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Reitsport-Förderer Dietrich Walther gestorben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 14. November 2016 um 11:44

 

Dietrich Walther

Iserlohn. Im Alter von 74 Jahren starb ziemlich unerwartet der Unternehmer und Dressur-Förderer Dietrich Walther. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Ihm musste man keine Tür aufmachen. Wenn er kam, gingen die Türen von alleine auf. Nicht nur, weil da einer mit 110 kg Körpergewicht auftrat. Dietrich Walther war ganz einfach einer, er musste keiner werden. Die Wirtschaft hatte seine Fähigkeiten früh erkannt und ihn geholt, er saß zwischenzeitlich in zehn Aufsichtsräten. Dem deutschen Reitsport und dort in erster Linie der Dressur war er mehr als zugetan, er sponserte viele Prüfungen, zog auch eigene Turniere in Iserlohn auf, doch als Führungskraft war er in der deutschen Reiterzentrale Warendorf nicht gefragt. Er hätte gerne den Posten auf dem Sektor Marketing 1996 übernommen, später wollte er nicht mehr. Auch ein Mandat im Deutschen Bundestag lehnte er ab.

 

Sein Hobby war Erfinden. Einmal wollte er einen Bierdeckel mit „Anbau“ zum Patent anmelden für den Krug und den Schnaps daneben, doch darauf war schon ein anderer gekommen. Spezialisiert hatte er sich zuletzt darauf, Unternehmen auf den Gang zur Börse vorzubereiten. Mit Leasing machte er sein Geld. Er gründete 1983 eine Firma zur Mietfinanzierung, die er später wieder verkaufte. 1996 erwarb er die schlingernde „Gold-Zack AG“. Fast die Hälfte der Deutschen kannte Gold-Zack in Verbindung mit Gummiband in Strümpfen oder Unterhosen. Dieses Image nutzte Unternehmensberater Dietrich Walther. Als das 1868 gegründete Textilgeschäft Gold-Zack 1996 unterging, machte er daraus das Börsenemissionshaus Gold-Zack.


Walther brachte beispielsweise Gerry Weber (Mode), Refugium (Seniorenheime), „Mensch und Maschine“ und das Fertighaus Kampa an die Börse. Die Goldzack-Aktien stiegen innerhalb eines Jahres von 18 auf 220 Mark. Gold-Zack gehört in Deutschland in kürzester Zeit zu den 100 größten Unternehmen und wurde ins Börsenbarometer Mdax aufgenommen. In Frankfurt/Main erwarb er das private Bankhaus Heinrich Gontard. Walther gründete 2000 die Business and Information Technology School (BITS) mit Fächern wie Sport und Eventmanagement oder Business und Journalismus, die er 2008 mit dem weltgrößten Bildungsträger Laureate Inc. (USA) verband. 2010 wurde er bei BITS-Präsident, im gleichen Jahr auch ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er schrieb drei Bücher („Die Euro-Vision“, „Die Euro-Expansion“ und „Die Euro-Konkurrenz nach dem Brexit“), der Unternehmer erhielt für seine Leistungen mehrere Ehrendoktorwürden und wurde Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg -  „Selfmade Man“ Dietrich Walther war eine Erfolgsgeschichte.

 

Sportlich war Prof. Dr. h.c.mult. Dietrich Walther ebenfalls vorbelastet. Großvater Otto wurde 1905 Gewichtheber-Weltmeister im Mittelgewicht, außerdem 28 Mal Deutscher Meister im Ringen, Gewichtheben und Kraftsport-Mehrkampf. Walther selbst spielte Handball und behauptete sich in der Leichtathletik als Sprinter. Ehefrau Barbara, Malerin mit eigener Galerie, spielte Tennis. Zum Reitsport stieß er durch Tochter Sandra (49), die ab 1998 international für Österreich ritt. Ohne Sandra, so sagte er mal, wäre er nie zum Reitsport gekommen. Er war von Anfang an ein großer Befürworter der Kür, „um diesen Sport dem Zuschauer nahebringen zu können.“