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Der Traum eines kleinen Mädchens (24) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Uta Ludwig   
Dienstag, 06. April 2010 um 00:00

Polly und der Osterhase

24. Kapitel

 

Polly erlebte eine große Überraschung.

 

Der Osterhase war bei Ihnen gewesen, nicht wirklich eine Überraschung. Dennoch waren Polly und ihre beiden jüngeren Brüder Andy und George (Dschordsch, wie Mama ihn nannte) sehr aufgeregt. Man weiß ja,  dass der Osterhase nicht nur Eier bringt. Obwohl viele Schokoladen-Eier und besonders Krokant-Eier... das hatte was!

 

Schon beim Aufstehen herrschte unter den Geschwistern Aufregung. Würde der Osterhase etwas für sie verstecken? Sie schauten immerzu zum Fenster hinaus, ob sie ihn beim Verstecken erwischen würden. Sie durften den kleinen Garten, der zu ihrer Wohnung gehörte benutzen, das wusste Polly natürlich. Aber auch der Osterhase? Letztes Jahr jedenfalls hatte er die Eier in der Wohnung versteckt.

 

"Erst mal Frühstück machen," befahl Mama und ging in die Küche. "Oma und Opa kommen auch gleich", sagte sie im Rausgehen. "Das ist sehr gut", dachte Polly. Sie wusste, dass der Osterhase immer zu ihren Großeltern kam und etwas für die Enkel da ließ.

"Schweinereien", rief Papa laut. Aber er lachte dabei. "Schweinereien, herrliche Schweinereien gibt es zum Frühstück." Polly war erleichtert, sie hatte schon befürchtet, dass etwas passiert sei, was das Missfallen ihres Vaters erregt hätte und der Ostertag verdorben sein würde. Nichts dergleichen!

 

Alle halfen, den Tisch zu decken. Die Kinder allein schon deshalb, weil sie schneller fertig sein wollten, um das Eiersuchen beginnen zu können. Heute war der Frühstückstisch übervoll gedeckt. Es gab Rosinenbrot, weichgekochte Eier in bunten Schalen, ein Körbchen mit hartgekochten bunten Eiern, und es standen drei (!) verschiedene Marmeladen auf dem Tisch. Mama hatte einen Teller mit unterschiedlichen Wurst- und Schinkensorten hingestellt, eine weitere Platte dazu mit verschiedenen Käsesorten. Selbst Papa konnte  kaum erwarten, dass es los ging. Er stand nicht mal mehr von seinem Platz auf, als Oma und Opa ankamen. Die sollten sich auch sofort hinsetzen.

Dann kam Mama mit einer großen silbernen Platte aus der Küche. Auf dieser waren die "Schweinereien" überaus appetitlich angerichtet: halbierte hartgekochte Eier. Darauf entweder ganz kleine Fischchen, Sardellen, oder schwarzer und roter Kaviar. Polly wusste schon, dass es sich dabei um Fischeier handelt. Aber das war nicht gerade ihr Lieblingsessen. Auf manchen Eierhälften war aber ein Häubchen mit ganz leckerer Mayonnaise, bei manchen Eiern mit einem Stückchen Olive verziert. Andere Eier hatten nur etwas von der Mayonnaise mit einem Stückchen Gurke drauf.

 

Die Kinder interessierten die sogenannten Schweinereien gar nicht. Sie hielten sich lieber an dem weichgekochten Ei und der Kirschmarmelade auf. DAS war wirklich köstlich. Besonders auf Rosinenbrot.

 

Endlich wurde das Frühstück beendet. Immer noch nicht durften die Kinder draußen ihre Ostereier suchen: der Tisch musste erst abgedeckt und das Geschirr in die Spülmaschine geräumt werden. Polly kannte das noch von Weihnachten. Es war ätzend!

 

Dann aber gingen alle in das Gärtchen. Polly bemerkte die Nachbarin, die im Fenster lag und ihnen zuschaute. "Zunge herausstrecken", dachte sie, ließ es aber heute an Ostern und fing an zu suchen. Ein Ei nach dem anderen kam zum Vorschein. Warum Mama dauernd die gefundenen Eier zählte, war Polly ein Rätsel. Hauptsache: es waren viele.

 

"Ein Handball!!! Ein richtiger Handball", schrie Andy. "Den muss der Osterhase für Dich versteckt haben", sagte Mama. "Woher der wohl weiß, dass Du Handball spielen möchtest???"

 

Polly suchte eifrig weiter. Da waren keine Eier mehr. Ah, doch, ein kleines Schokoladenei lag im Vogel-Futterhäuschen. Sie fand es so spät, weil sie immer auf den Boden geschaut hatte. "Hier ist nichts mehr", rief sie. "Wir haben alle Eier gefunden!" rief sie den anderen entgegen. Und wieder zählte Mama die gefundenen Eier. "Dschorsch, such doch mal unter der Schubkarre. Da war noch keiner", sagte sie zu ihrem jüngsten Sohn. Da war auch kein Ei mehr. Aber ein Päckchen mit buntem Einwickelpapier lag dort. Georg-Dieter riss das Papier auf und fand einen Spielzeug-Bagger darin. "Was der Osterhase ihren Brüder so brachte...", dachte Polly. Sie hatte alles abgesucht und nichts weiter gefunden. Mama schien zufrieden und schlug vor, alles Gefundene einzusammeln und mit ins Haus zu nehmen.

