Steffen Frahm)

Lissaro van de Helle, Hannoveraner Hengst v. Lissabon – Matcho AA (Züchter: Jürgen Dittmer, Reiterin: Claudia Rüscher)

Sarkozy, Hannoveraner Hengst v. Sandro Hit, Mutter von Weltmeyer (Züchter: Arno Mester, Reiterin: Eva Möller)

Schumacher, Westfalen Hengst v. Stedinger – Weltmeyer (Züchter: Wilhelm Lambardt, Reiterin: Claudia Rüscher)

Wasabi, Oldenburger Wallach v. Welt Hit IV – Lancer I (Züchter: Hans Radloff, Reiterin: Victoria Michalke)

Weihegold OLD, Oldenburger Stute v. Don Schufro – Sandro Hit (Züchterin: Inge Bastian, Reiterin: Kira Wulferding).

 

Als erste. Reserve wurde Sir Rubin, Oldenburger Hengst v. Sir Donnerhall I – Rubinstein I (Züchter: Marion Menck, Reiterin: Dorothee Schneider) nominiert. Zweite und dritte Reserve sind Damon Jerome H, Rheinländer Hengst v. Damon Hill – Guy Laroche (Züchter: Willi Schneider, Reiterin: Uta Gräf, beziehungsweise Horatio, Hannoveraner Wallach v. Hochadel – Matcho AA (Züchterin: Susanne Buroch, Reiterin: Dorothee Schneider).

 

Sechsjährige Dressurpferde (alphabetisch):

Blickpunkt, Westfalen Wallach v. Belissimo M – Weltmeyer (Züchter: Heribert Westhoff, Reiterin: Eva Möller)

Dresden Mann, Westfalen Hengst v. Dresemann – Florestan I (Züchter: Hubert Vornholt, Reiterin: Ingrid Klimke)

Du Soleil, Hannoveraner Wallach v. De Niro – Caprimond (Züchter: Sven Kahrens, Reiterin: Saskia Lieben-Seutter)

Eloy, Hannoveraner Hengst v. Earl – Wendenburg (Züchter: Johann Fuseler, Reiterin: Christin Schütte)

Redford, Hannoveraner Wallach v. Rosentau – Escudo I (Züchterin: Gisela Franke, Reiter: Jessica Werndl)

Soliere, Hannoveraner Hengst v. Sandro Hit – Donnerhall (Züchterin: Sandra Neff, Reiterin: Eva Möller)

Watulele, Hannoveraner Wallach v. Wolkenstein II – Frappant (Züchter: Richard Brümmer, Reiterin Esther Maruhn).

 

Als erste Reserve wurde Wellendorff, Hannoveraner Wallach v. Weltmeyer – Shogun xx (Züchter: Eberhard Hennings, Reiterin: Julia von Platen-Elmerhaus) nominiert. Zweite und dritte Reserve sind Agnone, Rheinländer Hengst v. Abanos – Dream of Heidelberg I (Züchter: Roberto del Bianco, Reiter: Oliver Oelrich) beziehungsweise Waterkant, Hannoveraner Hengst v. Wolkenstein –  Matcho AA (Züchter: Wilhelm Tamm, Reiterin: Jessica Werndl).     evw

 

 


Persönliche Mitglieder

 

Regionale Fachtagungen

Neue Termine

 

Warendorf (fn-press). Regionale Fachtagungen und Seminare zählen zum Angebot der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für ihre Persönlichen Mitglieder (PM). Eingeladen zu diesen Veranstaltungen sind alle Pferdesportinteressierten. Informationen und Anmeldung zu allen Veranstaltungen: Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), Bereich Persönliche Mitglieder, 48229 Warendorf, Judith Schaefers, Telefon 02581/6362-246, Fax 02581/6362-100, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. oder im Internet: www.pferd-aktuell.de unter Termine und Veranstaltungen.

 

PM-Regionaltagung am 22. Juli in Münster-Handorf

Modernes Training und Pferdefütterung

Im Rahmen der Westfalen-Woche können sich die Persönlichen Mitglieder in einer PM-Regionaltagung am Donnerstag, 22. Juli, im Westfälischen Pferdezentrum Münster über zwei interessante Themen zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit von Reiter und Pferd informieren. Weder die richtige Pferdefütterung in den verschiedenen Disziplinen des Pferdesports noch das Training von Reiter und Pferd in Bezug auf Leistungsdiagnostik sowie Trainingsplanung und -steuerung sind auf dem Stand des heutigen Humansports. Auf verschiedenen Ebenen sind Defizite und damit auch Verbesserungspotenziale zu erkennen. Zu den neuesten Erkenntnissen des modernen Trainings für Reiter und Pferd referiert Matthias Bojer, Dozent der Deutschen Sporthochschule Köln. Olaf Krause, Produktmanager aus dem Hause DERBY Spezialfutter GmbH, informiert über eine optimale Fütterung zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Gesunderhaltung des Pferdes. Die PM-Regionaltagung beginnt um 18 Uhr und kostet 15 Euro, für Nicht-PM 20 Euro inklusive eines Imbisses. Die Teilnahme kann Inhabern von Ausbilderlizenzen als Fortbildung mit drei Lerneinheiten anerkannt werden.

 

PM-Treff am 18. August: Schleppjagd „Isernhagen rechtsrum“

Die kurze – aber dennoch sportliche – abendliche Jagd hinter der Niedersachsenmeute bietet am Mittwoch, 18. August, in Isernhagen den idealen Rahmen, um einen schönen Abend in geselliger Runde unter Pferdefreunden zu verbringen. Seit 136 Jahren werden in Isernhagen vor allem die legendären Hubertusjagden geritten. Bis 1914 war das Militär-Reit-Institut der Ausrichter, ab 1921 die daraus hervorgegangene weltbekannte Kavallerieschule Hannover. Viele große Reiter trafen sich selbstverständlich auf dem „Heinberg“. Sogar Hermann Löns beschrieb schon diese Jagden. Seit 2006 ist die große Jagd in der Feldmark der Hohenhorster Bauernschaft wieder belebt worden und bereichert seitdem die Jagdkultur Isernhagens. Stelldichein zum Jagdtermin am 18. August ist um 18 Uhr an der Gaststätte Voltmers Hof in Isernhagen. Die PM werden mit Trecker-Gespannen zu den interessantesten Punkten der Jagd gefahren, von wo sie besten Blick auf die verschiedenen Jagdfelder und die landschaftliche schöne Jagdstrecke haben. Es werden insgesamt vier Schleppen über 10 Kilometer mit bis zu 20 Hindernissen geboten. Das große Halali beginnt gegen 20.30 Uhr unter Mitwirkung der Jagdbläser „Rallye Trompes de la Bruyère“, anschließend findet das zünftige Jagdessen statt und die Teilnehmer haben Zeit, Gedanken auszutauschen und in geselliger Runde fachzusimpeln. Die Teilnahmegebühr für die Treckerfahrt beträgt 5 Euro, für das Jagdessen 30 Euro (Jugendliche und Studenten 5 Euro). Sie sind vor Ort zahlbar. Für die Teilnahme am Jagdessen ist eine Anmeldung vor Ort erforderlich.

 

PM-Regionaltagung am 21. August in Wolfsburg-Heiligendorf:

Das Islandpferd – seine Ausbildung und Haltung

Aus dem Dunkel der Zeit, „mit erhobenem Haupt, vibrierenden Nüstern und wirbelnden Hufen" sind die Islandpferde vor 50 Jahren auf den Kontinent zurückgekommen, den sie vor über 1000 Jahren mit den Wikingerschiffen in Richtung Island verlassen hatten. Das Besondere am Islandpferd sind seine Ursprünglichkeit und seine speziellen Gangarten Tölt und Pass, die es zusätzlich zu den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen kann. Über die Geschichte der Islandpferde und deren besondere Haltung können die PM in einer PM-Regionaltagung am Samstag, 21. August, auf dem Hof Welkensiek in Wolfsburg-Heiligendorf – dem Dorf der Islandpferde mit über hundert Isländern – mehr erfahren. Zusätzlich stehen reiterliche Vorführungen der Reitschule sowie eine Lehrstunde mit dem Bundestrainer des Islandpferde- Reiter- und –Züchterverbands (IPZV), Horst Klinghardt, auf dem Programm. Bei der Hofführung kann die Tierhaltung des Ökologischen Grünlandbetriebs sowie die Reitsportanlage des Islandpferdevereins Fákur Wolfsburg, 2004 Ausrichter der Deutschen Islandpferdemeisterschaft, besichtigt werden. Seit 29 Jahren betreibt die Familie Udo Rauhaus auf dem Hof Welkensiek eine Islandpferdereitschule sowie einen Islandpferde- Pensions- und Zuchtbetrieb. Auf dem Hof stehen über einhundert Islandpferde in islandgemäßer Robusthaltung, das heißt ganzjährig im Freien. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Hof Welkensiek hat der Islandpferdeverein Fákur Wolfsburg vor zehn Jahren eine Reitsportanlage für Islandpferde mit einer 250 Meter-Ovalbahn, einer 300 Meter-Passbahn und Dressurviereck gebaut. Mit seinen gepflegten Grünanlagen und dem großen Zuschauerwall zählt das Gelände mit zu den schönsten Turnieranlagen für Islandpferde in Deutschland. Die PM-Regionaltagung beginnt um 14 Uhr und kostet 8 Euro, für Nicht-PM 10 Euro pro Person inklusive Kaffee und Kuchen.

