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Paul Schockemöhle oder sein auf ihn zugeschnittenes Turnier in Redefin PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hans-Joachim Begall/ DL   
Montag, 27. Mai 2019 um 15:38

David Will auf Spring Dark - Sieger im Großen Preis von Redefin, neben der Dame Turnierchef Paul Schockemöhle

(Foto: Achim Begall)

Redefin. Die Riders Tour-Veranstaltung in Redefin war für Paul Schockemöhle als Turnierchef wie speziell erfunden. Da konnte er sich nach seinem ihm angeborenen Charakter richtig wohlfühlen und austoben,  überall herumwerkeln, diskutieren, eingreifen, helfen und bestimmen – nichts mag er lieber. Er braucht so etwas wie ein anderer Hasch, um high zu sein…

 

Soweit das Auge reicht - Pferde über Pferde. So präsentiert sich das Gestüt Lewitz von Paul Schockemöhle im Nordosten Deutschlands auf dreitausend Hektar. Ende Mai vereinnahmte der dreimalige Europameister der Springreiter auch das benachbarte Landgestüt Redefin für drei Tage.  Betriebsleiterin Antje Kerber trat in den Hintergrund, und der 74-jährige Mühlener war plötzlich als „Hausherr“ an allen Ecken des Pferdefestivals mit Teilnehmern aus 17 Nationen zu finden, als Turnierleiter, Trainer, Pferdebesitzer und Ausspäher nach talentierten Springpferden.

Und am Ende sah man einen zufriedenen Paul Schockemöhle, mit den Leistungen seiner Jockeys und Vierbeiner, mit dem Besuch von 16.000 Zuschauern (wie im Vorjahr) und dem Organisationsteam an deren Spitze seine Frau Bettina stand, die auch schon „Mutter des Turniers“ von einigen genannt wird.

Die erste Freude bereitete Schockemöhle Felix Koller. Seit knapp einem Jahr ist der 22 Jahre alte Wiener als Bereiter beim größten Gestütsbesitzer Europas angestellt. Mit dem Holsteiner Hengst Clayton gewann der Austrianer das Auftaktspringen der Großen Tour und mit dem Chacco-Blue-Sohn Chaccbay das  Championat von Mecklenburg-Vorpommern „Land zum Leben“. Im letzteren Springen kamen nur drei Reiter aus dem von Christian Wiegand gebauten Parcours, da die Zeit knapp bemessen war. Holger Wulschner aus Passin erreichte als Bester aus der Region mit einem Zeitfehler Platz vier. Gesattelt hatte er die noch nicht so erfahrene Oldenburger Stute Dorette.

Nur im Großen DKB-Preis mussten die Reiter des Turnierchefs zusehen, wie David Will aus Damme – zum ersten Mal in Redefin - ihnen den Gewinn des Preisgeldes von 18.750 Euro wegschnappte. Paul Schockemöhle hatte beim Parcoursbesichtigen bis zu zehn Nullfehler-Ritte vorausgesagt, und er sollte Recht behalten. Als Elfter zog mit dem schnellsten Ritt und einem Abwurf der gebürtige Bayer in die Siegerrunde, wo alle ohne Fehlerbelastung nach dem Reglement begannen. Und der 31-jährige DKB-Athlet legte vor. An seinem makellosen Ritt auf der 13 Jahre alten Franzosen-Stute Spring Dark in 37,55 Sekunden kam die folgende Konkurrenz nicht mehr heran. 1,33 Sekunden langsamer war die Südafrikanerin Alexa Stais auf Quintato, die als Bereiterin von Hilmar Meyer in Thedinghausen arbeitet.   

Das Siegerpferd wie auch Oak Grove´s Heartfelt vom Drittplatzierten Harm Lahde (Blender) wurden übrigens einst vom Schweden Rolf-Göran Bengtsson ausgebildet. Premiere der Bemer Riders Tour gelungen, stellte Brigitte Erdogan vom Sponsor fest und versprach eine Fortsetzung im kommenden Jahr. In der Serienwertung liegen nun nach zwei Prüfungen David Will und Katrin Eckermann (Füchtorf), die zeitgleich in Rom am Start war, mit je 20 Punkten in Führung. Die vorn Platzierten wollen erst in Münster weitere Punkte sammeln. Lediglich André Thieme möchte in Hamburg sein Punktekonto verbessern. Der dreimalige Derbysieger aus Plau am See war mit seiner erst neunjährigen Westfalen-Stute Crazy Girl zweimal Null aus dem Parcours gekommen. „Schneller ging es nicht. Mein Pferd ist noch nicht so erfahren“, sagte der Mecklenburger nach seinem sechsten Platz im Großen Preis. Während Holger Wulschner den Start zurückgezogen hatte, musste Thieme von Veranstalter und seiner Pflegerin erst für eine Teilnahme überzeugt werden – und er machte das Beste daraus.

Neben seinen eigenen Jockeys galt das Interesse von Paul Schockemöhle auch den japanischen Reitern, denn er wurde als Trainer verpflichtet. Obwohl sie für die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr schon ihre Startplätze als Rieter des Gastgeberlandes automatisch sicher haben, müssen sie noch Erfahrungen sammeln. Und der Gestütschef von Lewitz hat sie fast ausnamenslos mit Pferden aus der eigenen Zucht sattelfest gemacht. Vor allem der Hengst Chacco Blue steht bei vielen dieser springgewaltigen Vierbeiner im Pedigree. „Vielleicht haben wir im nächsten Jahr einen Mecklenburger in Tokio“, freute sich Uwe Witt, der ausgeschiedene Geschäftsführer des nordostdeutschen  Zuchtverbandes mit Sitz in Rostock.

Neben Paul Schockemöhle bemüht sich vor allem Bastian Freese um die Reiter aus dem Land der aufgehenden Sonne. Er und sein Chef konnten sich besonders auch über den Sieg von Bastians Ehefrau Isabel Freese im Nürnberger Burg-Pokal freuen. Die gebürtige Norwegerin saß immerhin auf einem Promi-Pferd namens Total Hope. Das vierbeinige Dressurtalent hat den Hengst Totilas als Vater und Weihegold als Mutter, auf Weihegold feierte bekanntlich bisher Isabell Werth großartige Erfolge. Der siebenjährige Oldenburger Rappe soll nun systematisch auf das Finale im Dezember in Frankfurt vorbereitet werden, da „er in dieser Zeit von seinem Dienst als Vererber noch freigestellt ist“, so der Besitzer aus Mühlen. Souveräne Siegerin im Grand Prix wie auch GP Spezial war Charlott Maria Schürmann (Gehrde) mit dem Hannoveraner Burlington, Burg-Pokal-Finalsiegerpaar von 2012.

 

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