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Pedro Veniss: „Aachen ist das Maracanã des Pferdesports“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ DL   
Mittwoch, 12. Juli 2017 um 12:25

 

Aachen. Ende dieser Woche beginnt in Aachen das 102. Internationale Offizielle Reit- und Fahrturnier (CHIO) von Deutschland mit Dressur, Fahren, Springen, Vielseitigkeit und Voltigieren. Das Gesamtbudget der Veranstaltung beläuft sich auf 14,5 Millionen Euro, an Preisgeldern werden 2,7 Millionen ausgeschüttet, allein im Springen 1.774.400 €. Der Große Preis von Aachen als Höhepunkt und Finale ist mit einer Million dotiert und zählt zum Rolex Grand Slam, bei einem Erfolg wie in Genf hätte der Brasilianer Pedro Veniss bereits zusätzlich 500.000 € sicher. Seine Gedanken über Aachen, sein Pferd und den Grand Slam.

 

 

Am 11.Dezember letzten Jahres gewann Pedro Veniss (34) in Genf den Grand Prix und damit eröffnete er für sich die Chance auf den Sieg im Grand Slam.

Für diese Trophy steht in Aachen der Brasilianer Pedro Veniss als Erster an

(Foto: Rolex/ Offz)

 

Ihr Majorsieg in Genf ist nun ein halbes Jahr her. Wie ist es Ihnen und dem Hengst Quabri de l’Isle seitdem ergangen?

Pedro Veniss: „Es ist immer noch ein fantastisches Gefühl, wenn ich daran zurückdenke. Diesen Sieg werde ich ewig in Erinnerung behalten. Er war der wichtigste meiner bisherigen Karriere. Nach Genf hat „Quabri“ erst einmal eine Sportpause bekommen, dann wurde zwei Monate nur zur Zucht eingesetzt. Danach nahmen wir zunächst an ein paar kleineren Turnieren teil und haben uns langsam wieder gesteigert. Versailles im Mai war unser erstes großes Fünf-Sterne-Turnier seit Genf.“

 

Und dort haben Sie den „Rolex Grand Prix“ gewonnen!

Pedro Veniss: „Ja, das war super! „Quabri“ hat da schon gezeigt, dass er in guter Form ist. Aber um ihn so gut wie möglich auf Aachen vorzubereiten, verbrachte ich den letzten Monat mit ihm in Spruce Meadows in Kanada und nahm an den dortigen Summerturnieren teil. Die riesigen Rasenplätze in Aachen und Spruce Meadows sind sehr speziell, so etwas findet man sonst kaum auf der Welt. Philipp Weishaupt und sein Pferd LB Convall waren im vergangenen Sommer ebenfalls in Calgary – und sie gewannen dann in Aachen den Rolex Grand Prix. Jetzt hoffe ich, dass diese Planung für mich ebenfalls so aufgeht…“

 

Wie schätzen Sie Ihre Siegeschancen ein?

Pedro Veniss: „Mit „Quabri“ habe ich einen großartigen Partner unter dem Sattel, der jeder Aufgabe gewachsen ist. Der Hengst ist ein Pferd, das jede große Prüfung gewinnen kann. Er hat keine schlechten Tage, gibt immer sein Bestes, egal auf welchem Turnier, und er liebt den Wettbewerb. Seine Mentalität ist einfach unglaublich, und dazu ist er das liebenswerteste Pferd auf der Welt. Ich habe großes Glück, ihn reiten zu dürfen und traue ihm auf jeden Fall den Sieg in Aachen zu. Aber ich selbst muss genauso gut sein an diesem Tag!“

 

Es wird Ihr allererster Start in Aachen sein. Was, glauben Sie, wird Sie erwarten?

Pedro Veniss: „Ich als Brasilianer sage es mal so: Aachen im Pferdesport ist wie das berühmte Fußball-Stadion Maracanã in Rio de Janeiro. Als Kind hatte ich den Traum, vielleicht einmal in Aachen reiten zu können. Bei den Weltreiterspielen 2006, ich war gerade 23 Jahre alt, hätte ich schon einmal die Gelegenheit gehabt, aber da verletzte sich mein Pferd eine Woche vor dem Start. Von daher ist es jetzt umso mehr ein ganz besonderes Gefühl, diesen Traum endlich verwirklichen zu können.“

 

Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie das erste Mal ins Aachener Hauptstadion einreiten?

Pedro Veniss: „Das wird ein unvergessliches Erlebnis sein! Ich denke, in meinem Innern werden dann noch einmal all` die Schritte in meiner Karriere an mir vorbeiziehen, die mich nach Aachen gebracht haben. Im Publikum wird meine Familie sein und mich anfeuern. Es wird ein ganz, ganz besonderes Turnier für mich werden, und ich will mein Allerbestes geben, um am Sonntag den „Rolex Grand Prix“ zu gewinnen!“

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Zum Grand Slam:

Der Rolex-Grand Slam im Springreiten wurde 2013 erfunden und ausgerufen mit den Veranstaltungsorten  Aachen, Genf und Spruce Meadows in Calgary, ab 2018 gehören die Brabanthallen in s`Hertogenbosch auch dazu.

Mit einem Erfolg in einem Großen Preis – unabhängig vom Kalenderjahr - beginnt für eine Reiterin oder einen Reiter jeweils seine persönliche Grand Slam-Serie. Gewinnt er danach zwei weitere Grand Prix, kassiert er zu den Prämien aus den einzelnen Prüfungen zusätzlich eine Million Euro, sollte er 2018 auch zusätzlich den nächsten Großen Preis der Reihe für sich entscheiden, gibt`s einen weiteren Zuschlag von einer Million €, somit besteht die Chance auf eine Gesamtprämie von zwei Millionen Euro – neben den Preisgeldern aus den vier Konkurrenzen. Wer zwei Große Preise hintereinander als Erster beendet, kassiert 500.000 Euro, bei zwei Siegen gibt es 250.000. Entscheidend ist immer der erste Erfolg für einen Reiter in einem Großen Preis der Serie, unabhängig vom Pferd. Um in den Genuss eines möglichen Bonus zu kommen, gilt Startpflicht.

Als bisher erster und einziger Springreiter gewann der Brite Scott Brash den Grand Slam auf dem Wallach Hello Sanctos nach den Siegen in den Großen Preisen von Genf (Dezember 2014), Aachen beim damaligen CHI – nicht CHIO – im Mai 2015 und in Spruce Meadows/ Calgary am 13. September 2015. Beim Masters von Kanada hätten der Belgier Pieter Devos und Pedro Veniss durchaus den Triumph des Schotten vermasseln können, als sie beide nämlich wegen eines Zeitfehlerpunktes im Normalumlauf das Stechen gegen Scott Brash verpassten…