 

PM-Reitwochenende vom 10. bis 12. September in Münster-Sudmühle:

Aktiv trainieren bei namhaften Ausbildern

Immer nur zuschauen, wenn andere Reiter bei namhaften Ausbildern trainieren? Persönliche Mitglieder haben am Wochenende vom 10. bis 12. September in der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster-Sudmühle selbst einmal Gelegenheit, bei hochrangigen Ausbildern ihre Kenntnisse zu erweitern und eine andere Art des Reitunterrichts als „zu Hause“ zu erleben. Dabei spielt der Ausbildungsstand des Reiters und/oder des Pferdes sowie die Pferdesport-Disziplin (fast) keine Rolle. Dressur, Springen, Gelände von Klasse E bis M, alles ist möglich. Die Ausbilder Reitmeister Martin Plewa (Springen und Gelände), FN-Abteilungsleiter Ausbildung und Leiter des Bereiches Persönliche Mitglieder Christoph Hess (Dressur) sowie Pferdewirtschaftsmeister Rainer Jäckel (Dressur) gehen individuell auf die Kursteilnehmer ein und arbeiten an der speziellen Aufgabenstellung eines jeden Reiter-Pferd Paares. Das PM-Reitwochenende beginnt am Freitag, 10. September, um 16 Uhr mit der Begrüßung in der Reitschule. Anschließend wird das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster besichtigt. Am Samstag stehen am Vor- und am Nachmittag jeweils eine Trainingsstunde auf dem Programm, außerdem ein Besuch der Stadt Warendorf mit Besichtigung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, des NRW Landgestüts und der malerischen Altstadt. Am Sonntagmittag trifft man sich nach der Trainingsstunde zu einer gemeinsamen Abschlussbesprechung. Neben der Teilnahme mit dem eigenen Pferd ist auch die Teilnahme mit einem Schulpferd möglich. Die Gruppengröße beträgt drei bis vier Teilnehmer pro Reitstunde, daher ist die Gesamt-Teilnehmerzahl begrenzt. Die Teilnahmegebühr inklusive Lehrgangskosten (drei Reitstunden), Pferdeeinstellung beziehungsweise Lehrpferd sowie Rahmenprogramm mit Besichtigungen beträgt 180 Euro. Die Transfers im Rahmenprogramm erfolgen in eigener Regie.            PM

 

 

 

PM-Messewochenende am Gardasee

Fieracavalli – Europamesse der Superlative

 

Verona/ITA (fn-press). Eine Wochenendreise zur Fieracavalli im italienischen Verona bieten die Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vom 5. bis 9. November an.

 

Die „Fieracavalli“ hat sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Pferdemessen Europas entwickelt. In mehr als 20 Messehallen und auf Tausenden Quadratmetern Freigelände erwartet die Besucher so ziemlich alles, was Europa an Pferdesport, Unterhaltung, Show, Informationen und Shoppingmöglichkeiten zu bieten hat, eine Pferdemesse der Superlative eben. Der Rolex FEI Weltcup macht als „Jumping Verona“ dort offiziell Station, außerdem gibt es eine Vielzahl an hochkarätigen rassespezifischen Wettbewerben wie die Europameisterschaften des arabischen Pferdes und internationale Wettbewerbe in diversen Western-Disziplinen. Dazu kommt ein Mix aus mediterranem Lebensgefühl, italienischer Pferdebegeisterung, traditioneller Folklore und das Flair des römischen und mittelalterlichen, mit Baudenkmälern gespickten Verona, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Reiseteilnehmer logieren in einem Vier-Sterne-Hotel in Garda, fast unmittelbar am Ufer des Gardasees gelegen. Natürlich gehören auch der Besuch der Galashow „Gala d’Oro“, ein geführter Stadtrundgang in Verona und – fakultativ – eine Weinverkostung auf einem venetischen Weingut mit einem gehobenen Abendmenu zum Programm. Der Reisepreis beträgt inklusive zwei Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im Vier-Sterne-Hotel, Tickets zur Fieracavalli am Samstag und zur Galashow und geführtem Stadtrundgang in Verona 295 Euro pro Person im Doppelzimmer (EZ-Zuschlag 50 Euro) bei Eigenanreise an/ab Garda beziehungsweise 415 Euro (EZ-Zuschlag 50 Euro) bei Busanreise ab/bis München.

 

Information und Anmeldung beim Reiseveranstalter: C. Weilke GmbH & Co. KG, Hansaring 26, 48268 Greven, Telefon 02571/50132, Fax 02571/50121, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .        PM

 

 

 


Ausbildung

 

3. FN-Bildungskonferenz

„Ohne gute Ausbilder ist kein guter Sport zu haben“

 

Münster (fn-press). Der gesellschaftliche Wandel und neue Sichtweisen im Hinblick auf moralisches Handeln, Ethik und Verantwortung von Trainern, die Bedeutung einer vielseitigen – im Sinne von abwechslungsreichen – Ausbildung und nicht zuletzt das Thema fairer Sport: Auch bei der dritten Bildungskonferenz wurden Stellenwert und Aufgaben des Trainers von vielen Seiten beleuchtet. Hochkarätige Referenten sorgten dabei nicht nur für den gelegentlich notwendigen Blick über den Tellerrand, sondern auch für reichlich Gesprächsstoff in den Pausen.

 

Bereits zum zweiten Mal war die Westfälische Reit- und Fahrschule in Münster Austragungsort der Bildungskonferenz. Zu den rund 400 Teilnehmern zählten in diesem Jahr neben vielen Amateurausbildern auch etliche Bundestrainer. Die Begrüßung übernahmen Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (Riesenbeck) als  Vorstandsvorsitzender der Reit- und Fahrschule und Rudolph Erbprinz von Croy (Dülmen) als Vorsitzender des Pferdesportverbands Westfalen.

 

Der Trainer als „Vistenkarte“ des Vereins oder Betriebs

„Ohne gute Ausbilder ist kein guter Sport zu haben“, brachte von Croy den Grund der Bildungskonferenz auf den Punkt. „Der Stellenwert des Trainers kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Für Reitanfänger ist er der erste Ansprechpartner, er prägt Reiter und Reitweise in seinem Umfeld. Er vermittelt, ob sich die Reiter wohlfühlen, ob sie bleiben oder zu einer anderen Sportart wechseln. Er ist die ‚Visitenkarte’ seines Vereins oder Betriebs.“

 

Der Trainer braucht Gespür für den gesellschaftlichen Wandel

„Wie Trainerinnen und Trainer den Aktiven begegnen, das ist die Art und Weise, wie die Sportart, wie der Verein und letztlich auch der Verband den Aktiven begegnet. Denn das ist eigentlich die wichtigste Beziehung, die dem Sport zugrunde liegt“, bekräftigte auch die Rechtsanwältin und ehemalige Top-Läuferin Sylvia Schenck (Frankfurt) diese Aussage in ihrem Vortrag „Bildung im Pferdesport – Vorbildrolle und ethische Verantwortung von Trainerinnen und Trainern“. Die Ausbilder müssten daher nicht nur trainingswissenschaftlich und psychologisch auf der Höhe der Zeit sein, sondern auch ein Gefühl dafür entwickeln, was sich gesellschaftlich ändert und welche neuen Anforderungen an sie in ihrer Rolle gestellt werden, so Schenck.

 

In diesem Zusammenhang ging die Olympiateilnehmerin auf Themen ein wie sexueller Missbrauch, wirtschaftliche Abhängigkeit („Pferdesport ist immer auch Pferdegeschäft“), Doping und den Umgang mit dem Pferd im Allgemeinen. „Sie können sicher sein“, kündigte Schenck mit Blick auf die nationale und internationale Entwicklung an, „dass der Blick darauf, wie die Reiter – von der untersten Ebene bis zu den Olympiareitern – mit ihren Pferden umgehen und was die Trainer diesen Reitern vermitteln, ganz entscheidend für die Bewertung Ihrer Sportart in den kommenden Jahren sein wird. Es ist nicht zu erwarten, dass die Gesellschaft ihre Anforderungen an den Umgang mit Tieren in allen anderen Bereichen erheblich steigert und beim Pferdesport nicht nachzieht. Sie werden sich damit auseinander setzen müssen, dass der Pferdesport sehr viel kritischer hinterfragt wird.“

 

Nach den Ausführungen Schencks war wohl allen klar, dass von den Trainern in Zukunft mehr verlangt wird, als nur Reitunterricht zu erteilen. „Keiner kann reiten, ohne dies bei einem Reitlehrer gelernt zu haben. Aber als solcher muss ich eben nicht nur die richtige Hilfengebung vermitteln, sondern auch, welche Verantwortung Reiterinnen oder Reiter haben, und das Bewusstsein, was den Pferdesport voranbringt und wo die Risiken sind“, sagte Schenck und wandte sich damit abschließend auch an die Vertreter der Vereine, Betriebe und Verbände. Denn die Probleme seien nur gemeinsam zu lösen, so Schenk: „Und dazu brauchen Trainerinnen und Trainer nicht nur passende Rahmenbedingungen wie Weiterbildungen, Informationen und Veranstaltungen, sondern auch Ihre Rückendeckung.“

 

Der Trainer: nicht Superman, aber eine authentische Persönlichkeit

Eigentlich kann nur einer alle Erwartungen erfüllen, die an einen Trainer gestellt: Superman! Zu diesem Ergebnis kam der Sportpsychologe Lothar Linz gleich zu Beginn seines Vortrags „Erwartungen an den Trainer – Utopie oder Realität“. Um den Realitätsfaktor zu erhöhen, schränkte der Sportpsychologe und Dozent an der Trainerakademie in Köln die lange Liste an Wünschen und Erwartungen daher auf einige wesentliche Punkte ein. „Sie sind immer im Blickfeld. Alles, was Sie tun, hat eine Wirkung, unterschätzen Sie das nicht! Nicht immer ist die Wirkung beabsichtigt. Vieles passiert unbewusst, automatisch“, erklärte Linz und zeichnete das Beispiel vom hektisch am Spielfeldrand auf und ab laufenden Trainer, der seinen Spielern zuruft: „Bleibt ruhig, Jungs!“ Eine gute Selbstwahrnehmung sei daher wichtig, nicht nur wegen der Wirkung auf die eigenen Sportler, sondern auch im Bezug auf die Öffentlichkeit. Denn jeder Trainer ist immer auch eine öffentliche Person. Alles was er tut, wird beobachtet, kommentiert, diskutiert. Das gilt nicht nur für Fußball- und Bundestrainer, auf die permanent Fernseh- und Fotokameras gerichtet sind, sondern auch für die Trainer in anderen Sportarten und an der Basis.

