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Silber und Bronze für deutsche Vierspänner-Fahrer bei EM PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Montag, 28. August 2017 um 12:34

 

Der Europameister der Vierspännerfahrer: Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden

(Foto: FEI)

Göteborg. Erfolgreich beendeten die deutschen Vierspänner die Europameisterschaften in Göteborg mit Team-Silber und Einzelbronze für Christoph Sandmann. Zweimal Gold für Niederländer.

 

 

Die deutsche Vierspänner-Mannschaft war bei den Europameisterschaften in Göteborg recht erfolgreich. Christoph Sandmann holte Einzel-Bronze und mit seinen Teamkollegen Georg von Stein und Mareike Harm außerdem noch Mannschafts-Silber. Gold ging wieder einmal an die Titelverteidiger aus den Niederlanden. Neuer Einzel-Europameister ist der Vize von 2015, der Niederländer Ijsbrand Chardon vor dem Belgier Edouard Simonet. „Wir sind sehr glücklich mit unseren zwei Medaillen“, so Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der in Göteborg prominente Unterstützung vom mehrmaligen Weltmeister und Weltcup-Sieger Boyd Exell aus Australien hatte.

 

Nach Dressur und Gelände stand das Kegelfahren für die Vierspänner in der Heden Arena in Göteborg auf dem Programm. „Der Parcours ist nicht zu schwer, ist durchweg fahrbar, aber die Zeit ist schon knapp bemessen“, so die Einschätzung von Geiger, bevor die deutschen Fahrer an der Reihe waren. Und er behielt Recht. Es gab sechs fehlerfreie Runden und zahlreiche Umläufe, die nur mit wenigen Zeitfehlern für das Überschreiten der erlaubten Zeit beendet wurden.

Auch Christoph Sandmann, der nach Dressur und Gelände auf Rang drei der Einzelwertung lag, musste als drittletzter Fahrer in den Kegelparcours und blieb mit Amico, Bo Liberator, Wanita und Wierd fehlerfrei. Lediglich 1,51 Strafpunkte für das Überschreiten der erlaubten 180 Sekunden kamen auf sein Konto, so dass er mit 153,33 Punkten den nach ihm folgenden Belgier Edouard Simonet und den führenden Niederländer Ijsbrand Chardon unter Druck setzen konnte. Doch der 28-jährige Belgier, der schon in Aachen mit seinen Arabo-Friesen auf sich aufmerksam gemacht hatte und als Geheimfavorit für die EM gehandelt wurde, fuhr eine souveräne Runde und kam mit 0,3 Zeitstrafpunkten ins Ziel (Gesamtpunktestand 151,8). Der dreifache Weltmeister und amtierende Vize-Europameister Ijsbrand Chardon konnte sich dann sogar einen Ball erlauben und fuhr die Goldmedaille mit 150,37 Punkten nach Hause.

Georg von Stein hatte mit Despardo, Fax, Mokka und Playboy zuvor schon eine fehlerfreie Runde mit lediglich 1,41 Zeitstrafpunkten für das deutsche Team gefahren. Mit den 3,16 Strafpunkten von Mareike Harm, die als erste deutsche Fahrerin an der Reihe war, war da die Silbermedaille für das deutsche Team schon sicher. Als die Niederländer Koos de Ronde und Theo Timmermann mit null und 0,68 Fehlern ins Ziel kamen, war klar, dass die Titelverteidiger auch 2017 die Goldmedaille wieder mit in die Niederlande nehmen werden (299,73 Punkte). „Aber der Abstand zu den Niederländern war noch nie so knapp, wenn der Marathon vielleicht etwas anspruchsvoller gewesen wäre, hätten wir vielleicht noch mehr Punkte aufholen können, denn wir haben in Aachen durchaus schon mal 15 Punkte nach dem Gelände gut gemacht“, so die Überlegungen vom Bundestrainer. „Wenn wir weiter so konsequent arbeiten, dann werden wir sie auch bald mal schlagen“, sagte auch Christoph Sandmann. Er war sehr zufrieden mit seiner EM: „Ich habe das ganze Jahr viel dafür getan und gearbeitet.“ Das deutsche Team holt Silber mit 308,94, Bronze geht an Belgien mit 320,04 Punkten.

