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Michael Jung übernahm die Spitze in Marbach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michaela Weber-Herrmann/ DL   
Freitag, 10. Mai 2019 um 09:02

Marbach. Zum Auftakt des Internationalen Turniers der Vielseitigkeitsreiter in Marbach übernahm Olympiasieger und Exweltmeister Michael Jung nach dem ersten Teil der Vier-Sterne-Prüfung die Spitze.

 

Das kann einen Vielseitigkeitsreiter nicht erschüttern: Windböen und Regen, dazwischen Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein – das Wetter auf der Schwäbischen Alb schlug zu Beginn der Veranstaltung Kapriolen. Dessen ungeachtet wurden die Pferde im Viereck bestens präsentiert. In der Marbach Trophy, dem CCI4*-S,  liegen nach der ersten Häfte der Dressur zwei Männer mit Heimvorteil in Führung: An der Spitze der Ergebnisliste findet sich Michael Jung, der Olympiasieger, Welt- und Europameister aus dem Schwarzwaldstädtchen Horb mit einem seiner Nachwuchspferde, dem erst achtjährigen Highlighter. Für die Vorstellung des Braunen gab’s 75,07 Prozent – umgerechnet 24,9 Minuspunkte. Highlighter geht in Marbach erst die zweite Prüfung unter dem Sattel des Multichampions, die ersten Erfahrungen auf internationalem Sportparkett sammelte er unter Jungs Bereiter, dem Italiener Pietro Grandis. „Er ist ein sehr gutes Pferd im Gelände. Ich bin sicher, dass er auch für die ganz großen Prüfungen geeignet ist“, so Jung über Highlighter.

Mit Platz zwei (25,3 Minuspunkte) ist Dirk Schrade seinem Landsmann dicht auf den Fersen. Der Profi, mittlerweile in Schleswig-Holstein zu Hause, ist in Marbach aber trotzdem „daheim“. Schließlich ist er in Gomadingen unweit des Gestüts aufgewachsen. Er hatte Unteam de la Cense, einen elfjährigen Wallach aus französischer Zucht, gesattelt. Und Dirk Schrade zum zweiten: Sein Name findet sich auch auf Rang drei des Zwischenclassements – mit dem zehnjährigen Holsteiner Catelan kam er auf 26,3 Minuspunkte.

Im CCI2*-L, der offen ausgeschriebenen Zwei-Sterne-Prüfung, liegen aktuell Amazonen vorn: Eva Terpeluk führt mit Uni’s Black Pearl (25,8 AStrafpunkte) vor Theresa Müller mit Schoensgreen Lenny (28,5 Punkte). Gleichauf mit Theresa Müller ist Pietro Grandis mit Star Connection an zweiter Stelle und damit übrigens vor seinem Chef Michael Jung und dem siebenjährigen Holsteiner Wild Wave, die nach dem ersten Dressurtag Platz vier belegen (28,8 Punkte).

Auch in der zweiten internationalen Prüfung auf Zwei-Sterne-Niveau, dem CCIOJ2*-L, in dem die Junioren ihren Preis austragen, finden sich an der Spitze der Ergebnisliste derzeit zwei deutsche und ein italienischer Reiter: Deutlich in Führung liegt Konstantin Harting mit der Westfalenstute Cigaline. 28,8 Minuspunkte waren ihr Ergebnis. An zweiter Position folgen wiederum punktgleich Gregor Migas mit Lisa und die junge Italienerin Alessandra Moretti mit dem in Irland gezogenen Dassett Master (je 32,7 Minuspunkte).

Last but not least die Ponyreiter, die ihre Dressur zum Abschluss des Programms absolvierten. Am besten gelang dies der Französin Louise Petitjean mit Versailles des Morins, die mit 24,6 Punkten gut vorgelegt haben. Die Verfolger-Plätze belegen die beiden deutschen Ponyreiterinnen Maxima Homola mit Lalube (27,6 Punkte) und Theda Knop von Schwerdtner mit Chapeau Claque (28,3).

 

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