 

Neben einer guten Selbstwahrnehmung werde von einem Trainer auch erwartet, dass er seine Athleten zwar nicht gleich, aber „ausreichend“ behandele. „Die Kunst ist, dass jeder genug bekommt“, erklärte er. „Schließlich haben wir alle unterschiedliche Bedürfnisse. Sehen Sie sich hier nur um. Manche sitzen am liebsten hinten, andere in der ersten Reihe“, sagte Linz. Ein guter Trainer sollte des Weiteren fachliche Grundkompetenz als Basis für seine Akzeptanz und Trainer-Autorität („Dennoch kann man auch mal sagen: Das weiß ich nicht oder das weiß ich noch nicht“), soziale Grundkompetenz („Weil es eben auch um Menschen geht, selbst wenn beim Reiten das Pferd eine ganz zentrale Rolle spielt, müssen Sie doch als Trainer in erster Linie mit Menschen umgehen“), gute kommunikative Fähigkeiten und einen Blick für den ganzen Menschen besitzen („Sie müssen sich immer wieder klar machen, dass da ein Mensch als Ganzes Ihnen gegenüber steht.“).

 

Keine Fähigkeit sei allerdings bei einem Trainer so hoch einzuschätzen, wie die Authentizität, so Linz. „Authentizität heißt, echt sein, so zu handeln, wie man spricht.“ Wer sich als Trainer als Disziplinfanatiker gibt, aber der Erste ist, der nach dem Spiel am Tresen steht, verliert an Glaubhaftigkeit. Umgekehrt sei es förderlich, wenn die Spieler feststellen: Was der Trainer von uns fordert, leistet er auch selbst. „Authentizität heißt auch, so zu sprechen, wie man denkt. Zu seinem Wort stehen, eine eigene Meinung zu haben“, sagte Linz. Nur derjenige wirke authentisch, bei dem Körpersprache und gesprochene Sprache übereinstimmen. „Es ist heute bekannt, dass das gesprochene Wort nur ungefähr 20 bis 30 Prozent der wirklich ankommenden Information ausmacht. Viel wirkungsvoller ist, was unterbewusst ankommt: Stimmlage, Sprachmelodie und vor allem Körpersprache“, erklärte Linz. Und nicht zuletzt gehöre zur Authentizität dazu, auch schwache Momente zuzulassen. „Wir wollen es doch alle mit Menschen zu tun haben und das macht Sie angenehmer, sympathischer, glaubhafter.“

 

Das Trainer-Netzwerk als „Selbsthilfegruppe“

Und wie erreicht man das alles? „Formulieren Sie sich selbst klare Ziele, machen Sie klare Konzepte (‚Das will ich’) oder lassen Sie auch mal Videoaufnahmen von sich machen, das kann ganz neue Einsichten bringen. Helfen kann aber auch ein Coaching, das heißt, man wird von jemandem anderen beobachtet und lässt sich Rückmeldung geben“, empfahl Linz und riet schmunzelnd zur Gründung einer „Selbsthilfegruppe“. „Suchen Sie regelmäßigen Kontakt zu Kollegen, bauen Sie ein Netzwerk mit anderen Trainern auf und überlegen Sie, wo Sie im Alltag Entlastung finden und sich über Ihre Probleme austauschen können?“ Zuletzt gab der Sportpsychologe den Anwesenden noch folgenden Rat mit auf den Weg: „Bedenken Sie immer: Niemand ist perfekt!“

 

Vielseitige Ausbildung als Schlüssel zum Erfolg

Um das Thema „Vielseitigkeit“ ging es im zweiten Vortragsblock der Bildungskonferenz. Dabei war nicht die Pferdesportdisziplin im engeren Sinne gemeint, sondern vielmehr die „breite Grundausbildung als Schlüssel zum Erfolg“. Als gutes Beispiel für sein Thema stand der Referent selbst: Biathlon-Ass Sven Fischer (Schmalkalden). Der vierfache Olympiasieger und siebenfache Weltmeister berichtete aus seinem früheren Trainingsalltag, der nicht daraus bestand, dass tagein tagaus Skilanglauf betrieben und gelegentlich geschossen wurde. „Im Sommer wurde alles getan, um den Körper auf den Einsatz im Winter vorzubereiten: Radfahren, Laufen auf der Tartanbahn, Waldlauf, Mountainbiken, Treppentraining und das Training mit Skirollern“, berichtete Fischer. Der Thüringer betonte die Wichtigkeit des abwechslungsreichen Training als Vorbeugung vor Monotonie, vor Verletzungsgefahr und einer einseitigen Belastung. Der Blick über den Tellerrand helfe außerdem, sich leichter auf ungewohnte Situationen einzustellen. „Man sollte jede Chance nutzen, von den Erfahrungen anderer zu profitieren“, sagte Fischer und berichtete unter anderem über die Zusammenarbeit der Biathleten mit den Sportschützen.

 

Als besonders wichtig hob der Biathlet die breite Grundausbildung bei Kindern und Jugendlichen hervor. „Wenn ein junger Mensch Spaß am Sport hat, dann darf er auch mal ‚Dummheiten’ machen. Dann darf der Trainer auch nicht gleich drauf rumhacken und sagen: So machen es die Großen, so muss es sein. Sport muss Spaß machen, es muss nicht alles immer nur zielgerichtet auf den eigenen Sport und den Wettkampf hinauslaufen. Gerade Jugendliche müssen auch einmal etwas anderes machen, wobei das generelle Ziel – Athletik, Kraft und Gewandtheit – schon im Blick bleiben sollte. Es kann aber nicht sein, dass ein junger Biathlet nur auf Skiern oder Skirollern trainiert und wenn es sich dann später plötzlich herausstellt, dass er nicht schwimmen kann oder auf dem Mountainbike Gleichgewichtsprobleme bekommt. Solche Grundlagen muss man aus der Jugend mitbringen, das ist schwer nachzuholen. Wir müssen die jungen Leute also früh für andere Sportarten sensibilisieren, damit sie dann für die nächste Stufe vorbereitet sind.“

 

Die vielseitige Ausbildung als Basis klassischer Reiterei

Über Fischers Ausführungen hätte sich Reitmeister Martin Plewa sicher gefreut. Zwei gebrochene Wirbel hinderten den Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule jedoch daran, dem ganzen Kongressverlauf zu folgen. Die Chance, ein Plädoyer für die vielseitige Ausbildung und die klassische Reiterei zu halten, ließ sich Plewa allerdings nicht nehmen. Sein Vortrag „Der vielseitige Unterricht – Verantwortung für Sportler und Pferd“ begann zunächst mit einer Lagebestimmung. Plewa kritisierte: „In der Sportpolitik unserer Verbände wird die Forderung nach vielseitiger Ausbildung wenig ernst genommen. Entsprechende Maßnahmen werden kaum umgesetzt. Dagegen wird die frühzeitige Spezialisierung gefördert und dieser auch noch durch unbegrenzte Möglichkeiten im Turniersport Vorschub geleistet.“ So seien Möglichkeiten zur vielseitigen Ausbildung rar gesät, die Ausbildung von Freizeit-, Gelände- oder Jagdreitern würde wenig praktiziert, wodurch den Vereinen eine wichtige Zielgruppe verloren gehe, zählte Plewa auf. Doch gerade in der Spring- und Geländeausbildung seien bei Trainer- und Reitabzeichenprüfungen immer wieder deutliche Defizite erkennbar.

 

Plewa verlieh im weiteren Verlauf seines Vortrages nicht nur den Vorteilen einer klassisch-vielseitigen Ausbildung von Reiter und Pferd Ausdruck, sondern ging auch auf die besondere Verantwortung der Reitlehrer dabei ein. Der Ausbilder sei nicht nur da, um jemandem die Motorik und das notwendige Bewegungsgefühl zu vermitteln, sagte Plewa und knüpfte damit an die Aussagen von Sylvia Schenck an. „Der Reitsport als ein Sport mit Pferden stellt noch weitere Anforderungen an uns, die über das eigentliche Reiten lernen hinausgehen. Wir sind auch Sportpädagogen, die im Reitsport ganz besondere Werte zu vermitteln haben. Wir sind auch dazu da, die ethischen Grundeinstellungen zu prägen, die einen Menschen erst zum Pferdemann oder zur Pferdefrau machen.“ Um diesen Bildungsauftrag erfüllen zu können, forderte Plewa die Unterstützung aller: „Die Verantwortung den Trainern per APO aufzudrücken, reicht nicht aus. Nur dann, wenn wir alle gemeinsam – Reiter, Richter, Ausbilder, Verbandsfunktionär und Verbandsmitarbeiter – die von uns allen getragene Ausbildungsphilosophie in Theorie und Praxis nachhaltig und glaubwürdig vertreten, wird sich auch das Qualitätsniveau der Ausbildung weiter verbessern und zu einem Ansehen der Trainer führen, das sie aufgrund ihrer für den Sport so bedeutungsvollen Tätigkeit auch verdient haben.“

 

„Fairer Sport“ und seine Facetten

An das Thema Ethische Grundsätze im Pferdesport anknüpfend, gehörte der dritte Teil der Veranstaltung dem Kapitel „Fairer Sport“. Eine Expertenrunde beleuchtete das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und machte deutlich, dass hier nicht nur der Spitzensport betroffen ist. Es geht auch nicht nur um Doping, auch wenn der FEI-Tierarzt Dr. Gerit Matthesen (Grävenwiesbach) als erster Redner Stellung zu Fragen der Behandlung von Pferden nahm. Fritz Otto-Erley, Leiter der FN-Abteilungen Turnier- und Spitzensport, erläuterte die jüngsten Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, national und international einen fairen und sauberen Turniersport zu gewährleisten. Dass Fairness im Sport auch mit den Rahmenbedingungen zusammenhängt, zeigte Eckart Hilker (Oelde) auf, der aus dem Blickfeld des Parcourschefs einen kurzen Abriss der Historie des Parcoursbaus lieferte. Wie sich fairer Sport an der Basis ausdrückt und oft einfach durch Vermittlung von Wissen verbessert werden kann, schilderte Pferdewirtschaftsmeisterin Monika Schnepper (Ascheberg) aus ihrer Erfahrung als Ausbilderin. Zuletzt ging der Dressurreiter und Rechtsanwalt Michael Klimke (Münster) auf die Entwicklungen im Turniersport ein und erhielt Szenenapplaus, als er sich gegen den zu frühen Einsatz von Pferden im Turnier aussprach.

