Sie befinden sich hier: Home Magazin Chips ersetzen Brennen der Pferde nicht

Wer ist Online

Wir haben 1223 Gäste online

Suche

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeigenschaltung

Google Translate

German Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Czech Danish Dutch English French Galician Greek Hungarian Italian Japanese Norwegian Polish Portuguese Romanian Russian Spanish Swedish Turkish Ukrainian

Zugriffe seit 16.09.2009

Anmeldung



Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Fotoanfragen über KHFrieler@aol.com

Anzeige

Banner

Anzeige

Banner



Chips ersetzen Brennen der Pferde nicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Britta Züngel   
Freitag, 18. Juni 2010 um 13:28


Verden/Aller. Bei einer Informationsveranstaltung in Verden/ Aller mit Vertretern der niedersäschischen Zuchtverbände, des Agrarausschusses und des Tierschutzbeirates von Niedersachsen sowie anderer Vertreter wurde eines deutlich: Das Implantieren von Chips ersetzt das Brennen bei Pferden nicht.

 

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Tierproduzenten wurden alle niedersächsischen Zuchtverbände, der Agrarausschuss und der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen, niedersächsische Vertreter des Bundestages sowie des Europaparlaments, Vertreter der Hengsthaltungen und der deutsche Tierschutzbund zu einer Informationsveranstaltung nach Verden eingeladen. Es ging um die Verdeutlichung der Tatsache, dass die aktive Kennzeichnung der Pferde durch den üblichen Brand nicht durch das Implantieren von Transpondern (Chips) ersetzt werden kann. Die Versammlungsleitung nahm Dr. Ludwig Diekmann (Leiter des Fachbereichs Tierzucht der Landwirtschaftskammer Niedersachen) wahr.

 

Experten aus Zucht, Tiermedizin und Wissenschaft informierten über den Ablauf der Kennzeichnung von Fohlen und deren Reaktionen hierauf. Dr. Georg Oeppert, Fachtierarzt für Pferde, der mit beiden aktiven Kennzeichnungsmethoden bestens vertraut ist, schilderte dabei die Vorgänge des Brennens und des Chippens aus tierärztlicher Sicht und stellte dabei die Vor- und Nachteile beider Identifikationsmethoden gegenüber. Seiner Auffassung nach bietet der Chip keine ausreichende Sicherheit bei der Registrierung von Pferden. Er könne nur als zusätzliches Instrument angesehen werden.

 

In einem zweiten Vortrag stellte der Geschäftsführer und Zuchtleiter des Hannoveraner Verbandes, Dr. Werner Schade, die Bedeutung des Fohlen- und Nummernbrandes für die Identifizierung von Pferden dar. Hierbei erläuterte er die Zusammenhänge im Identifikationssystem des Hannoveraner Verbandes. Es handele sich hier um ein über Jahre entwickeltes, optimiertes und funktionierendes Verfahren mit größtmöglicher Sicherheit schneller Identifikation. Pferde sind von jedermann jederzeit und überall mit dem bloßen Auge zu identifizieren. Die Identifizierung von ausschließlich gechippten Pferden wäre abhängig von problembehafteter Technik (Datenbank, Material, Lesegerätnorm) bzw. von einem kleinen Kreis berechtigter Personen.

 

Prof. Dr. Heinz Meyer schilderte Untersuchungsergebnisse über Schmerzempfinden und die Schmerzreaktionen beim Pferd und stellte fest, dass Stresssituationen beim Kennzeichnen lediglich vorliegen, wie sie beispielsweise durch den Schmied oder den Tierarzt hervorgerufen werden. Seiner Auffassung nach ist der Vorgang des Brennens nicht tierschutzrelevant.

Nach eingehender Diskussion wurde von Dr. Johan Altmann, dem Vorsitzenden des niedersächsischen Tierschutzbeirates, zugesagt, für die Fortführung einer sachlich fundierten Diskussion zu sorgen und in den entsprechenden Gremien ebenfalls über die Situation der Verbände zu berichten.

Im Anschluss an die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Pferdekennzeichnung wurde dieses in einer praktischen Demonstration vorgestellt. Anhand von zwei Fohlen konnte den Teilnehmern an der Informationsveranstaltung realistisch die Prozedur vor Augen geführt werden, in der die Fohlen in fremder Umgebung - ohne fixiert werden zu müssen - kaum Reaktionen zeigten.

 

Insbesondere dieser abschließende Teil half zum Abbau von Vorurteilen und zeigte die Notwendigkeit auf, sich fachlich fundiert mit dem Thema zu befassen, bevor man in die Diskussion eintritt.

 

 

 

 

 

 

Um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu verbessern, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie hier weitere Informationen. Weitere Informationen >>> Cookie-Hinweis.

Hinweis >>>