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Wehe, wenn sie grellig wird... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 07. April 2019 um 15:59

Isabell Werth auf der  Stute Weihegold OLD zum dritten Mal hintereinander Weltcupsiegerin - zum drittenmal wie Anky van Grunsven auf Salinero 2004, 2005 und 2006

(Foto: FEI/ Christophe Taniere)

Göteborg. Das 34. Finale um den Dressurweltcup seit 1986 endete in Göteborg mit dem fünften Erfolg für Isabell Werth vor Laura Graves, die eigentlich große Überraschung war als Dritte Helen Langehanenberg.

 

Am Ende war es wie immer: Siegerin Isabell Werth musste der Ansager verkünden, was sollte er auch. Zum fünften Mal insgesamt und zuletzt zum dritten mal hintereinander gewann die Rheinbergerin um den Dressur-Weltcup, nach 1992, 2007 und nun dreimal hintereinander nach Omaha/ USA, Paris und jetzt in Göteborg. Mit 88,871 Prozentpunkten in der alles entscheidenden Kür siegte die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten auf der Oldenburger Rappstute Weihegold, die nur durch die deutsche Rekordmeisterin auf dieser unglaublichen Leistungshöhe gehalten wird. Denn die 14-jährige  Don Schufro-Tochter hat  ja auch noch zum Embryotransfer zur Verfügung zu stehen, weil die deutsche Besitzerin es so will.

Neunmal gaben die sieben Richter die Höchstnote 10, dagegen hatte die US-Amerikanerin Laura Graves auf dem drei Jahre älteren Wallach Verdades (87,179) nie wirklich eine Chance, zumal die letztjährige Weltcup-Zweite vom schwedischen Chefjuror Magnus Lehrmann geradezu brutal in den Keller gepunktet wurde, er sah die 31 Jahre alte Olympia-Dritte von Rio de Janeiro nur als Fünftbeste. Richter können, müssen sich jedoch nicht danach erklären. Das war und bleibt das ewige Geheimnis der Richterei.

Die Plätze vorne waren schon vor dem Finale klar, doch ganz besonders stolz kann Helen Langehanenberg (Billerbeck) nach Hause reisen. Mit einem fünften Rang nach dem Grand Prix als Richtungsgeber für die Richter über Vermögen oder Nichtkönnen ging die frühere Weltcupsiegerin und Team-Weltmeisterin auf dem bereits 17-jährigen Hengst Damsey in die Kür – sie wurde Dritte (86,571). Der Däne Daniel Bachmann Andersen musste letzten Endes Lehrgeld bezahlen. Er war nach dem Grand Prix zum Favoritenzirkel gerechnet worden, auf dem Hengst Blue Hors Zack platzierte er sich in der Kür als Vierter (85,468). Der Bayer Benjamin Werndl (Aubenhausen), für die wegen der Verletzung ihres Pferdes Sammy Davis Jun  Dorothee Schneider ins Finale nachgerückt, musste Lehrgeld bezahlen. Auf dem 15 Jahre alten Wallach Daily Mirror (79,118) brelegte er den zwölften Platz im Feld der 18 Starter.

Wehe, sie ist unter Druck…

 

In der neueren Dressurgeschichte gibt es nur zwei Reiter, die unter Druck am besten waren, Dr. Reiner Klimke und eben Isabell Werth (49). Klimke setzte sich bereits Monate vor seinem Olympiasieg in Los Angeles 1984 unter Druck, als er beim Berliner Turnier in der Deutschlandhalle neun Monate vor Beginn verkündete: „Ich werde Olympiasieger…“ Bei Isabell Werth lag alles zusätzlich anders, mindestens am Anfang. Da war ihr Entdecker Dr. Uwe Schulten-Baumer, der in ihr die Vollendung seiner Ziele sah, und dem ordnete er alles unter. Denn für den Erfolg gibt es keinen Ersatz. Der Doktor, wie er genannt wurde, hatte nur stets Platz 1 vor Augen, zumal er nicht unbedingt eine große Lobby um sich herum erblicken konnte. Er hatte nur sich, seine Visionen und immer seine eigenen Pferde. Und er ging seinen eigenen Strich wie damals 1996 in Atlanta.

Nach dem Grand Prix und dem Grand Prix Special durfte sich die Niederländerin Anky van Grunsven mit Bonfire und einem Vorsprung von 1,35 Punkten aus Grand Prix und Grand Sprix Special vor der entscheidenden Kür um Einzelgold bereits zurücklehnen, sie galt ja als weltbeste Kürreiterin. Der Doktor kapselte sich ab, zog mit der Reiterin um in die Nähe des Stadions, er hatte nur noch den Erfolg vor Augen. Was auch gelang. Und immer, auch später, wenn sie zurücklag, wurde Isabell Werth besonders „grellig“. In Göteborg lag sie nicht zurück, aber schien nach dem Grand Prix verwundbar. Wie Richter eine Vorstellung sehen, bleibt immer ihr Geheimnis und muss auch nicht bewiesen werden. Solche Situationen machen aber Isabell Werth seit jeher besonders stark. Wie nun wieder einmal im Scandinavium von Göteborg. Für ihren Vortrag in der Kür gaben ihr die Richter nicht weniger als neunmal die Höchstnote 10. Nach ihrem fünften Sieg, nach dem ersten vor 27 Jahren an gleicher Stelle auf Fabienne, und der von den 12.000 Zuschauern frenetisch gefeiert wurde, sagte sie auf die Frage, warum sie sich das alles mit fast 50 Jahren immer noch antue: „Ich lebe, was ich tue, und das ist es, was mich antreibt…“

Endergebnis Weltcup-Dressur:

 

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