 

In der nachfolgenden Diskussion hatte das Publikum die Chance, eigene Fragen von den Experten beantworten zu lassen. Dabei stellte sich rasch heraus, dass es vor allem die kleinen, alltäglichen Dinge sind, die die Ausbilder beschäftigen, angefangen von der richtigen Sporenlänge bis hin zur Verwendung von Glitzerspray im Pferdefell. „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass unseren Ausbildern viele Fragen auf der Seele brennen, die im Einzelnen nicht angesprochen oder beantwortet werden konnten. Darauf wollen wir bei der nächsten Bildungskonferenz mit einer Fragestunde eingehen“, sagte die Organisatorin der Bildungskonferenz, Eva Lempa-Röller von der FN-Abteilung Ausbildung. Dass es eine weitere Folge geben wird, steht damit außer Frage. „Ich bin sicher, dass die Teilnehmer viel von dieser Bildungskonferenz mitnehmen konnten. Und es bleiben immer noch genügend Themen für das nächste Mal übrig“, so Lempa-Röller.

 

Der Trainer als „Motor“ im Verein

Zum Abschluss der dritten Bildungskonferenz machte Rolf Petruschke (Hohenahr) den Ausbildern noch einmal Mut: „Sie sind eine Investition in die Zukunft. Sie sind der Motor, Sie gestalten die Reiterei“, sagte der Pferdewirtschaftsmeister und langjährige Fachschulleiter der hessischen Landesreitschule Dillenburg: „Ich traue Ihnen das zu, denn Ausbildung macht Spaß.“ Spaß war neben Motivation auch das Motto von Petruschkes Vortrag. Die Buchstaben des Vierecks und die Skala der Ausbildung nutzend gab er den Trainern Tipps für ihre Ausbildertätigkeit. Zum Beispiel: „A: gehen Sie auf Augenhöhe, versetzen Sie sich in Ihre Schüler, dann sind Sie erfolgreich, dann wird alles gut.“ Oder „L“ wie Losgelassenheit: „Das wünsche ich Ihnen für Ihren Job: die innere und äußere Losgelassenheit.“ Wie an diesem Tag schon mehrfach betont, erklärte auch Petruschke, dass die Ausbilder nicht nur Einfluss auf die Qualität des Reitens, Voltigierens oder Fahrens haben. Als Ansprechpartner und Multiplikatoren prägen sie auch das Bild vom Reitsport und der klassischen Ausbildung. Als Lehrer begeistern sie ihre Reitschüler und beeinflussen nicht zuletzt auch die Entwicklung des organisierten Pferdesports. Damit schlug er auch den Bogen zur Verbands-Initiative „Vorreiter Deutschland“, in der die Ausbilder Schlüsselfiguren für die Mitgliederbindung und -gewinnung in den Vereinen sind.    Hb

 


Jugend

 

EM Pony Bishop Burton

Deutsches Aufgebot komplett

 

Bishop Burton/GBR (fn-press). Nach der letzten Sichtung der Ponyvielseitigkeitsreiter in Birstein steht das deutsche Aufgebot für die Pony-Europameisterschaften im britischen Bishop Burton (27. Juli bis 1. August) endgültig fest. Die Dressur- und Springreiter wurden bereits eine Woche zuvor in Hagen am Teutoburger Wald ausgewählt. Und das sind die deutschen EM-Teilnehmer:

 

Dressur (alphabetisch): Jessica Krieg (Heinsberg) mit Danilo, Bianca Nowag (Ostbevern) mit Der Feine Lord, Lena Charlotte Walterscheidt (Neuss) mit Deinhard B und Katharina Weychert (Bad Windsheim) mit Golden Derano C. Reservistinnen sind Grete Linnemann (Sittensen) mit White Gold B und Lena Rom (Eupen/BEL) mit Voyager.

 

Springen (alphabetisch): Christopher Kläsener (Gladbeck) mit Sunny, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome, Kaya Lüthi (Aach) mit Karwin, Sophie Schuster (Pöttmes) mit Spotlieght One sowie Miriam Zell (Schermbeck) mit Wombel. Reserve ist Philip Houston (Leichlingen) mit Caspar.

 

Vielseitigkeit (alphabetisch): Stefanie Bendfeldt (Stöttwang) mit Dara, Marisa Braig (Niederbiegen) mit Andy, Michelle Mothes (Rodewisch) mit Twobits, Lena Ostrowicki (Niederkassel) mit Aircraft, Flora Reemtsma (Groß Walmstorf) mit Pamira LK sowie Saskia Wasserberg (Rhauderfehn) mit Lady Leslie. Erste Reserve ist Caroline Schmeink (Bocholt) mit Brysant.           Hb

 

 


Dressur

 

CDI**** Wattens/AUT

Deutsche Dressurreiterinnen dominieren Spitzenprüfungen

 

Wattens/AUT (fn-press). Hatten die deutschen Fußballfans am Sonntag ob des Sieges der Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika Grund zum Jubeln, so konnten sich die Freunde des Dressursports über die Leistungen der deutschen Teilnehmer beim internationalen Dressurturnier im österreichischen Wattens ebenso freuen. Fast alle Spitzenprüfungen wurden hier von deutschen Reitern gewonnen.

 

Die abschließende Grand Prix-Kür am Sonntag sicherte sich Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit dem rheinischen Wallach Herzruf´s Erbe (v. Herzruf) mit 79,550 Prozent. Hinter Victoria Max-Theurer (Österreich) mit Eichendorff auf dem zweiten Platz (74,250 Prozent) kam Anja Plönzke (Wiesbaden) mit Le Mont d´Or auf Platz drei (73,950 Prozent). Vierte wurde Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Rubins Royal (72,850 Prozent).

 

Lediglich im Grand Prix Special am Sonntagvormittag gab es mit Beatriz Ferrer-Salat (Spanien) mit dem westfälischen De Niro-Sohn Delgado ein nicht komplett deutsches Siegerpaar (74,125 Prozent). Auf den Plätzen zwei und drei folgten hier Anabel Balkenhol mit Dablino (73,458 Prozent) und Ulla Salzgeber mit Wakana (72,458 Prozent). Vierte wurde Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo (71,625 Prozent). Auf Platz fünf folgte mit Anna-Katharina Lüttgen (Kerpen) mit Lamborghini ein weiteres deutsches Paar (70,625 Prozent).

 

Den Qualifikations-Grand Prix zum Special am Freitag gewann Isabell Werth mit Satchmo (73,532 Prozent) vor ihrer Landsmännin Anabel Balkenhol mit Dablino auf Platz zwei (72,340 Prozent). Den Qualifikations-Grand Prix für die Kür, der am Samstag ausgetragen wurde, sicherte sich Ulla Salzgeber mit Herzruf´s Erbe (70,596 Prozent) vor Anja Plönzke mit Le Mont d´Or auf Platz zwei (68,979 Prozent).    T.H.

 

 

CHIO Aachen

Deutsches Dressurteam benannt

 

Aachen (fn-press). Das deutsche Dressurteam für den Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports in Aachen vom 9. bis 11. Juli steht fest. Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Dablino, Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Donnperignon, Matthias-Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler-Unicef und Isabell Werth (Rheinberg) mit Satchmo stellen das deutsche Team.

 

In der CDI****-Tour gehen an den Start: Anabel Balkenhol mit Rubins Royal, Nadine Capellmann (Würselen) mit Elvis VA, Carola Koppelmann (Warendorf) mit Rom, Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Responsible, Susanne Lebek (Braubach) mit Potomac, Matthias-Alexander Rath mit Triviant-Unicef, Hubertus Schmidt (Borchen Etteln) mit Donnelly, Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) mit River of Joy, Monica Theodorescu (Füchtorf) mit Whisper und Isabell Werth mit Warum nicht FRH.

 

In diesem Jahr können erstmals auch Dressur-Nachwuchsreiter teilnehmen. Die Prüfung ist für Reiterinnen und Reiter bis 25 Jahre ausgeschrieben. Eingeladen sind sechs Teams aus sechs Ländern mit jeweils zwei Paaren. Deutschland wird vertreten durch die Perspektivgruppenreiter Kirsten Sieber (Dortmund) mit Charly WRT und Kristina Sprehe (Dinklage) mit Royal Flash.   dp

 

 


Springen

 

CSIO*** Drammen/NOR

Team des Gastgeberlandes gewinnt Nationenpreis

 

Drammen/NOR (fn-press). Den Sieg beim Nationenpreis des internationalen Offiziellen Springturniers im norwegischen Drammen holte sich die Mannschaft des Gastgeberlandes. In der mit 14 Nationalteams besetzten Prüfung gewann die norwegische Equipe nach zwei Umläufen mit dem Idealergebnis von null Strafpunkten. Zweiter wurde die Mannschaft Italiens mit acht Strafpunkten. Auf Platz drei folgte Belgien mit zwölf Strafpunkten. Pech hatte die deutsche Equipe. Mit insgesamt 16 Strafpunkten im ersten Umlauf verpasste sie den Einzug in die zweite Runde und landete auf Platz neun.

 

Für Deutschland gingen in Drammen an den Start: Sören von Rönne (Neuendeich) mit Ledgepoint (vier Strafpunkte), Nisse Lüneburg (Hetlingen) mit Piana Joenna (vier Strafpunkte), Philip Rüping (Breitenburg) mit Landaro (acht Strafpunkte) und Jörg Kreutzmann (Kasseburg) mit Corelan (20 Strafpunkte).

