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Nur Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl zum Dressur-Weltcup-Finale PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Donnerstag, 16. März 2017 um 11:20

Warendorf. Am 32. Finale um den Dressur-Weltcup Ende des Monats in Omaha/ USA nehmen aus Deutschland Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl teil, die ebenfalls für das Endturnier qualifizierte Fabienne Lütkemeier sagte aus Rücksicht auf ihr Pferd den Start ab.

 

 

Vom deutschen Starter-Trio um den Dressurweltcup in Omaha (28. März bis 2. April) blieben zwei übrig: Isabell Wreth (Rheinberg) und Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen). Die ebenfalls qualifizierte Fabienne Lütkemeier (Paderborn) hat sich aus Rücksicht auf ihr Pferd D'Agostino FRH gegen die Reise über den Atlantik entschieden.

 

Fabienne Lütkemeier hätte in Omaha ihr drittes Weltcup-Finale bestreiten können. Mit ihrem inzwischen 17-jährigen Championatspferd D’Agostino FRH (von De Niro – Shogun xx) schloss sie die Qualifikation mit 54 Punkten auf Rang fünf ab. Ein dritter Platz in Stuttgart, zwei Mal Platz vier (in Göteborg und Salzburg), und einmal Platz fünf (in Lyon) stehen für die Mannschaftswelt- und Europameisterin zu Buche. Jedoch entschied sich die 27-Jährige nun gegen die Transatlantik-Reise. Der Grund: D’Agostino sei noch nie in seinem Leben geflogen und ein spezielles Pferd, das sehr auf seine Reiterin bezogen sei. Schon in der Vergangenheit habe der Wallach auf Turnieren Probleme mit fremden Boxen gehabt und gehe außerdem nur mit Lütkemeier selbst auf den Transporter. Auf dem Flug nach Omaha hätte sie ihr Pferd nicht begleiten können, um ihm die nötige Ruhe und Sicherheit zu geben. Die Zahl der Begleitpersonen an Bord der Cargo-Maschine ist nämlich begrenzt. Ein Tierarzt und acht Pferdepfleger aus verschiedenen Nationen dürfen lediglich mitfliegen.

 

Für Deutschland reiten in Omaha/ US-Staat Nebraska nun Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl. Vor allem an der sechsmaligen Olympiasiegerin Werth und ihren Pferden kam in der zurückliegenden Weltcupsaison nur einer einmal vorbei, Hans Peter Minderhoud (Niederlande) auf Flirt in s`Hertogenbosch am letzten Wochenende, als Werth mit Emilio in der Weltcup-Kür Zweite wurde. Zuvor hatte sie fünfmal die entscheidende Kür der WC-Qualifikationen als Erste beendet. Mit der maximalen Anzahl von 80 Punkten (es zählen die vier besten Resultate) mit drei verschiedenen Pferden hat sich die deutsche Rekordmeisterin die Teilnahme am Finale gesichert. Die Qualifikationen in Lyon, Stuttgart und Amsterdam gewann Werth jeweils mit der zwölfjährigen Don-Schufro-Tochter Weihegold OLD, mit der sie in Rio 2016 Olympisches Team-Gold und Einzel-Silber gewonnen hatte. Herausragend war in dieser Weltcup-Saison der Triumph in Amsterdam, wo die beiden erstmals die 90-Prozent-Marke knackten. In Neumünster gewann Werth mit dem Hannoveraner Don Johnson FRH (von Don Frederico – Warkant). Der fünfte Sieg in Folge gelang ihr dann mit dem Westfalenwallach Emilio (von Ehrenpreis – Cacir AA) in Göteborg. Bereits zwei Mal gewann die 47-Jährige den Gesamtweltcup – 1992 mit der Stute Fabienne und 2007 mit Warum Nicht FRH. Sie geht in Omaha mit Weihegold OLD als Favoritin an den Start. „Isabell ist momentan einfach in einer sehr komfortablen Situation, da sie mit drei internationalen Spitzenpferden sehr gut beritten ist. Dazu kommen ihre Erfahrung, ihre Motivation und ihr Fleiß. Momentan passt bei ihr einfach alles zusammen“, erklärt Bundestrainerin Monica Theodorescu Werths aktuelle Erfolge. Sie selbst sagt: „Demütig bleiben, konzentriert weiter arbeiten und die Konkurrenz, zum Beispiel aus den USA, nicht aus den Augen verlieren.“

 

Auf Platz zwei mit 62 Punkten schloss die Bayerin Jessica von Bredow-Werndl  die Weltcup-Qualifikationsphase ab. Zwei dritte Plätze mit dem niederländischen Hengst Uneé BB (von Gribaldi) in Salzburg und Göteborg sowie ein weiterer dritter (s’Hertogenbosch), ein vierter (Lyon) und ein zehnter Platz (Amsterdam) mit der Son-de-Niro-Tochter Zaire-E  machten die Teilnahme am Finale perfekt. Vor allem ihr jüngster Auftritt in den Niederlanden, so sicher und präzise wie nie zuvor, zeigte, auf welch gutem Weg sich die 13-jährige Stute befindet. Von Bredow-Werndls Partner im Viereck von Omaha wird jedoch der 16-jährige Hengst Uneé BB sein, "eine sichere Bank“ in der Kür vor der zu erwartenden lauten Kulisse im CenturyLink-Center. In den vergangenen beiden Jahren belegte von Bredow-Werndl mit Unée jeweils Platz drei bei den Weltcup-Finals.

 

Für die 31-Jährige wird Omaha wohl eines der vorerst letzten Turniere in diesem Jahr. Sie und ihr Mann Max von Bredow erwarten im August ihr erstes Kind.

 

Pokalverteidiger ist der Niederländer Hans Peter Minderhoud mit  Flirt, Rekordgewinnerin bleibt die Niederländerin Anky van Grunsven mit neun Cupgewinnen. Für die Pferde, die aus Europa geflogen werden, beginnt die Reise am Samstag (25. März) ab Amsterdam. Der Flug wird vom Lastruper Transportunternehmen Guido Klatte organisiert. Nach einer etwa 42-stündigen Quarantäne erfolgt die Verfassungsprüfung, ehe am Donnerstag, 30. März, der Grand Prix auf dem Programm steht.

 

Alle Informationen zum Weltcup-Finale finden Sie hier: www.omahaworldcup2017.com