







| Der erste Favorit auf einen Weltmeistertitel: Justin Verboomen mit Zonic Plus |
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| Geschrieben von: Tobias Königs/ DL |
| Montag, 01. Juni 2026 um 18:23 |
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Justin Verboomen - Doppel-Europameister 2025 (Foto: Stefan Lafrentz) Aachen. Pferdesport-Höhepunkte in den drei olympischen Reitdisziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit sowie in Fahren und Voltigieren sind in dieserm Jahr die Weltmeisterschaften in Aachen (9. bis 23. August). Zu den echten Favoriten auf einen Titel zählt Justin Verboomen, mit dem Belgier unterhielt sich Tobias Königs. Seit dem Auftauchen von Justin Verboomen im Sattel von Zonic Plus ist Belgien in der Dressur wer. Erstmals überhaupt in der Geschichte der Reiterei. In wenigen Wochen ein fast wundersamer Aufstieg gelang einem ziemlich unbekannten Dressurreiter. Und ausgerechnet in dieser besonderen Pferdewelt aus Langsamkeit im Weiterkommen, Disziplin, Geduld und manchmal auch Verzweiflung. Wie aus dem Nichts tauchte im letzten Jahr ein neuer Dressurstern auf. Eben dieser Justin Verboomen (38), nirgendwo groß bekannt, nirgendwo promotet, ein niemand auf den internationalen Ergebnislisten. Und dennoch gelang ihm etwas, ihm und seinem lackschwarzen Hengst Zonic Plus, fast wie ein Wunder wie vor Jahren Totilas mit Edward Gal, die hatten - wie nun Verboomen und Zonic Plus - Zuschauer und auch die Richter eingenommen. Das Duo wurde vor einem Jahr beim deutschen CHIO in Aachen „Champion der Dressur“, danach folgten noch bei der Europameisterschaft im französischen Crozet Gold im Grand Prix Special und in der Kür. Verboomen und der Sohn von Glock`s Zonic aus der Heideblume rückten gar auf die erste Position der Dressur-Weltrangliste vor. Das Duo ist seither ungeschlagen. Das vergangene Jahr war für Sie extrem besonders: Erst der Sieg in Aachen und dann Doppel-Gold bei deinen ersten Europameisterschaften. Wie haben Sie das Jahr erlebt? Justin Verboomen: „Das waren unglaubliche Erfahrungen. Aber ich setze mich, in Anführungszeichen, nicht mehr unter Druck, nur weil es die Europameisterschaften oder ein großes Turnier und nun die Weltmeisterschaft ist. Ich probiere wirklich einfach nur, es gut zu machen, mich bestmöglich vorzubereiten und ruhig zu bleiben. Und ich weiß, dass, wenn wirklich alles passt, alles mit Zonik gut läuft, dann gibt es keinen Grund, warum es nicht gut ausgehen sollte.“ Jetzt schauen alle auf die Weltmeisterschaften in Aachen. Ist das auch Ihr nächstes großes Ziel? J.V.: „Natürlich ist das mein Ziel. Wir haben im Winter ein paar Änderungen im Trainingsalltag vorgenommen. Und ich habe eine große Vorfreude darauf, eines Tages das, was im Training gelingt, auch im Viereck zeigen zu können. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.“ Das Besondere für alle Dressurreiter bei der WM ist, dass auf der Bühne geritten wird, die sonst den Springreitern vorbehalten ist – im großen Hauptstadion. Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie zum ersten Mal in dieser Arena vor diesen Menschenmassen einreiten? J.V.; „Ich stelle es mir gerade vor … (grinst) Der Weg ins Viereck wird natürlich deutlich länger sein. Das wird Zonik gefallen. Ich bin sicher, dass er es genießen wird.“ Mag Zonik es, im Mittelpunkt zu stehen? J.V.; „Ja, ja . Das stört ihn gar nicht – im Gegenteil. Er ist in solchen Situationen gar nicht gestresst, nicht von den Zuschauern, dem Applaus und so weiter. Ich denke, dass er sich dort sehr wohlfühlen wird.“ Wenn man hört, wie Sie über ihn reden: Er ist ein besonderes Pferd für Sie, oder? Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie ihn zum ersten Mal gesehen haben? J.V.: „Ich bin Zonik in Portugal begegnet, als er zwei Jahre alt war, und ich habe mich sofort in ihn verliebt. Wirklich – als ich gesehen habe, wie er aus dem Stall kam und Richtung Außenplatz ging. So schön, so voller Energie. Ich wusste sofort: Das ist er. Er wurde uns dort freilaufend vorgestellt. Ich habe mich direkt in ihn verliebt, es war Liebe auf den ersten Blick. Zonik ist wirklich ein besonderes Pferd. Mit ihm habe ich das Gefühl, dass alles möglich ist.“
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