 

Sören von Rönne, der gleichzeitig als Equipechef der deutschen Mannschaft fungierte, in einem ersten Kommentar zum Abschneiden des Teams: „Leider verteilten sich die Strafpunkte sehr gleichmäßig auf die einzelnen Reiter. Dennoch haben Nisse Lüneburg und Philip Rüping, die hier jeweils ihren ersten Nationenpreis ritten, reiterlich sehr gute Leistungen gezeigt.“            T.H.

 

 

CSI***** Monte Carlo/MON

Meredith Michaels-Beerbaum auf Platz vier in der Global Champions Tour

 

Monte Carlo/MON (fn-press). Beim Internationalen Springturnier (CSI*****) in Monte Carlo war Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) in der fünften Etappe der Global Champions Tour, der höchstdotierten Springserie der Welt, mit einem vierten Platz die beste deutsche Teilnehmerin. Der Sieg ging an Bernardo Alves (Brasilien). Als letzter Starter im Stechen, für das sich sechs Paare des Normalumlaufs qualifizieren konnten, zeigte Alves mit seiner Stute Bridgit in 35,27 Sekunden den absolut schnellsten fehlerfreien Ritt und durfte sich dafür über ein Preisgeld von 95.000 Euro freuen.

Zweite wurde die im rheinischen Hünxe lebende Irin Jessica Kürten, die nach einer furiosen Runde mit Castle Forbes Libertina das Ziel fehlerfrei in 35,29 Sekunden sah. Platz drei holte sich der amtierende Weltmeister Jos Lansink (Belgien) mit Cavalor Valentina van`t Heike (null Strafpunkte in 40,21 Sekunden).

 

Ein Abwurf am vorletzten Hindernis des Stechens verhinderte für Meredith Michaels-Beerbaum und ihren 17-jährigen Shutterfly eine bessere Platzierung. Als Trostpflaster gab es ein Preisgeld von immerhin noch 21.850 Euro. Zweitbester deutscher Teilnehmer war Christian Ahlmann (Marl), der mit Taloubet Z nach zwei Abwürfen im Normalumlauf Platz 14 belegte.

 

In der Gesamtwertung der Global Champions Tour führt weiterhin Marco Kutscher (Riesenbeck) mit 145 Punkten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Jessica Kürten (137 Punkte) und Jos Lansink (126 Punkte). Vierter ist Marcus Ehning (Borken) mit 122 Punkten. Drittbeste deutsche Teilnehmerin ist Meredith Michaels-Beerbaum mit 69 Punkten auf Platz 14.       T.H.

CSI**** Hickstead/GBR

Derbyspezialist Andre Thieme auch in Hickstead erfolgreich

 

Hickstead/GBR (fn-press). Derbyspezialist Andre Thieme (Plau am See) konnte seine große Erfahrung in dieser besonderen Springprüfung auch beim diesjährigen Derby im englischen Hickstead ausspielen. Der 35-jährige Pferdewirtschaftsmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, der 2007 und 2008 das Deutsche Springderby in Hamburg gewann, kam mit seinem Hengst Nacorde nach einem Abwurf im Normalumlauf auf Platz drei.

 

Diesen Platz musste er sich allerdings mit fünf weiteren Reitern teilen, die ebenfalls im Normalumlauf einen Abwurf zu verzeichnen hatten. Für Thieme, der beim Hamburger Derby in den vergangenen Jahren auch einen zweiten und einen dritten Platz belegt hatte, brachte der Erfolg in Hickstead trotz der zahlreichen „Mitkassierer“ auf dem dritten Platz immerhin noch ein Preisgeld von 8.840 britischen Pfund ein.

 

Sieger des englischen Derbys wurde Guy Williams (Großbritannien) mit Softrack Skip Two Ramiro. Im Stechen, das lediglich zwei Paare des Normalumlaufs erreichten, setzte er sich mit einer Nullrunde in 84,73 Sekunden gegen seine Landsmännin Tina Fletcher mit Promised Land durch (null Strafpunkte in 100.54 Sekunden). Für seinen Sieg durfte sich der 38-jährige Williams, der mit Softrack Skip Two Ramiro in den vergangenen Jahren im englischen Derby bereits fünf Mal unter den ersten drei platziert war, über eine Prämie von 40.000 Pfund freuen. T.H.


Vielseitigkeit

 

CIC***-W Strzegom/POL

Michael Jung feiert Doppelerfolg beim Weltcupturnier in Strzegom

 

Strzegom/Pol (fn-press). Michael Jung (Horb) hat es mal wieder geschafft. Beim Weltcupturnier im polnischen Strzegom landete der Horber einen Start-Ziel-Sieg mit Weidezaunprofi's River of Joy und belegte darüber hinaus mit Vorjahressieger La Biosthetique Sam den zweiten Platz. Damit übernahm Jung, der bereits die Weltcupprüfung in Marbach für sich entscheiden konnte, zugleich die Führung in der Weltcup-Serie.

 

Der deutsche Erfolg wurde komplettiert durch die Plätze drei beziehungsweise vier für Andreas Dibowski (Egestorf) mit seinem Olympiapferd Euroridings Butts Leon und Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Gadget de la Cere. Beide beendeten die Prüfung punktegleich mit 44,60 Minuspunkten. Die vier deutschen Paare hatten die Geländestrecke ohne Zeit- und Hindernisfehler beendet und lediglich Jung kassierte mit Sam einen Abwurf im Springen. Alle drei Reiter stehen auf der Longlist für die Weltreiterspiele in Kentucky/USA. „Mit ihren Leistungen hier haben sie ihre Nominierung voll bestätigt. Jetzt geht es weiter Richtung Aachen“, sagte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). Eine überzeugende Leistung lieferte laut Melzer auch Kai-Steffen Meier (Waldbröl) ab, der mit TSF Karascada M Platz elf belegte. Auch er gehört zu den elf Reitern auf der Kentucky-Longlist.

 

„Hervorzuheben ist aber auch die Vorstellung von Julia Krajewski. Als drittem Mitglied aus unserer jungen Warendorfer Perspektivgruppe ist ihr hier der Sprung auf Drei-Sterne-Niveau mehr als gelungen“, freute sich Melzer. Als Jüngste im 43 Teilnehmer zählenden Starterfeld beendete die 22-Jährige mit After the Battle ihre Weltcup-Premiere auf Platz sieben. Ebenfalls in den Top Ten beendete Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) die Prüfung. Im Sattel von La Fair wurde er Neunter.            Hb

 

 

CCI*** Strzegom/POL

Weltreiterspiele ohne Hinrich Romeike

 

Strzegom/POL (fn-press). Für Hinrich Romeike (Nübbel) und Marius Voigt-Logistik ist der Traum einer WM-Teilnahme 2010 vorzeitig zu Ende gegangen. Der Doppel-Olympiasieger zog seinen Schimmel vor der abschließenden Springprüfung der internationalen Drei-Sterne-Vielseitigkeit (CCI***) im polnischen Strzegom zurück. Damit fehlt dem Paar die formale Qualifikation für den Start bei den Weltreiterspielen im Herbst in Kentucky/USA.

 

„Marius war einfach nicht ganz in Ordnung. Ich habe ihn daher gar nicht erst zur Verfassungsprüfung vorgestellt“, sagte Hinrich Romeike. Dabei hatte die Prüfung für das Paar zunächst gut begonnen. In der Dressur hatten Romeike und Marius die Führung übernommen und waren mit einem Hindernisfehler aus dem Gelände gekommen. „Den Fehler habe ich mir selbst zuzuschreiben. Beim Einsprung ins Wasser habe ich so schlecht gesessen, dass ich den zweiten Sprung neu anreiten musste. Da habe ich mich klar versteuert“, sagte Romeike.

 

Eine tierärztliche Untersuchung in Deutschland ergab jetzt allerdings, dass Marius erneut Fesselträgerprobleme am linken Vorderbein hat. Eine derartige Verletzung war bereits im Frühjahr vergangenen Jahres nach der ersten Prüfung aufgetreten, weswegen der Schimmel ein Jahr lang pausiert hatte. Seit Anfang 2010 hatte sich das Paar dann langsam auf sein Comeback vorbereitet. „Ich wäre natürlich schon gerne in Kentucky dabei gewesen, um unseren Mannschaftstitel zu verteidigen. Aber die Gesundheit geht einfach vor“, sagte Romeike.         Hb

 

 

 

EM-Sichtung Birstein

Sieg und EM-Ticket für Marisa Braig

 

Birstein (fn-press). Marisa Braig (Niederbiegen) hat mit Andy in Birstein die letzte Sichtung für die Pony-Europameisterschaften im britischen Bishop Burton (27. Juli bis 1. August) gewonnen. Dank eines fehlerfreien Springens beendete sie die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 48,60 Minuspunkten und verwies die bis dahin führende Michelle Mothes (Rodewisch) mit Twobits auf Platz zwei (50,8). Dritte wurde Lena Ostrowicki (Niederkassel) mit Aircraft (52,5).

 

Alle drei Reiterinnen wurden dank dieser Leistungen mit der Fahrkarte zu den EM belohnt. Ebenfalls nominiert wurden Saskia Wasserberg (Rhauderfehn) mit Lady Leslie, Flora Reemtsma (Groß Walmstorf) mit Pamira LK und Stefanie Bendfeldt (Stöttwang) mit Dara. Als erste Reserve wurde Caroline Schmeink (Bocholt) mit Brysant benannt.