 

Andy wollte mit Polly Handball spielen. Die hatte aber keine Lust dazu. Sie grübelte, ob sie wirklich alles abgesucht hatte. Hatte der Osterhase nicht gewusst, dass Polly reiten ging? Handball spielen wollte sie jedenfalls nicht. Statt dessen steckte sie sich ein Krokantei in den Mund. "Super lecker", befand sie.

 

"Polly, kannst Du mal an mein Auto gehen und den Atlas holen. Der liegt hinter dem Beifahrersitz. Wir wollen Euch zeigen, wohin wir nach Ostern fahren wollen", sagte Opa. "Keine Zeit", wollte Polly gerade erwidern, erinnerte sich aber flugs daran, dass Opa eigentlich ihr bester Freund war und für sie auch alles tat. Sie rappelte sich auf und nahm den Autoschlüssel entgegen.

 

Eigentlich war der Schlüssel kein Schlüssel. Er war ein Kästchen, auf das man drücken musste, um die Autotüren zu entriegeln. Dabei blinkten alle vier Blinker auf einmal auf. Polly sah sofort das bunte Osterpapier. Dort, wo der Atlas sein sollte, lag ein Geschenk hinter dem Sitz. Das neugierige Mädchen nahm es in die Hände. Es war genauso groß wie das Packet von Andys Handball. Vielleicht hatte der Osterhase vergessen, für sie auch einen Ball zu verstecken? Das Gewicht konnte hinkommen. Aber Polly wusste noch nicht einmal, ob das Päckchen für sie war. Wahrscheinlich war es für Oma. Komisch nur, dass nirgendwo ein Atlas zu finden war.

Mit dem Päckchen lief zurück in die Wohnung. "Kein Atlas da!, rief sie bei Reinkommen. "Aber das hier habe ich gefunden."

 

Oma und Opa schauten sich an. "Kein Atlas da? Das kann nicht sein", stellte Opa fest. "Wo kommt das Geschenk her", fragte er Oma. Die wusste es auch nicht. "Mach mal auf", rieten die Brüder und wollten gleich selbst das Papier aufreißen. Unter Zustimmung der Erwachsenen zerrte Polly an der Verpackung. Eine Schachtel kam hervor. Es war gar nicht so leicht, das Klebeband auf zu zerreißen.

 

Polly ließ einen Schrei: "Eine Reitkappe! Die muss doch für mich sein. Oma kann ja gar nicht reiten. Aber ich!" Ohne abzuwarten setzte sie die Kappe auf und strahlte. Sie passte, die musste der Osterhase für Polly gebracht haben. Sicherlich hat er kein anderes Versteck gefunden. Die Reitkappe musste einfach für Polly sein.

 

Alle Argumente, die vor langer Zeit Gabi im Reitstall vorgebracht hatte, warum ein richtiger Reiter eine Sicherheitsreitkappe tragen müsse, brachte Polly jetzt hervor, nur damit niemand auf die Idee kam, ihr die Reitkappe wieder wegzunehmen. "Die Kappe schützt den Kopf. Wenn man mal runterfällt und gegen die Bande knallt... Oder wenn das Pferd den Kopf zurückwirft, gegen den Reiterkopf ... und überhaupt..." Ihre Stimme überschlug sich fast. Polly untersuchte genau, ob der Feststellriemen verstellbar war. Er musste ja genau anliegen. War der Kinnschutz da? Konnte man die Innengröße der Kappe hinten verstellen, damit die Kappe nicht zu locker saß? Sie durfte im Falle eines Sturzes nicht wegfliegen! War die Kappe von stabilem Material, das nicht gleich beim ersten Sturz brach? Polly probierte alles aus, und für sie stand fest: es war ihre eigene Reitkappe.

 

Oma und Opa lachten laut. "Der Osterhase hatte sich nur in der Adresse vertan. Es war zu spät für ihn geworden, um sie noch hierhin zu tragen", sagte Oma lächelnd. Ihr Augen strahlten wie die ihrer Enkelin. Der Osterhase hatte genau das richtige Geschenk für die kleine Reiterin verstecken wollen.

"Jetzt machen wir einen schönen Spaziergang. Alle zusammen. Wir genießen den herrlichen Frühlingstag in der Natur", schlug Pollys Vater vor.

 

"Ich lass die Kappe auf", rief Polly sogleich. Das tat sie natürlich doch nicht. Aber später, vor dem Fernseher, da trug sie die neue Sicherheitskappe. In der eigenen Familie war es egal...

(Fortsetzung folgt...)

 

 

 

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