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Nationen-Preise - Fehde der feinen Uhrmacher... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Freitag, 17. Dezember 2021 um 21:16

Lausanne. Zur Division I als höchster Klasse der Nationen-Preis-Ligen im Springreiten gehören zehn Teams, doch nur in fünf Arenen von ihnen wird auch ein Internationales Offizielles Turnier (CHIO) auf höchstem Niveau ausgetragen - Aachen gehört auch nicht dazu. Die Serie wird immer mehr zu einem Kräftemessen der beiden Uhrmacher Longines und Rolex...

Die Organisation des Nationen-Preises mit den besten Equipen der Welt war vor gar nicht vielen Jahren für einen Organisator wie der Aufstieg aus der Normalität des üblichen Turnierbetriebs. Und keine drei Jahre ist es her, dass ein Land – bis auf Kanada und die USA – nur ein Internationales Offizielles Turnier (CHIO) aufziehen durfte im Kalenderjahr. Im Preis der Nationen für sein Land zu reiten im Roten Rock, bis auf wenige Nationen wie Frankreich in blau oder Irland in grün zum Beispiel, das bedeutete große Ehre. Alles inzwischen Geschichte, viele werden auch sagen, Märchenstunde von gestern.

Ausgerechnet der konservative Springsport hat sich abgewandt von großer Tradition und mehr als gewandelt. Geld übernahm die Macht und gibt vor, wie ein Turnier auszusehen hat. Der Fußball steht als warnendes Beispiel, nur dem Ball rennen alle hinterher, dem Reitsport nicht. Vieles ist verständlich, wenn z.B. die Kosten aufgelistet werden, was ein Turnierstall verschlingt, einiges aber nicht. Und wie im Fußball kassieren inzwischen auch im Reitsport viele mit - und ab. Wie beim Reiterweltverband (FEI) kommt auch bei Managern der großen Reitturniere das Wort "Pferd" kaum noch vor, wenn überhaupt. Eine gefährliche Entwicklung, die in einer Sackgasse enden könnte. Die Drahtzieher werden nicht in die Enge getrieben, dafür Reiter, Futtermittelhersteller, Reitstallbesitzer, Züchter und eine ganze Industrie, die vom Reitsport lebt.

Warum das so ist und warum alles so kommen könnte oder wird, dafür steht auch Deutschland als Beispiel. Die Bundesrepublik wird immer als reiches Land hingestellt, mit den verschiedenen Automobilwerken und Pharmaunternehmen. Aber ausgerechnet von ihnen ankert kein Mutterkonzern als Hauptsponsor im Hafen eines 4- oder 5-Sterne-Turniers der Reiterei. Jeweils die einzelnen Niederlassungen dürfen die Fahne hochhalten. Wer nach dem Warum fragt, erhält selten eine plausible Antwort.

Ohne das Unternehmen Volvo aus Schweden wäre der Springreiter-Weltcup längst in der Versenkung versunken. Volvo war der Anfang des inzwischen in 50 Ländern ausgetragenen Wettbewerbs, in den 20 Sponsor-Jahren gab das Unternehmen ab 1978 nicht weniger als 100 Millionen Euro und spendierte als Extraprämien 161 Limousinen. Damals eine horrende Summe.

Erst Aachen - nun auch La Baule

Nun gab der Internationale Verband (FEI) in Lausanne den Kalender für die anstehenden Nationen-Preis-Ligen des nächsten Jahres heraus. Zur Division I im Springreiten als Champions League wie im Fußball gehören Belgien, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Irland, die Niederlande, Norwegen, die Schweiz und Schweden. Doch nur in fünf Ländern dieser zehn Mitgliedsnationen wird ein Preis der Nationen ausgetragen, in St. Gallen (Schweiz), Rotterdam (Niederlande), Falsterbo (Schweden), Hickstead (Großbritannien) und Dublin (Irland). Der sechste CSIO findet in Zoppot statt, doch Polen hat keine Equipe in der höchsten Klasse, ist also nur großzügiger Gastgeber, darf jedoch eine Mannschaft im Nationen-Preis starten lassen.

Von den bekannten und auch berühmten Austragungsorten hat sich Aachen als Erster schon vor Jahren verabschiedet aus der Serie. Somit gehörte das weltgrößte Reitsportereignis nicht mehr zur Reihe der Division I, veranstaltet jedoch alle Jahre seinen CHIO wie gewohnt. Und das Preisgeld ist noch höher als bei allen jenen, die im Verbund blieben, und zu den Abtrünnigen zählen neben Aachen auch Spruce Meadows/ Kanada, Rom und nun auch noch La Baule in Frankreich. Die von der FEI abgesegnete Serie der Nationen-Preise wird von Longines gesponsort, die „Lutheraner des Springsports“ haben den anderen Uhrmacher-Konkurrenten Rolex als großzügigen Geldgeber,  zudem Erfinder des Rolex Grand Slam um Millionen. Und wie man hörte, ließ sich Rolex wahrlich einigemale auch nicht lumpen, um Longines auszustechen, da wurde nämlich ganz rasch und unkonventionell mal zusätzlich eine Million Euro Preisgeld nachgeschossen...

Kalender Nationen-Preise

 

 


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