 

Insgesamt gingen 17 deutsche Paare in der Sichtungsprüfung an den Start. Eine ganze Reihe von ihnen musste im Gelände ausscheiden, darunter auch die Preis-der-Besten-Siegerin Leslie Minklei (Neubeckum) mit Take your time Fatima. „Das Pony stoppte am dritten Hindernis, einem Graben mit Hecke“, berichtete Pony-Bundestrainer Fritz Lutter (Warendorf). Beim Wiederanreiten kam die Reiterin aus dem Sattel und schied damit aus. „Leslie ist aber nicht die Einzige, die an diesem Tag runtergefallen ist. Irgendwie schien das ‚ansteckend’ zu sein. Der Kurs selbst war an sich sehr freundlich gebaut und zum Glück ist ja auch keinem etwas passiert. Aber irgendwie liest sich das schon seltsam, wenn in einer Ergebnisliste gleich ein paar Mal hintereinander das Wort ‚Sturz’ steht.“ Ohne Ergebnis blieb auch die Zweitplatzierte des Preises der Besten: Merle-Theres Neeth (Lehmkuhlen). Sie kam zwar fehlerfrei durchs Gelände, schied aber mit Carino im Springen aus.             Hb

 

 

CCI*/Bundeswettkampf Birstein

Westfalen gewinnt Bundeswettkampf

 

Birstein (fn-press). Einen Start-Ziel-Sieg landeten die Westfalen beim Bundeswettkampf der Vielseitigkeitsreiter. In der Besetzung Friederike Dörner (Düsseldorf) mit Stardust, Laura Winter (Dortmund) mit Revenue, Eva Böckmann (Münster-Handorf) mit Dior und Anna-Maria Rieke (Witten) mit Petite Dame setzte sich das Quartett von Mannschaftsführer Peter Müller (Soest) mit einem Endstand von 136,7 Minuspunkten gegen die Teams vom Gastgeber Hessen (151,0) und Vorjahressieger Hannover (158,2) durch.

Auch im Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg in der Einzelwertung des CCI mischten die Westfalen kräftig mit. Gemeinsam rangierten Laura Winter und Vorjahressiegerin Eva Böckmann mit je 40,9 Minuspunkten nach Dressur und fehlerfreiem Geländeritt vor dem Springen auf Platz eins. Das Duo blieb sich auch im Springen „einig“, denn beide kassierten einen Abwurf. Damit machten sie den Weg frei für die bis dahin an dritter Stelle der Bundeswettkampfwertung positionierte Michele Radzey (Augustusburg/Sachsen) mit FST Confusion, die dank einer Nullrunde Gold eroberte (Endstand 41,9). Silber ging an Laura Winter auf Grund des besseren Geländeergebnisses vor ihrer Teamkollegin Eva Böckmann (44,9). Diese durfte sich die Bronzemedaille abholen. In der offenen Wertung des CCI musste sie allerdings noch Andreas Brandt (Neuburg/MEV) mit Clever & Smart den Vortritt lassen, der sich mit ebenfalls 44,9 Minuspunkten zwischen den beiden Westfälinnen einsortierte. Insgesamt nahmen 63 Paare am CCI* teil, zehn Landesverbände stellten eine Mannschaft. Hb

 

 

Goldene Schärpe Pferde in Rippersroda

Doppel-Sieg für Hannover

 

Rippersroda (fn-press). Rund 100 vielseitige Nachwuchsreiter haben sich am Wochenende im thüringischen Rippersroda um die Goldene Schärpe beworben. Als Gewinner des kombinierten Wettbewerbs aus Dressur, Springen, Geländeritt, Vormustern und Theorie ging das Team Hannover I hervor, das mit Valentina Grewe (Adendorf) mit Terra Nova auch die Siegerin in der Einzelwertung stellte.

 

Die Nachfrage beweist: Die Goldene Schärpe für Pferde, die erst 2005 in Lauterbach ihre offizielle Premiere feierte, ist im Terminkalender der Vielseitigkeitsreiter fest etabliert. Insgesamt stellten die Landesverbände 20 Mannschaften. Mit einem Endergebnis von 499,8 Punkten ging der Sieg an das Quartett von Claus Erhorn in der Zusammensetzung Antonia von Baath (Salzhausen) mit Quarree d’Or, Hans-Merten Kruse (Tülau) mit Leonardo, Alina Pröve (Lehrte) mit Gulliver und Debbie Werdin (Seggebruch) mit Racy Lady. Damit nicht genug, konnte das zweite Team aus Hannover auch noch Platz drei (454,80) für sich verbuchen. „Die Goldene Schärpe war wieder einmal eine tolle Erfahrung für die Jugendlichen“, sagte Claus Erhorn. Dazu gehörte auch die Geländestrecke, die durch hügeliges Terrain führte und die Jugendlichen vor teils ungewohnte Aufgaben stellte.

 

Auf dem Silberrang landete mit 491,5 Punkten das Team Westfalen I, das mit Sandra Baumscheiper (Steinfurt) mit Fantastic Finn und Julika Gausepohl (Münster) auch die Zweit- und Drittplatzierte in der Einzelwertung stellte. Die „Goldene Schärpe“ allerdings ließ sich Valentina Grewe nicht aus der Hand nehmen. Sie glänzte in Rippersroda nicht nur mit Reitnoten im 9er-Bereich, sondern auch mit einer glatten „10,0“ für das Vormustern.      Hb

 

 


Fahren

 

DM Einspänner und Bundesvergleichskampf Pony-Einspänner

Mareike Harm ist neue Deutsche Meisterin der Einspänner

 

Grumbach-Wilsdruff (fn-press). Mareike Harm aus Negernbötel in Schleswig-Holstein ist mit ihrem Pferd Do Marina die neue Deutsche Meisterin der Einspänner. Spannender konnte es im sächsischen Grumbach-Wilsdruff kaum werden, denn Thorsten Zarembowicz (Dreieich) führte mit Sunrise nach Dressur und Gelände und hätte sich sogar drei Bälle erlauben können, doch er kam am Ende auf 16 Strafpunkte und rutschte auf Platz vier ab (137,69). Vize-Meister wurde Dieter Lauterbach (Herborn) mit Rheinprincess (137,21) vor dem Deutschen Meister von 2009 Detlef Böhlmann (Hollenstedt) mit Diaz.

 

„Das kam wirklich unverhofft, denn Thorsten hatte ja reichlich Abstand", freute sich die 24-jährige Mareike Harm, die zum ersten Mal Deutsche Meisterin wurde. „Ich hätte es Thorsten auch gegönnt, er fährt ja ein Pferd von mir, aber ich freue mich so natürlich auch riesig." Mareike Harm hatte im Kegelparcours mit Do Marina einen Ball und zwei Fehler wegen Überschreitens der erlaubten Zeit. Damit hätte Thorsten Zarembowicz sich sogar drei Bälle erlauben können. Als er in den Parcours einfuhr, wurde es ruhig auf den Tribünen. Dann fiel gleich am ersten Hindernis ein Ball vom Kegel. Im weiteren Verlauf kamen noch zwei Bälle hinzu. „Die Zeit wird knapp, das schafft er nicht", vermutete Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg) schon, während Zarembowicz noch fuhr. Und er sollte Recht behalten, zu den neun Punkten für die abgefallenen Bälle kamen noch sieben Strafpunkte für Zeitüberschreitung hinzu. „Sunrise ist immer wieder angaloppiert, dadurch war es alles etwas unruhig, sonst bin ich den Kegelparcours immer im starken Trab gleichmäßig durchgefahren", erklärte Zarembowicz, der bereits 2006 und 2008 Deutscher Meister war.

 

Eine rasante Runde ohne Fehler zeigte dagegen Dieter Lauterbach, der nach Dressur und Gelände noch auf Platz sechs gelegen hatte. „Der galoppiert sogar durch die Schlangenlinien", staunte die spätere Meisterin Mareike Harm. Lauterbach blieb fehlerfrei und profitierte von den Fehlern der anderen, so dass er sich den Vize-Titel noch sichern konnte. Der Deutsche Meister von 2009 Detlef Böhlmann, der nach Dressur und Gelände auf Platz drei gelegen hatte, konnte diesen Platz trotz 7,5 Fehlern im Kegelparcours halten. „Ich ärgere mich nicht, dass ich den Titel nicht verteidigen konnte, sondern freue mich, dass ich überhaupt auf dem Treppchen stehe, da ich in der Woche zuvor auch nicht viel trainieren konnte", sagte Böhlmann. „Mareike war auch wirklich mal an der Reihe." Auf Platz fünf kam Tino Bode (Halle/144,42) mit Desmond vor Klaus Tebbe (Neuenkirchen/145,44) mit Weltano. Reinhard Burggraf (Geretsried/146,63) platzierte sich mit Albführen's Poesie auf Rang sieben. Platz acht ging an Armin Müller-Rasmussen (Bad Endbach/147,91) mit Darwin und Platz neun an Heinz Künstler (Grefrath/148,59) mit Ragando.

 

Den Länderpokal gewann die Mannschaft aus Hessen mit Thorsten Zarembowicz, Armin Müller-Rasmussen und Dieter Lauterbach vor dem Team aus Westfalen mit Christoph Dieker (Gescher), Joseph Heisterkamp (Bocholt) und Klaus Tebbe. Platz drei ging an die Mannschaft Hannover mit Detlef Böhlmann, Katrin Elfeld (Hitzacker) und Klaus Wittmann (Salzhausen).

 

Neben den Deutschen Meisterschaften der Einspänner hat in Wilsdruff auch der Bundesvergleichswettkampf der Pony-Einspänner stattgefunden. Nach Platz drei in der Dressur und Platz zwei im Gelände hatte Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) mit Kurbaums Flop die Führung übernommen. Im Kegelfahren fiel nur ein Ball und er blieb in der Zeit und sicherte sich so in dieser Teilprüfung Platz zwei, so dass er am Ende auch den Bundesvergleichswettkampf der Pony-Einspänner gewann. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Pony, er lief an allen drei Tagen gut, dabei bin ich gar nicht so zuversichtlich hier hingefahren", sagte der Sieger. „Schade aber, dass nur so wenige Pony-Einspänner hier waren." Acht Gespanne starteten in der Kombinierten Wertung, aber nur sechs im Bundesvergleichswettkampf, da zwei Fahrer jeweils zwei Pferde dabei hatten, aber nur mit einem im Bundesvergleichswettkampf starten durften. So kam es, dass Theo Bopp zwar mit Lobely Platz zwei in der Kombinierten Wertung belegte und Armin Willnecker (Thalmässing) mit seinem Haflinger Marcel Platz drei, aber beide hatten ihr anderes Pferd für die Meisterschaftswertung benannt. Neben Andreas Pues-Tillkamp standen dann Patrick Hanisch (Ennigerloh) und Frank Rothaus (Schlangen) auf dem Treppchen und bekamen die Medaillen und Schärpen überreicht.