Auch Teamkollege Georg von Stein fährt zufrieden nach Hause, er beendet die EM auf Platz fünf (157,85). Er lobte besonders sein Nachwuchspferd Despardo, der vorne links im Kegelparcours ging: „In dem Parcours gab es viele Handwechsel, immer links rechts hin und hier, das ist schwierig für ein junges Pferd, und es hat das erst drei Mal auf so einem Niveau gemacht, und es ist dann etwas hinter den anderen zurückgeblieben, aber Desperado hat super gekämpft, und ich bin top zufrieden.“

 

Als erste Fahrerin für das deutsche Team war Mareike Harm an der Reihe. Die 31-Jährige einzige Frau im Starterfeld kam mit Amicello, Luxus Boy, Racciano und Sunfire mit 3,16 Strafpunkten ins Ziel, drei für einen gefallenen Ball an Hindernis 18 und 0,16 für die Überschreitung der erlaubten Zeit. Sie beendet die EM auf Platz zwölf in der Einzelwertung. „Mareike ist super gefahren, hat gemerkt, dass die Zeit nicht ganz hinkommt und ein Pferd dann etwas angeschoben, das hat dann arg gedrückt und ist dadurch etwas weit nach links gekommen -  und dann fiel der Ball“, erklärt Geiger.

Marathon mitten durch Göteborg


Einen Tag zuvor hatten die Vierspännerfahrer einen außergewöhnlichen Marathon erlebt. Die „Phase A“, eine Art Wegestrecke zum Aufwärmen der Pferde, führte mitten durch die Innenstadt, vorbei an Cafés und Geschäften und über Kreuzungen bis in den Slottsskogen City Park. Dort standen dann die acht Hindernisse, die möglichst schnell durchfahren werden mussten. 20.000 Zuschauer entlang der Strecke und im Park. „Das war einfach unglaublich, meine Pferde waren schon auf dem Weg zum Park richtig heiß, so dass ich da schon mehr zu tun hatte als sonst eigentlich“, berichtete Mareike Harm. „Das war hier einzigartig mit dem Marathon mitten durch die Stadt, das haben wir Fahrer so auch noch nicht erlebt“, sagte auch Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. „Es war top organisiert und alles perfekt abgesperrt, überall Helfer und so viele Zuschauer.“

Die acht Hindernisse im Slottsskogen Park bewältigte der Schweizer Jerome Voutaz in der besten Zeit. Christoph Sandmann wurde Dritter, Georg von Stein Sechster. „Es ist alles gut gelaufen, nur leider hat uns dieser Marathon in der Teamwertung nicht weiter nach vorne gebracht, da wir unsere Stärke, die wir besonders in engen und technisch schwierigen Hindernissen ausspielen können, hier nicht anwenden konnten“, erklärte Geiger nach der Geländeprüfung. Christoph Sandmann sagte nach der Prüfung: „Der Boden, die Strecke und die Atmosphäre haben es schwerer gemacht, als es vorher aussah. Aber meine Pferde haben alles gegeben, sie geben immer alles für mich.“ Das bestätigte auch Georg von Stein: „Das sah vorher leichter aus als es war. Das Wasser war sehr, sehr schwer, sehr tief und wurde sehr schwammig für die Pferde. Auch das bergauf und bergab der Strecke wirkte schwierig. Aber grundsätzlich war es ein fairer Marathon." Er belegte Platz sechs in der Geländeprüfung.


Mareike Harm beendete die Geländeprüfung auf Platz 18, war aber dennoch ganz zufrieden: "Ich bin ja nie die Schnellste und stets froh, wenn ich im Ziel bin. An Hindernis zwei hatten wir einen Steher, bei der Ausfahrt von fünf einen Ball, das nicht hätte sein müssen. Im Wasser war der Boden richtig tief, aber die Pferde sind da gut durchgegangen.“