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Angelika Trabert - vierte Bronze-Medaille für deutsche Parareiter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Sonntag, 23. September 2018 um 07:32

Sara Morganti aus Italien wird nach dem WM-Titel in Grade I vom ganzen Team mit südländischer Begeisterung gefeiert

(Foto: FEI/ Liz Gregg)

Tryon. Vier Mal Bronze – das ist die Medaillenbilanz der deutschen Para-Dressurreiter bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA. Den vierten dritten Rang errit Narkoseärztin Dr. Angelika Trabert bei den Grade III-Teilnehmern.

 

Nach Bronze in der Einzelwertung für Regine Mispelkamp und Look At Me Now (Grade V) und Elke Philipp mit Fürst Sinclair (Grade I) sowie Bronze für das deutsche Team sicherte sich zum Abschluss der Wettkämpfe für die Dressurreiter mit Behinderung auch noch Grade III-Reiterin Dr Angelika Trabert mit Diamond’s Shine dieses Metallstück in der Kür.

 

Auf diese Entscheidung musste die Narkoseärzin aus Dreieich wegen ihres frühen Startplatzes allerdings warten. Direkt nach ihrem Ritt war die Hoffnung noch begrenzt, zumal ihr Westfale Diamond’s Shine sich nach der Schritttour zunehmend bitten ließ. Für die Reiterin, die ohne Beine geboren wurde, keine leichte Aufgabe. „Am liebsten hätte er sich tragen lassen, glaube ich“, kommentierte sie lachend beim Ausritt aus dem Stadion. „Die Kür ist eigentlich meine Paradedisziplin. Aber es war superheiß. Mein Pferd hat schon einen Winterpelz und wir mussten den ganzen Tag auf unseren Einsatz warten. Nach der Schritttour war es schwer, ihn noch zu motivieren.“ Ähnlich sah es auch Bundestrainer Bernhard Fliegl. „Die erste Hälfte war super gut. Geli hat beide Schulterherein ausgezeichnet nach Hause gebracht. Nach der Schritttour, die etwas lang war, hat er dann aber wohl gedacht, gut, jetzt machen wir mal hitzefrei. Und da fehlen Geli natürlich die treibenden Hilfen.“

 

Am Ende reichte ihr Ergebnis von 71,840 Prozent dennoch für den Bronzerang. Während die frisch gebackene Einzel-Weltmeisterin in Grade III, Rixt van der Horst aus den Niederlanden, ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und mit 77.347 Gold gewann, musste die neue Vizeweltmeisterin Natasha Baker unfreiwillig vom Pferd. Die Britin, die in Tryon die Hannover Stute St Mount Diva Dannebrog an den Start brachte, schied damit aus. Damit konnte sich nur noch die US-Amerikanerin Rebbeca Hart als letzte Starterin mit El Corona Texel mit 73,240 Prozent vor Trabert platzieren.

 

Wäre sie nicht gewesen, hätte es auch für Steffen Zeibig (Arnsdorf) noch zur Medaille gereicht. So wurde er mit 71.487 Prozent Vierter. „Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden, die erste Diagonale im Mitteltrab war etwas doll. Insgesamt war es ein bisschen schwierig, der Musik hinterherzukommen. Ansonsten hat wieder alles gepasst, das Gefühl war gut“, sagte er. „Steffens Stute kennen wir dynamischer und fleißiger. Sie war hier schon sehr gechillt“, vermutete der Bundescoach.

 

Trotz der Bronzemedaille für Trabert war der Bundestrainer mit dem Ausgang der Kür nicht ganz zufrieden. „Ein Stück weit bin ich schon auch enttäuscht. Ich habe mir mit den Küren noch mehr erhofft, gerade weil es für den ein oder anderen so ein Highlight und so eine Paradedisziplin ist“, gestand er. „Es sollte wohl nicht so sein.“

 

So konnten sowohl WM-Neuling Regine Mispelkamp (Grade V) als auch Elke Philipp (Grade I), die beide in der Einzelwertung Bronze gewonnen hatten, diesen Erfolg in der Kür nicht wiederholen. Beide wurden Vierte. „Es war toll auf die Musik zu reiten, die Musik passt super zu dem Pferd. Er ist nur ein bisschen verspannter, wenn er die Musik hört, daher hatte ich etwas mehr Druck auf der Hand und war einmal kurz hinter der Musik, aber sonst war es gut“, sagte Mispelkamp dennoch zufrieden. „Viel besser hätte es für mich nicht laufen können. Ich habe bei meinem ersten Championat zwei Medaillen gewonnen, das ist toll.“

 

Elke Philipp hatte in Grade I einiges zu tun, um ihr Nachwuchspferd Fürst Sinclair zu motivieren. Auch er wirkte etwas müde. „Elke hat eine sehr gute Kür, nur hat da leider die letzte Power gefehlt. Sowohl ihr selbst als auch dem Pferd hat die Hitze wohl doch zu schaffen gemacht“, sagte Fliegl.

 

In beiden Grades setzten sich die Favoriten durch. In Grade I war es die Italienerin Sara Morganti mit Royal Delight, die mit 78,867 Prozent den Titel holte. In Grade V die Britin Sophie Wells, die mit C Fatal Attraction sogar die 80er Marke knackte und damit ihre zweite Goldmedaille gewann. Die Teammedaille blieb den Briten in diesem Jahr versagt. Erstmals in der Geschichte der Disziplin konnte sich mit den Niederlanden eine andere Nation in der Mannschaftswertung durchsetzen.

Ergebnisse Grade III

Die Grades II und IV fanden in Tryon ohne deutsche Besetzung statt.

 

 

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