 

Zusätzlich zu den Prüfungen für die Einspänner und die Pony-Einspänner gab es in Wilsdruff auch eine Sichtung für die Zweispänner, da diese in diesem Jahr erstmalig einen Nationenpreis haben und dafür eine Mannschaft besetzt werden muss. Nach Dressur und Gelände führte Rudolf Huber (Stuhr/132,62 Punkte) vor Reinhard Burggraf (137,57) und Hans-Georg Schröder (Anklam/139,69). Im Hindernisfahren legte Schröder mit seinen Schimmeln eine Nullrunde vor, erhielt aber 8,5 Strafpunkte wegen Überschreitens der erlaubten Zeit, die sehr knapp bemessen war. Reinhard Burggraf startete als nächster und fuhr statt durch das erste Hindernis von hinten durch das letzte Hindernis und wurde abgeläutet. Wegen "Einschlagens eines falschen Parcours" schied er nicht nur im Hindernisfahren aus, sondern auch in der Kombinierten Wertung. Rudolf Huber fuhr als letzter Starter den Sieg in der Kombinierten Wertung souverän nach Hause (139,12) und gewann zusätzlich das Kegelfahren mit insgesamt 6,5 Fehlern. Auf Platz zwei in der Kombinierten Wertung kam Schröder (148,19) vor dem Dressursieger Stefan Schottmüller (Kraisgau/153,19). Platz vier ging an Lokalmatador Mario Junghanns (Grumbach/159,42), Platz fünf an Arndt Lörcher (Wolfenbüttel/163,66).

 

Bei den Pony-Zweispänner machte der bis dahin Führende der Kombinierten Wertung Tim Dallmann (Blankensee) den gleichen Fehler wie Reinhard Burggraf. Er fuhr nach dem Start nicht durch Hindernis eins, sondern von hinten durch Hindernis 19 und schied aus. Die Kombinierte Wertung gewann Fabian Gänshirt (Meißenheim) mit 158,65 Punkten vor Detlef Landgraf (Remse) mit 168,47 Punkten. evw

WM Einspänner Pratoni del Vivaro/ITA

Die Longlist steht fest

 

Grumbach-Wilsdruff (fn-press). Der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) hat nach der Deutschen Meisterschaft der Einspänner in Grumbach-Wilsdruff die Fahrer benannt, die auf der Longlist für die Weltmeisterschaften im italienischen Pratoni del Vivaro vom 28. Juli bis 1. August stehen.

 

Für die Mannschaft starten (in alphabetischer Reihenfolge): Mareike Harm (Negernbötel) mit Do Marina, Dieter Lauterbach (Herborn) mit Rheinprincess und Thorsten Zarembowicz (Dreieich) mit Sunrise. Als Einzelfahrer und Ersatz für die Mannschaft wurde Detlef Böhlmann (Hollenstedt) mit Diaz nominiert. Als erste Reserve wurde Christoph Dieker (Gescher) mit FST Elmor nominiert, zweite Reserve ist Oliver Böhme (Grumbach) mit Pamino.

 

Bisher sind drei Fahrer zugelassen. Ob ein vierter Fahrer geschickt werden kann, entscheidet sich nach dem definitiven Nennungsschluss.         evw

 

 

CAN Herchenrode

Georg von Stein gewinnt WM-Sichtung der Vierspänner

 

Herchenrode (fn-press). Lokalmatador Georg von Stein (Modautal) gewann die Kombinierte Wertung der Vierspänner beim nationalen Turnier in Herchenrode vor heimischem Publikum mit 138,56 Punkten. Damit war er der überragende Akteur dieser zweiten Sichtung für das CAIO in Aachen und die Weltreiterspiele im Herbst im US-Staat Kentucky. Zum Auftakt führte er mit 49,54 Strafpunkten in der Dressur nach dem ersten Tag bereits die Zwischenwertung an. Das Richterkollegium sah ihn damit vor Rainer Duen (Friesoythe/ 50,56) und Dirk Gerkens (Paderborn/51,58) an der Spitze. Das änderte sich auch nach Gelände und Hindernisfahren nicht mehr, so dass Duen (143,49 Punkte) und Gerkens (143,77) auch in der Kombinierten Wertung die Plätze zwei und drei belegten.

 

Am Geländetag festigte der Lokalmatador mit einem Sieg vor Michael Brauchle (Lauchheim) seine führende Position. In dieser Teilprüfung gewann er mit 88,52 Strafpunkten vor Brauchle mit 90,95 Punkten und dem Bayer Josef Zeitler (Hinterzarten/91.41). Das abschließende Hindernisfahren brachte keine wesentliche Veränderung. Eine Fahrt mit 0,5 Strafpunkten für eine geringfügige  Zeitüberschreitung bedeutete für Georg von Stein den Sieg in der Kombinierten Prüfung und in dieser WM-Sichtung. „Natürlich bin ich total happy über diesen für mich wichtigen Sieg, zumal vor heimischem Publikum. Jetzt hoffe ich damit das Ticket für Aachen gelöst zu haben," so ein sichtlich erleichterter Georg von Stein. Auf Platz vier kam Michael Brauchle (148,31) vor Ludwig Weinmayr (Fischbachau/149,83).

 

Cheftrainer Ewald Meier (Meißenheim) zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Kandidaten für Aachen und Kentucky „Die Dressuren waren durchgängig deutlich verbessert gegenüber der ersten Sichtung in Zeiskam. Im Gelände und im Hindernisfahren  waren wir schon immer stark. Was uns fehlt, sind einfach die Topppferde für die Dressur, wie sie manche andere Nationen haben. Aber ich bin vorsichtig optimistisch nach dieser Sichtung", sagte er. Für die Vierspännerfahrer stehen noch das Deutsche Fahrderby im westfälischen Riesenbeck vom 30. Juli bis 1. August und die Deutsche Meisterschaft der Vierspänner in Lähden in Weser-Ems vom 20. bis 22. August an, bevor es zu den Weltreiterspielen in die USA geht.

 

Die Kombinierte Wertung der Pony-Vierspänner gewann in Herchenrode Dieter Höfs (Weil der Stadt/139,86) vor Steffen Brauchle (Lauchheim/140,48) und Thomas Köppen (Dreieich/142,12). Bei den Pony-Zweispännern setzte sich Steffen Brauchle (131,63) gegen Nachwuchsfahrer Marco Freund (Dreieich/140,56) und Birgit Kohlweiß (Weil der Stadt/144,37) durch. Rudolf Temporini/evw

CHIO Aachen: Deutsche Fahrer stehen fest

 

Aachen (fn-press). Die deutschen Vierspännerfahrer, die beim Weltfest des Pferdesports vom 9. bis 18. Juli in Aachen starten dürfen, stehen jetzt fest. Für die deutsche Mannschaft fahren Michael Brauchle (Lauchheim), Rainer Duen (Friesoythe) und Christoph Sandmann (Lähden). Als weitere Einzelfahrer starten beim CHIO in Aachen noch Dirk Gerkens (Paderborn) und Georg von Stein (Modautal). Als erste Reserve wurde Ludwig Weinmayr (Fischbachau), als zweite Reserve Josef Zeitler (Hinterzarten) benannt.    evw

 

 


Voltigieren

 

CVI*/** Krumke

Deutsche Voltigierequipe für Junioren-EM steht fest

 

Krumke (fn-press). Die deutsche Voltigierequipe für die Junioren-Europameisterschaften vom 5. bis 8. August im österreichischen Stadl Paura steht fest. Nachdem die drei U18-Herren Thomas Brüsewitz (Garbsen), Jannik Heiland (Seevetal) und Torben Jacobs (Ganderkesee) sowie das U16-Team aus Ingelsberg bereits nominiert waren, folgten jetzt die Einzelvoltigiererinnen. Für Deutschland gehen in Stadl Paura an den Start: Jennifer Braun (Regensburg), Jana Linicus (Eppstein) und Gianna Meier (Lünen). Als Reserve wurde Lisa Freund (Hamm) nominiert.

 

Der Disziplinbeirat Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) verteilte die letzten Tickets für die Junioren-EM im Anschluss an das internationale Voltigierturnier in Krumke. Das mit rund 100 Einzelvoltigierern, 13 Teams und vier Doppelpaaren besetzte CVI sah an diesem Wochenende fast ausschließlich deutsche Sieger. Lediglich bei den Senior-Damen mussten sich die Voltigierer um Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) mit dem zweiten Platz begnügen. Sarah Kay (Sörup/8,056 Punkte), die mit Guldenburg (Longenführerin Irina Lenkeit) an den Start ging, musste nur die US-Amerikanerin Megan Benjamin (8,152) mit Urfreund Rosengard passieren lassen. Auch Einzelvoltigierer Daniel Kaiser (Delitzsch) untermauerte seine derzeit gute Form. Der frischgebackene Vater verwies bei den Senior-Herren mit seinem Pferd Merkur (Gerhard Kluger) und 8,167 Punkten die Konkurrenz auf die Plätze.

 

Eine Klasse für sich waren die deutschen Junior-Einzelvoltigierer. Bei den Damen wie auch den Herren gingen gleich die ersten drei Plätze an Deutschland. Hier siegten Theresa-Sophie Bresch (Tübingen/7,435) mit Cyrano (Doris Marquard) und Thomas Brüsewitz (7,435) mit Dance of Gold (Lars Hansen/7,592). Mit ihrem Partner Daniel Rein (Tübingen) und Cyrano triumphierte Theresa-Sophie Bresch (7,821) auch im Doppelvoltigieren. Grund zur Freude hatten zudem die Teams aus Deutschland. Vor heimischem Publikum gewann die Voltigiergruppe aus Krumke mit ihrem Toppferd Genion (Marion Schulze/7,540) die altersoffene Klasse. Bei den U16-Teams waren die Voltigierer aus Bad Friedrichshall mit Alando (Hannelore Leiser/6,843) nicht zu schlagen.     dp

 

 


Distanzreiten

 

Deutsche Meisterschaften Distanzreiten

WEG-Equipechefin Klingbeil gewinnt nationalen Titel

 

Dillingen (fn-press). Die neue Deutsche Meisterin im Distanzreiten heißt Ursula Klingbeil. Die Tierärztin aus Buch in Bayern erreichte mit ihrem 12-jährigen Ababer El Wa Ha Kimja das Ziel im schwäbischen Dillingen mit zehn Minuten Vorsprung. Ein Erfolg mit besonderer Note: Klingbeil begleitet das deutsche Team als Equipechefin zu den Weltreiterspielen. Den Vizetitel holte sich Titelverteidigerin Sybille Markert-Bäumer (Dietmannsried) mit Garibha. Die Bronzemedaille gewann Melanie Arnold (Kirchheim/Teck) mit Saltan.

