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"Bester Reiter des Jahres" - Isabell Werth... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Mittwoch, 22. November 2017 um 17:38

Montevideo. Isabell Werth (Rheinberg), erfolgreichste Reiterin der Welt, wurde auf der Hauptversammlung des Reiterweltverbandes (FEI) in Montevideo/ Uruguay in ihrer Sportart zu „Bester Athlet des Jahres“ ausgerufen.

 

 

Isabell Werth, erfolgreichste Reiterin aller Zeiten, erfuhr nun auf der Generalversammlung des Internationalen Reiterverbandes (FEI) eine weitere Ehrung: Sie erhielt den Award als bester „Reiter des Jahres“. Zehn Trophäen brachte die Weltranglisten-Erste der Dressurreiter bereits von Olympischen Spielen mit, zuletzt gewann sie mit Weihegold OLD drei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften in Göteborg.

 

Über die Gewinner der Ehrenpreise entschieden zu 50 Prozent Stimmen aus der Öffentlichkeit, zur anderen Hälfte die Stimmen einer Jury. Diese bestand in diesem Jahr aus dem FEI-Präsidenten Ingmar De Vos (Belgien), dem Marketing-Chef des Uhrenherstellers und FEI-Hauptsponsors Longines, Juan-Carlos Capelli (Schweiz), dem britischen Springreiter-Olympiasieger Nick Skelton, dem Präsidenten der Marokkanischen Reiterlichen Vereinigung und 2016 Gewinner eines FEI-Awards, Prinz Moulay Abdellah Alaoui, sowie Lisa Roskens (USA), Direktorin des Organisationskomitees des Weltcup-Finals in Omaha (USA) 2017.

 

Isabell Werth ist die erste deutsche Dressurreiterin, die diesen Preis erhält, im Vorjahr war Sönke Rothenberger (Bad Homburg) aus dem Goldteam von Rio als bester Nachwuchsreiter ausgezeichnet worden. Bisher wurden aus Deutschland Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum (2009) und Vielseitigkeitsreiter Michael Jung (2012) als „Sportler des Jahres“ des Reitsports in der Kategorie "Best Athlete" geehrt. Zur besten Pferdepflegerin war 2013 Carmen Thiemann gewählt worden, die langjährige Stallmanagerin von Vielseitigkeits-Europameisterin Ingrid Klimke in Münster, die erfolgreiche  Para-Dressurreiterin Dr. Angelika Trabert hatte den FEI-Award 2010 in der Kategorie "Against all odds" entgegennehmen dürfen.

 

Isabell Werth: „Ich freue mich sehr darüber, dass die Pferde in diesem Jahr so gut in Schuss sind. Das ist das Ergebnis jahrelanger, kontinuierlicher Arbeit und Training und der großen Unterstützung meines gesamten Teams, der Pferdebesitzer, Menschen wie zum Beispiel Madeleine Winter-Schulze. Das alles macht es möglich, dass wir immer wieder mit tollen jungen Pferden starten können und uns so bis zum Grand Prix heranarbeiten. Das ist meine Passion und bereitet mir unheimliche Freude. Aber ohne ein Top-Pferd geht es nicht, denn sonst sind wir Reiter allenfalls bessere Fußgänger.“

 

Drei Pferde in Top-Ten der Weltrangliste

 

Aktuell ist die sechsmalige Olympiasiegerin mit drei Pferden, Weihegold, Don Johnson und Emilio in den Top-Ten der Dressur-Weltrangliste. Ihre erste Medaille gewann sie 1989 mit Weingart – Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften in Mondorf-les-Bains/ Luxemburg. Mit Mannschaftsgold und Einzelsilber bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im letzten Jahr, ihren Olympia-Medaillen Nummer neun und zehn, krönte sie sich selbst zur weltweit erfolgreichsten Reiterin bei Olympia.

 

Rio war ihr erstes Championat mit der Ausnahmestute Weihegold. In diesem Jahr gewannen die beiden fast alles, was ging. Das Weltcup-Finale in Omaha/USA, den Nationenpreis sowie die Grand Prix Kür des CHIO Aachen und drei Mal Gold bei den Europameisterschaften in Göteborg. „Nach Aachen dachte ich, es wird unglaublich schwer, diese herausragende Form von Weihe mit nach Göteborg zu nehmen. Aber dann war sie so gut wie nie. Die Prüfungen waren konzentriert und fokussiert, fast perfekt. Das war ein super Saison-Finish. Das gesamte Jahr war einfach phantastisch, mit großen Emotionen und viel Spaß. Den „Best-Athlete-Award“ zu bekommen macht mich unheimlich stolz und glücklich. Ich bin sehr froh, die Unterstützung so vieler Menschen zu erhalten, die wirklich hinter mir stehen und respektieren, was wir in den letzten Monaten erreicht haben.“

 

Isabell Werth (48) ist studierte Juristin, kommt aus Rheinberg und lebt in Rheinberg am Niederrhein. Entdeckt und gefördert hat sie Dr. Uwe Schulten-Baumer sen. Mit Unterstützung ihrer Mäzenin und Freundin Madeleine Winter-Schulze schaffte es Werth, ständig neue Pferde in die Weltspitze zu führen. Ihre größten Erfolge erzielte sie mit Satchmo und Gigolo, auf dem Fuchswallach Gigolo FRH holte sie sechs olympische Medaillen, darunter Einzelgold in Atlanta 1996.

 

Auch sozial engagiert sich Werth. So ist sie zum Beispiel Botschafterin der Christoffel-Blindenmission. Zu den Schwerpunkten der Stiftung gehört auch die Rehabilitation körperlich behinderter Menschen. 2006 reiste Werth in den Sudan und besuchte dort eine Einrichtung für therapeutisches Reiten. Außerdem unterstützt sie die Aktion der Welthungerhilfe „Reiten gegen den Hunger“.