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Anscheinend chaotische Verhältnisse führten zu Rücktritten in Schweizer Führungsetagen Dressur PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Offz/ DL   
Mittwoch, 11. April 2018 um 17:19

 

Bern. Im Schweizer Dressursport rumort es gewaltig, zwei aus der Führungsriege legten ihre Ämter nieder, und dazu gesellen sich die nicht gerade positiven Meldungen, dass zwei 5-Sterne-Turniere im Springreiten aus finanziellen Gründen gestrichen wurden…

 

 

Die Rückkehr zur Spitze im internationalen Dressursport bei den Senioren scheint schwieriger als gedacht, vor allem, weil es in den Funktionärsetagen anscheinend nicht klappt. So legte die erst im August 2017 zum Leitungsteam Dressur des Schweizerischen Verbands für Pferdesport (SVPS) gestoßene Marlyse Schatzmann ihren Posten als Sportchefin auf Grund von „unvereinbaren Positionen innerhalb des Leitungsteams“ per sofort nieder. Peter Christen, Chef Wettkampfsport innerhalb des Vorstandes SVPS, übernimmt als Interimslösung das Amt des Disziplinleiters und Sportchefs der Disziplin Dressur.

 

Es entspreche in keiner Art und Weise ihrem Temperament, bei Problemen das Handtuch zu werfen, meinte Marlyse Schatzmann, sie sei aber trotzdem nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen, dass unter den jetzigen Umständen eine konstruktive Zusammenarbeit zu Gunsten der Belange des Dressursportes im bestehenden Gremium nicht möglich sei. Bereits im März war der Disziplinleiter Martin Wyss auf Grund von „unvereinbare Ansichten innerhalb des Leitungsteams“ zurückgetreten.

 

Die Differenzen innerhalb des Leitungsteams und unterschiedlichen Vorstellungen über die Förderung der Reiter und Pferde haben auch noch weitere schwerwiegende Konsequenzen: Die Familie Kroll hat sich von ihrem Engagement für die Unterstützung der Elite- und Perspektivkaderreiter zurückgezogen. Das großzügige Engagement, bestehend aus Zwecksponsoring sowie zur Verfügungstellung der Reitsportanlage Hofor im aargauischen Eggenwil, unterstützte das Training des Elite- und Perspektivkaders mit dem britischen Reiter Gareth Hughes. Die Ziele waren klar gesetzt: Die Rückkehr der Schweizer Dressurelite unter die Top 7 – innerhalb von fünf Jahren, bis zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020.  Die positive Entwicklung der letzten Zeit bestätigte die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges.

 

Einheitliche Strategie und respektvoller Umgang gefordert

 

Der Vorstand des SVPS zeigt sich betroffen über die Vorgänge innerhalb der Disziplin Dressur. Seit mehreren Monaten wurde versucht, mittels Aussprachen und Coaching eine Beruhigung sowie Einheit und einen respektvollen Umgang in das Gremium zu bringen. Dies hat leider nicht wie gewünscht funktioniert. Im Interesse des Sports müssen auch Kompromisse gefunden und gelebt werden.

 

Der Vorstand wird nun weitere Maßnahmen ergreifen, um die Situation im Leitungsteam nachhaltig zu stabilisieren:  Es soll eine einheitliche zielorientierte Strategie festgelegt, verfolgt und deren Umsetzung und Einhaltung regelmäßig überprüft werden. Per sofort übernimmt deshalb Vorstandsmitglied Peter Christen ad interim den Posten des Disziplinleiters sowie des Sportchefs. Die beiden Positionen werden neu ausgeschrieben und das Training mit Gareth Hughes weitergeführt. Die Verantwortlichen legen die Details in den kommenden Wochen fest und kommunizieren diese an die betroffenen Kaderreiter.

 

Und aus dem Veranstalterlager des Springsports in der Schweiz kommen auch keine positiven Nachrichten, oder anders ausgedrückt: In der reichen Schweiz kann auch Veranstaltern das Geld ausgehen. So müssen die beiden 5-Sterne-Turniere von St.Moritz und Lausanne im Kalender gestrichen werden. Das aus dem Stand ganz nach oben gepuschte St. Moritz und Lausanne geben für die Absagen finanzielle Gründe an. Der CSI St. Moritz war vom 16. bis 18. August 2018 und vom 15. bis 18. August 2019 geplant. Der CSI Lausanne sollte vom 13. bis 16. September 2018 über die Bühne gehen. Ob Lausanne 2019 ein Turnier durchführt, steht noch aus. Und der 5-Sterne-CSI von Zürich ist seit diesem Jahr auch nun Geschichte…