 

Von Beginn an gehörten die Medaillengewinnerinnen zur Spitzengruppe der Deutschen Meisterschaften. Nach der ersten von insgesamt sechs Rittetappen erreichte Klingbeil das erste Vet-Gate schon als Dritte des Gesamtfeldes kurz hinter Markert-Bäumer, die mit dem Ziel gestartet war, ihren Titel zu verteidigen. Und so erreichte die Vorjahressiegerin auch nach 100 Kilometern das dritte Gate mit einer Sekunde Vorsprung auf Klingbeil. Die erste Entscheidung für den Titel fiel auf der vierten Etappe. Auf den 25 Kilometern ritt Ursula Klingbeil den zehnminütigen Vorsprung heraus, mit dem sie schließlich auch gewinnen sollte. Einsam erreichte die Bronzemedaillengewinnerin von 2009 nach 160 Kilometern, acht Stunden, 53 Minuten und vier Sekunden im Sattel das Ziel und ihren ersten DM-Titel. Außerdem erhielt sie den begehrten Best Condition-Preis, den die Tierärzte an das fitteste Pferd des Rittes vergeben. Dass ihr Schimmel fit ist, zeigte er auch in der im Ergebnis ausgewiesenen Regenerationszeit. Das ist die Summe der Zeit, die es braucht vom Erreichen des Vet-Gates (Arrival-Time) bis zur Vorstellung des Pferdes bei den Tierärzten (In-Time). Insgesamt kam der Wallach hier auf nur acht Minuten und 34 Sekunden.

Der Sieg war geplant. „Natürlich kann immer was dazwischen kommen,“ sagte eine glückliche Ursula Klingbeil und zog einen Zettel heraus, den sie eine Woche zuvor an ihr Tross-Team gegeben hatte. Darauf fand sich eine Liste mit den Ankunftszeiten in jedem Vet-Gate. So wollte sie reiten. Und so war sie geritten. Nur am Ende gab es eine Abweichung. Die letzte als 15 Kilometer ausgewiesene Etappe war tatsächlich drei Kilometer länger. „Ich wunderte mich. Laut Plan musste ich kurz vor dem Ziel sein, aber es kam noch eine Abbiegung und noch eine.“ Die Erklärung war einfach. Es hatte einen Fehler bei der Berechnung der letzten Streckenlinie gegeben, die mit dem Auto per GPS ermittelt wurde. Ihrem Erfolg tat das keinen Abbruch.

 

Spannend wurde es im Kampf um die Silber- und Bronzemedaille. Sybille Markert-Bäumer, Melanie Arnold und Heike Blümel (Würzburg) mit Voila Kossak waren nahezu zeitgleich als Verfolgergruppe auf die letzte Etappe gegangen. Hier erritt sich Markert-Bäumer mit Garihba sieben Minuten Vorsprung auf Arnold und Blümel. Dennoch musste sie sich im Ziel ein Finish liefern, denn die Deutsche Meisterschaft war offen auch als internationaler Ritt (CEI) ausgeschrieben. Nach einer unglaublichen Aufholjagd tauchte Jaffar Mirza (Bahrain) mit Zirkonia an der Spitze auf (09:03:07/CEI-Platz 2). Er war die letzte Etappe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21,2 Stundenkilometern geritten (zum Vergleich: Klingbeil 15,66; Markert-Bäumer 17,67) und hatte im Finish knapp die Nase vor Markert-Bäumer (09:03:08/CEI-Platz drei). Auch die DM-Bronzemedaille wurde im Finish vergeben. Mit dem Edelmetall belohnte Melanie Arnold, Deutsche Meisterin von 2004 und 2005, den ersten 100-Meiler ihres erst achtjährigen Vollblut-Araber-Wallachs Saltan (9:10:11/CEI-Platz vier). Die knapp unterlegene Heike Blümel (9:10:12) wurde damit Vierte der DM und Fünfte im CEI wurde. Von den insgesamt 48 Startern beendeten 22 den Ritt in der Wertung. Von den darin enthaltenen 24 DM-Teilnehmern beendeten 15 den Ritt in der Wertung.

 

Die DM feierte in Dillingen übrigens zwei Premieren: Zum einen der Veranstaltungsort, zum anderen der Veranstalter. Erstmals richtete die mehrfach erfolgreiche Championatsreiterin Belinda Hitzler in ihrem Heimatort die nationalen Titelkämpfe aus. Deshalb verzichtete die Deutsche Meisterin von 2008 (und Silber 1999. Bronze 2000 und 2005) diesmal auch auf einen Start. Zudem hat die WM-Team-Vierte der Weltreiterspiele 2006 auch ein größeres Ziel vor Augen: Sie will in Kentucky als Reiterin zum deutschen Aufgebot gehören. Was immer danach kommt. Als Veranstalterin hat sie sich jedenfalls gerade empfohlen. Sie und ihr Mann Stefan Schellenberg erhielten viel Lob von Teilnehmern und Offiziellen.   Bo

 

 

 

 

Deutsche Jugendmeisterschaften

Überraschungssiegerin Klara Haug

 

Dillingen (fn-press). Mit einer Überraschung endeten die Deutschen Jugendmeisterschaften Distanzreiten im schwäbischen Dillingen. Die bisher nur regional reitende 15-jährige Klara Haug (Waren/Müritz) holte sich mit ihrem Pferd Zupan den Titel und betrat damit eindrucksvoll die Bundesbühne des Langstreckennachwuchses. Neue Vize-Jugendmeisterin wurde die 16-jährige Ronja Schreiber (Ofterdingen) mit Safir vor Simone Karnelka mit Pur.

 

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet,“ sagte eine vor Freude sichtlich aufgelöste Siegerin, die erst im Ziel erfuhr, dass sie gewonnen hat. Schließlich war sie mit einer Reitzeit von sieben Stunden, 43 Minuten und 55 Sekunden nicht als erste DJM-Teilnehmerin nach 120 Kilometern über die Ziellinie geritten sondern Annette Schwartze mit Al Julimah, die ihren Titelgewinn von 2006 und 2007 wiederholen wollte. Die 20-jährige Warendorferin bezahlte ihre Aufholjagd von zehn Minuten Rückstand auf die DJM-Führung eine halbe Stunde nach Zieleinritt mit dem Aus in der abschließenden Verfassungsprüfung. Die international als CEI-J-YR ausgeschriebene DJM gewann in der Gesamtwertung die Belgierin Romane Yerneaux mit Sichon de Sauvions (7:43:55/16,177), die nach 35 Kilometern ab der zweiten von insgesamt fünf Etappen führte und mit über sieben Minuten Vorsprung das Ziel erreichte.

 

Keiner hatte die junge Mecklenburg-Vorpommerin als Konkurrenz für die DJM auf dem Zettel gehabt. Sie sich selbst auch nicht. Es war Clara Haugs erstes nationales Championat. Und ihr erster Distanzritt mit Zupan. Der zehnjährige Araber-Wallach war eingesprungen für die Stute, mit der sie ursprünglich den Ritt hatte gehen wollen, die aber nicht fit war. Beide Pferde sind eine Reitbeteiligung. „Ich bin sehr froh, dass ich so gute Pferde reiten kann,“ sagte die Schülerin, die nach dem Erfolg mehr Vorstellungen von ihrem Berufswunsch – „Ärztin, wie meine Eltern“ – hatte, als von ihrer sportlichen Zukunft. Weitermachen wolle sie auf jeden Fall, die nächsten Schritte muss sie überlegen.

 

Groß war auch die Freude bei der neuen Deutschen Vizemeisterin Ronja Schreiber, die im letzten Jahr noch Platz neun bei der DJM belegte. Die Schülerin war nach Order ihrer Mutter Gabi geritten und weniger als zwei Minuten nach Clara Haug ins Ziel gekommen: „Ich bin sehr stolz auf meine Tochter.“ Und auf das Pferd, denn der zehnjährige Shagya-Araber Safir hat einen Job: Er ist Therapiepferd im Zentrum für heilpädagogischen Reiten, dass die Diplom-Reitpädagogin in Ofterdingen betreibt. In der Woche arbeitet Safir wie alle Pferde von Schreibers im Zentrum, wo unterschiedlichste Kinder, Jugendliche und Erwachsene „umfassend pädagogisch“ betreut werden. Und so ist am Ende auch der Distanzsport in das Konzept von Gabi Schreiber einbezogen, denn das Team, das Ronja und Safir auf dem Ritt betreut, stammt aus den Nutzern des Zentrums.         Bo

 

 

Longlist für EJM Distanzreiten in Kreuth

 

Dillingen (fn-press). Die Longlist für die Jugend-Europameisterschaften Distanzreiten, die am 5. August im ostbayerischen Kreuth ausgetragen werden, steht. Der Disziplinbeirat Distanzreiten des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) nomminierte folgende Reiterinnen: Sabrina Birmele (March) mit Nessaya ox, Jennifer Schrader (Handeloh) mit Rashid, Ronja Schreiber (Ofterdingen) mit Santana, Aymana Ebony Afifa ox und Safir, Annette Schwartze (Warendorf) mit Al Julimah, Selina Natascha Wank (RSA-Middelburg) mit Iris de Soult und Anne Wegner (Hannoversch-Münden) mit Aicha Addschawad ox und Safir. Weitere Informationen zur EJM unter www.zsaa.org           Bo



 

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