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Das Turniersport-Jahr in Deutschland 2016 in Kurzform PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Samstag, 04. Februar 2017 um 11:32

Warendorf. Die Statistik des deutschen Turniersports 2016 in Kurzform:  Weniger Pferde, Prüfungen und Starts, Bedeckungsrückgänge der letzten Jahre nun auch im Sport angekommen.

 

Eins, zwei, drei – die bundesweite Turniersportstatistik 2016 lässt sich auf einen simplen Nenner bringen: ein Prozent weniger Turniere, zwei Prozent weniger Prüfungen und drei Prozent weniger Starts. Ein neuer Abwärtstrend? „Ja und nein. So pauschal lässt sich das nicht sagen. Man muss sich schon etwas näher mit den Zahlen beschäftigen“, sagt Fritz Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

 

In den vergangenen Jahren kennzeichneten überfüllte Turniere den Pferdesport. Im vorletzten Jahr begann sich die Situation erstmals zu entspannen, eine leichte Zunahme an Veranstaltungen war zu verzeichnen. „Dieser Trend hat sich – zumindest teilweise – auch 2016 fortgesetzt“, sagt Otto-Erley. Acht von 17 Verbandsbereiche verzeichneten ein Plus an Veranstaltungen: Westfalen (+ 18), Schleswig-Holstein (+ 10) und Hamburg (+ 4), Rheinland (+ 3) sowie die Ostverbände Mecklenburg-Vorpommern (+ 5), Sachsen (+ 7), Sachsen-Anhalt (+ 5) und Thüringen (+ 3). Dass die Zahl der Turniere mit insgesamt 3.539 dennoch knapp ein Prozent unterhalb des Vorjahresergebnisses (2015: 3.568) liegt, hat gute Gründe: „Vor allem die Druse- und Herpesfälle haben zu einer großen Zahl von Absagen geführt“, erklärt Otto-Erley. Bundesweit wurden 120 Turniere abgesagt und nur 25 davon später nachgeholt. Besonders betroffen war Hessen, wo 18 Turniere weniger stattfanden als 2015.

 

Weitgehend ungebrochen ist das Interesse der Reiter und Fahrer. Die Zahl der ausgestellten Jahresturnierlizenzen blieb 2016 mit 82.877 nahezu identisch mit dem Vorjahr (2015: 82.951 / -0,09 Prozent). Weiterhin im Aufwärtstrend liegt auch die 2013 eingeführte Schnupperlizenz, die zur Teilnahme an Leistungsprüfungen der Klasse E (nach LPO) berechtigt. Die Zahl stieg im vergangenen Jahr auf 8.577 (2015: 8.415 / 2014: 8.317), wobei 1.042 Schnupperlizenzinhaber noch vor Jahresende eine vollwertige Jahresturnierlizenz erwarben.

 

Einen erkennbaren Rückgang gab es dagegen bei den Prüfungen beziehungsweise Abteilungen. Hier lagen 2016 nur drei Verbandsbereiche im Plus, während beispielsweise in Westfalen trotz des Zuwachses an Turnieren die Zahl der Prüfungen minimal rückläufig war. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 68.726 Prüfungen bzw. Abteilungen (2015: 69.961) gemeldet, ein Minus von knapp zwei Prozent. „Das resultiert nicht nur aus den abgesagten Turnieren. Eine gewisse Rolle spielt sicher auch der kontinuierlich steigende Anteil an sogenannten ‚Late-Entry“-Veranstaltungen, die meist an Wochentagen stattfinden und weniger Startmöglichkeiten bieten als herkömmliche Wochenendturniere“, so Otto-Erley. So stieg die Zahl der Late-Entry-Turniere innerhalb von fünf Jahren (2012 bis 2016) von 216 auf 263. Das entspricht 7,5 Prozent aller Veranstaltungen.

 

„Ein weiterer Grund ist auch, dass die Veranstalter alles daransetzen, um eine Teilung von Prüfungen zu vermeiden. Dafür machen sie zunehmend von der Möglichkeit der Startplatzbegrenzung Gebrauch“, ergänzt Otto-Erley, der darin auch eine Begründung für den Rückgang an Starts sieht. Waren es 2015 noch 1.505.060 Starts, sank diese Zahl 2016 um knapp drei Prozent auf 1.463.977. „Wir werden diesen Trend nicht verhindern können, da die Zeitpläne der meisten Turniere sowieso schon am Limit sind. Mit der neuen Leistungs-Prüfungs-Ordnung ab 2018 werden wir jedoch den Gebrauch der Startplatzbegrenzung insofern limitieren, dass mindestens noch zwei weitere Handicaps (regional und sportlich) ausgeschrieben werden müssen. Ein Starterfeld sollte nicht aus denjenigen bestehen, die am schnellsten nennen, sondern aus solchen, die sportlich möglichst vergleichbar sind“, so Otto-Erley.

 

Bedeckungsrückgänge der letzten Jahre nun auch im Sport angekommen
Besonders betroffen vom Rückgang sind die Jungpferdeprüfungen. So blieben 2016 Anzahl und Starts bei Dressur- und Springprüfungen weitgehend identisch, während die Zahl der Starts in Basis- und Aufbauprüfungen (Reitpferdeprüfungen -4,29 %, Gewöhnungsprüfungen -37,5 %, Eignungsprüfungen -20,48 %, Dressurpferdeprüfungen -7,4 % und Springpferdeprüfungen -5,22 %) deutlich zurückging. „Das ist nicht überraschend. Wenn man die Bedeckungszahlen in den vergangenen Jahren verfolgt hat, konnte man diese Entwicklung kommen sehen“, sagt Fritz Otto-Erley. So unterschritt die Zahl der neu eingetragenen Turnierpferde der Liste I, also Pferde aus deutscher Zucht, mit 19.483 Pferden erstmals die 20.000er Marke, was auch durch ein Plus bei den Pferden der Liste II von 297 auf 332 (+ 11,78%) und Liste III von 4.063 auf 4191 (+ 3,15%) nicht wettgemacht werden konnte. Insgesamt sank die Gesamtzahl neu eingetragener Turnierpferde im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 24.006 (2015: 24.799).

 

Insgesamt rückläufig ist auch die Zahl der Fortschreibungen. Waren 2015 noch insgesamt 142.046 Pferde im Turniereinsatz, sank deren Zahl 2016 auf 141.240. Der „Mangel“ an jungen Pferden macht sich auch in der Altersverteilung der Turnierpferde bemerkbar. So machen die drei- und vierjährigen Pferde 2016 zwar noch immer rund acht Prozent aus - die Tendenz ist aber weiter rückläufig. Dagegen steigt der Anteil der Elf- bis 15-Jährigen kontinuierlich an und liegt mittlerweile bei knapp 26 Prozent. Rund neun Prozent aller Turnierpferde sind über 16 Jahre alt.