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Ein Foto - 236 Jahre Springsport-Geschichte... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 31. Dezember 2017 um 15:09

(Foto: HG Reiner)

Mannheim. Beim letzten Maimarktturnier in Mannheim vereinte Hans-Georg Reiner (Weil der Stadt) drei frühere Größen des Turniersports auf einem Foto. Drei, von denen jeder für mehr als ein Buch Stoff liefern könnte, 236 Jahre Reitsport- und Lebensgeschichte…

 

Ob sich dieses Trio noch einmal so zu einem Foto zusammenfindet, ist eher unwahrscheinlich. Beim letzten traditionellen Maimarktturnier in der badischen Metropole glpckte das Hans-Georg Reiner (Weil der Stadt): Drei Größen aus dem Springsport auf einem Foto zu vereinen. Jeder für sich steht für  etwas ganz Besonderes (von links auf dem Foto):

Hauke Schmidt (79), war dreimal erfolgreich. Er ritt 25 Nationen-Preise für Deutschland, danach Bundestrainer am Olympiadekomitee für Reiterei in Warendorf und für viele ausländische Athleten, er war ein Parcoursbauer der Extraklasse („Colani des Parcours“), so entwarf er für drei Weltcupfinals die Linien und Hindernisse, er machte sich einen Namen als Konstrukteur von Hindernissen und er erfand den tragbaren Wassergraben aus Kunststoff, dazu entwickelte er Konzepte für Reitplätze. Und er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des inzwischen weltbekannten Stuttgarter Hallenturniers.

 

In der Mitte des Fotos Nelson Pessoa (82), blieb nach den Olympischen Spielen 1956 in Europa und wurde Brasiliens wichtigster Botschafter auf dem alten Kontinent. Der Springreiter der Extraklasse nahm an fünf Olympischen Spielen und an neun Weltmeisterschaften teil, in seiner langen Laufbahn gewann er „nur“ eine einzige Medaille, Gold bei der 1966 offen ausgeschriebenen Europameisterschaft in Luzern auf den wie er nach wie vor berühmten Pferden Huipil und Grand Geste. Er wurde durch andere große Taten im Sport einmalig. 1956 gewann er in Brüssel den Großen Preis und 40 Jahre danach (!) in Hickstead zum dritten Mal das englische Derby, in Hamburg steht „Necco“, wie er gerufen wurde, sicher für alle Zeit mit sieben Siegen als Rekordgewinner eingemeißelt in der Gewinnersäule um das Blaue Band. Olympiasieger Alwin Schockemöhle (80), der ihn aus seiner aktiven Zeit sehr gut kennt, sagte mal über ihn: „Necco wohnte stets in den besten Hotels, hatte damals bereits die besten Sponsoren und hat sich von uns allen am besten gemanagt. Er fiel auf durch gutes Benehmen aufgrund seiner Erziehung.“ Die „Necco“ gegönnten Medaillen gewann später sein Sohn Rodrigo, und wahrlich nicht zu knapp…

 

Hugo Simon (75), es  fällt wahrlich schwer, noch etwas zu sagen über Österreichs Reiterhelden mit ebenfalls deutschem Pass („im Herzen Pfälzer“), was noch gesagt werden müsste. Seine besonderen Erfolge: Bis 2007 insgesamt zehnmal österreichischer Staatsmeister (Rekord),  1972 Vierter bei den Olympischen Spielen in München auf Lavendel, 1974 in Hickstead auf Lavendel Dritter der Weltmeisterschaft, dreimal Weltcupgewinner (1979 erster Sieger, 1996 und 1997), 1979 Bronze bei den Europameisterschaften im Einzel; 1980 auf Gladstone Sieger beim Ersatz-Olympia in Rotterdam und Dritter mit der Equipe, 1992 Silber mit der Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Sein Wallach E.T., der 2004 in Wien beim Fest der Pferde in einer emotionalen Stunde verabschiedet wurde, ist immer noch mit 3.650.000 € gewinnreichstes Springpferd aller Zeiten. Hugo Simon steht nach wie vor für alle Springreiter als Beispiel für Mut, Kampfgeist und Unverdrossenheit. Er wurde bewundert vor allem deshalb, weil er jedes Springen anging, als sei es sein erstes. Geehrt wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Österreich und mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Alpenrepublik.

 

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