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Michael Jung Sieger des olympischen Vielseitigkeits-Testes in Tokio PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Helkenberg/ FN/ DL   
Mittwoch, 14. August 2019 um 18:03

Tokio. Der dreimalige Olympiasieger und Exweltmeister Michael Jung (Horb) gewann in Tokio den Testwettbewerb der Vielseitigkeitsreiter ein Jahr vor Olympia in der japanischen Hauptstadt.

 

Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung (Horb) gewann mit Wild Wave ein Jahr vor den Olympischen Spielen das Test Event im Equestrian Park in Tokio. Insgesamt testeten 16 Paare aus vier Nationen die olympischen Reitanlagen in der japanischen Metropole, insgesamt waren Vertreter aus 20 Nationen vor Ort, um sich ein Bild von Bedingungen vor Ort zu machen. 

Nach der Dressur lag der 37-jährige Schwabe noch auf Rang drei. Als zweitletzter Starter auf der Geländestrecke in Sea Forest bewältigt er den Geländeritt dann jedoch ohne Zeit- und Hindernisfehler und rückte auf Platz zwei vor. „Es war wirklich heiß, aber nicht wirklich ein großes Problem“, sagte er nach seinem Ritt. “Alle haben sich bemüht, es den Pferden und Reitern so leicht wie möglich zu machen“. Insgesamt gelang sieben Paaren eine Nullrunde durch die von Derek Di Grazia gebaute Geländestrecke mit ihren 20 Hindernissen, so auch der erst 22-jährige Jan Matthias mit dem Grafenstolz-Sohn Granulin. Ein paar Zeitfehler musste dagegen sein Mentor Peter Thomsen (Lindewitt) in Kauf nehmen. Der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger hatte  seinen zehnjährigen Holsteiner Nobleman gesattelt, nachdem sein ursprünglich geplantes Pferd Cool Charly Blue ausgefallen war.

Das abschließende Springen fand wie schon die Dressur im Equestrian Park statt und wurde entsprechend dem olympischen Reglement in zwei Umläufen ausgetragen. Auch hier blieben Jung und sein erst siebenjähriger Holsteiner Wild Wave, ein Sohn des Vollblüters Water Dance xx, jeweils fehlerfrei. Da der Australier Andrew Hoy, bis nach dem ersten Springen noch führend, wegen eines Abwurfs in der dreifachen Kombination auf Platz fünf zurückfiel, sicherte sich Jung damit den Sieg. Zur Erinnerung: Beim Testevent vor London 2011 wurde Jung mit River of Joy Zweiter, kehrte dann aber zwölf Monate später mit doppeltem Gold aus England zurück.

Insgesamt gelang bei wechselhaftem Wetter, von Starkregen bis tropischer Hitze, neun Paaren die Doppel-Null im Springen. Darunter auch Peter Thomsen, der damit Platz sieben in der Endabrechnung belegte. Matthias unterlief dagegen in der zweiten Runde ein Abwurf, er beendete den Test als Zehnter. Die Plätze zwei und drei gingen an Teilnehmer aus dem elf Paare starken japanischen Kontingent: an Ryuzo Kitajima mit Japan’s Vick Du Grisors JRA und den in Deutschland lebenden Yoshiaki Oiwa mit Bart L JRA, der noch die Dressur hatte gewinnen können.

Der Vorsitzende des FEI Eventing Committee David O’Connor (USA) zog ein erstes positives Fazit der Veranstaltung: "Die Anlagen sind beeindruckend und wir hatten die Möglichkeit, alles zu testen, was wir testen wollten. Das war ja auch der Zweck dieser Veranstaltung", sagte er. „Es müssen noch einige Anpassungen vorgenommen werden, aber sie sind geringfügig. Das Organisationskomitee hat alle Details gut durchdacht und ist auf dem richtigen Weg, dass hier 2020 wirklich großartige Olympische Spiele im Pferdesport stattfinden werden."

 

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